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© ABB FIA Formula E | Zoom

Formel E: Envision Virgin Racing - Kann sich das britische Team endlich an die Spitze setzen?

Envision Virgin Racing ist eines der erfahrensten Teams in der ABB FIA Formula E Championship, doch das britische Team konnte sich bisher noch keinen Titel sichern, obwohl es mehrere Male kurz davor stand. Das extrem starke Fahrer-Duo Sam Bird und Robin Frijns tritt für eine weitere Saison erneut zusammen an, aber werden die Dauer-Herausforderer in diesem Jahr endlich den Titel holen?

Virgin Racing kann auf eine lange Erfolgsgeschichte in der Formula E zurückblicken. Seit dem Start der rein elektrischen Rennserie im Jahr 2014 gewann das Team Rennen in jeder Saison und konnte bisher insgesamt 10 Siege verbuchen – acht davon gehen auf das Konto des Racing-Veteranen Sam Bird. Ein Titel in der Teamwertung steht allerdings noch aus.
 
Drei Drittplatzierungen in der Gesamtwertung sind eine beeindruckende Leistung für ein Kundenteam, frustrierenderweise hat Virgin den Sprung vom Herausforderer zum Meister bislang allerdings nicht geschafft. Der Wechsel von DS- zu Audi-Antriebssträngen vor dem Start der Saison 2018/19 war dazu gedacht, dem Team einen Vorteil zu verschaffen, aber aufgrund des harten Konkurrenzkampfs in der Formula E muss sich dieser Schachzug nach dem ersten Jahr der Partnerschaft erst noch auszahlen. Die Briten hoffen, dass sich für sie bis zum Doppelfinale der Saison 2019/20 in London alles zum Besseren wenden wird, und sie träumen sicherlich schon von ihrem ersten Titelgewinn vor den heimischen Fans.
 
Mit Bird startet für Virgin einer von nur vier Fahrern, die in jedem Formula E Rennen mit dabei waren (Jerome d'Ambrosio, Lucas di Grassi und Daniel Abt sind die drei anderen). Die Erfahrung und das technische Fachwissen des britischen Rennpiloten sind also definitiv von unschätzbarem Wert. Der 32-Jährige gewann in der Saison 2017/18 fast den Titel, wurde jedoch am Ende Dritter hinter Jean-Eric Vergne und Di Grassi, und beendete die vergangene Saison mit einem enttäuschenden Ergebnis. Sein Sieg in Santiago stellte sich als trügerische Hoffnung für den ehemaligen LMP2-Champion heraus, da ihm eine nach dem Rennen verhängte Strafe einen weiteren Sieg in Hongkong verwehrte, während er auch das ganze Jahr über mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.
 
Im Laufe seiner Karriere in der Formula E verzeichnete Bird bisher die Gesamtplatzierungen Fünfter, Vierter, Vierter, Dritter und Neunter, und läuft Gefahr, als „Ewiger Zweiter“ in die Geschichte der Rennserie einzugehen. Teamkollege Robin Frijns setzte sich 2018/19 gegen Bird durch und konnte sich in Paris und in New York den Sieg holen, neben weiteren Podiumsplätzen in Marrakesch und Hongkong. Damit ist er auf dem besten Weg, sich als Vierter in der Gesamtwertung zu platzieren. Der ehemalige Champion der Blancpain GT Series ist ein hartnäckiger Kontrahent, der sein Können bereits durch mehrere Junior-Formel-Titel bewiesen hat und sich zweifellos auch mit den etablierten Spitzenreitern der rein elektrischen Rennserie messen kann. Der Team-interne Konkurrenzkampf zwischen Bird und Frijns wird in dieser Saison auf jeden Fall noch spannend werden.

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