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Maximilian Günther bewies starke Nerven in Berlin
© SID | Zoom

Formel E: Maximilian Günther feiert Heimsieg in Berlin

Maximilian Günther (Oberstdorf) hat sich beim Saisonfinale der Formel E in Berlin seinen zweiten Sieg in der Elektrorennserie erkämpft. Der 23-Jährige setzte sich nervenstark gegen Robin Frijns (Niederlande/Virgin) sowie den Franzosen Jean-Eric Vergne (Techeetah) durch und sprang in der Gesamtwertung auf Platz zwei. Seine Chancen auf den Titel sind aber gering: Bei noch drei verbleibenden Rennen hat Günther einen Rückstand von 68 Punkten auf Spitzenreiter Antonio Felix da Costa (Portugal/DS Techeetah).

"Ich bin unbeschreiblich glücklich, mein Heimrennen hier in Berlin zu gewinnen", sagte Günther bei Eurosport: "Am Ende war es knapp, Robin hat Druck gemacht. Zum Glück hat es gereicht, ich bin einfach nur happy." 
 
Günther setzte kurz vor dem Ende zum entscheidenden Manöver gegen den bis dahin führenden Vergne an, am Ende wehrte er den anstürmenden Frijns mit viel Mühe ab. Ganze 0,128 Sekunden Vorsprung rettete der Deutsche ins Ziel. Da Costa fuhr Rang vier ein, der Portugiese hatte zuvor die ersten beiden Rennen in Berlin gewonnen und ist auf dem Weg zum Titel kaum noch zu stoppen.
 
Zweitbester Deutscher war Andre Lotterer (Duisburg/Porsche) auf Platz fünf, DTM-Champion Rene Rast (Minden/Audi) schied in der Schlussphase aus. Bereits am Sonntag (19.00 Uhr/Eurosport) steigt das nächste Rennen, am Mittwoch und Donnerstag finden die letzten beiden Läufe statt.
 
Ursprünglich hätte der Rennkalender der Formel E Auftritte in Asien, den USA und in Europa bereitgehalten. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde jedoch ein neuer Plan entworfen, der ein Saisonfinale mit sechs Rennen auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin vorsieht. Dort wird unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und mit drei unterschiedlichen Strecken-Layouts gefahren. Dennoch gab es bereits zwei Coronafälle: Unter anderem Serienchef Alejandro Agag wurde positiv getestet.

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