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Nachhaltigkeit im Motorsport? Die FIA Formel E Weltmeisterschaft beweist dass das möglich ist
© FIA Formel E | Zoom

Die Formel E zeigt dass Nachhaltigkeit im Motorsport möglich ist

Änderungen der FIA Formel E gab es seit der Saison 2020/2021: Nun trägt die Meisterschaft den Titel ABB FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft. Ausserdem werden die Rennen nun jährlich ausgetragen, also innerhalb eines Kalenderjahres (vorher lief die Rennsaison über den Jahreswechsel). Beim Debüt im Jahr 2014 gingen noch alle Teams mit demselben Fahrzeug, dem Spark-Renault SRT_01E ins Rennen. Die Fahrzeuge der Firma Spark Racing Technology wurden von Elektromotoren angetrieben, die Aggregaten der Firma McLaren Electronic Systems entsprachen. Spark Racing Technology ist eine Tochterfirma der McLaren Group. Ihr Elektromotor entwickelt maximal 200 kW (272 PS).

Formel-E New York 2022

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Deutsche Top 5 Fahrer der Formel E

 
An der ersten Stelle steht Daniel Abt, der 390 Punkte bei 69 absolvierten Starts einfuhr. Dahinter konnte sich André Lotterer mit 338 Punkten platzieren. Nick Heidfeld konnte mit 214 Punkten den dritten Platz erringen, während Pascal Wehrlein und Maximilian Günther Platz 4 und 5 belegten.

Die Anfänge der Formel E: maximal 225km/h


Anfangs wurde die maximale Geschwindigkeit der beteiligten Rennwagen auf 225 km/h begrenzt. Während als offizieller Rennpartner der Fahrzeughersteller Renault angegeben wurde, wurden die Batterien der Fahrzeuge von Williams Advanced Engineering hergestellt. Sie hatten ein Gewicht von 200 kg und lieferten bei einer Ladung von 1000 Volt eine Leistung von 28 Kilowattstunden. Im Rahmen der IAA in Frankfurt des Jahres 2013 fand die Präsentation des Spark-Renault SRT_01E mit großem Erfolg statt.

Was man über die Formel E wissen sollte: Gefahren wird innerstädtisch

Die Formel E in Deutschland – auch FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft und bis 2020 FIA-Formel-E-Meisterschaft genannt – ist eine Rennserie des Formelsports. Seit September 2014 wird sie neben Deutschland in vielen Ländern der Welt auf Stadtstrecken ausgetragen. Das Feeling der Zuschauer dort mag sich wie nach einem Gewinn in einem Casino mit 60 Freispielen ohne Einzahlung anfühlen, mit dem beispielsweise das passende Budget für eine Reise nach Las Vegas finanzieren könnte.

Die nachfolgende Entwicklung der Formel E

Nach ihrer Einführung wurden die Einsatzkosten der beteiligten Fahrzeuge durch den Veranstalter begrenzt: Den Rennteams wurde für die Finanzierung nur noch ein Teil der Einnahmen ihres Sponsors zur Verfügung gestellt. Zudem wurden bestimmte Eigenschaften der Aerodynamik und des Chassis von den Organisatoren vorgeschrieben.

Die Formel E angesichts der COVID-19-Krise (seit 2020)

Die sechste Staffel begann am 22. November 2019 in Riad und endet am 13. August 2020 in Berlin. Zwei weitere Hersteller schlossen sich in dieser Saison der Serie an – Mercedes-Benz und Porsche. Diese Saison wurde jedoch durch die COVID-19-Pandemie massiv gestört. Nach der Verschiebung mehrerer Rennen verkündete die Formel E am 13. März 2020 die totale Aussetzung der Saison für zwei Monate. Nach mehreren Monaten des Stillstands und etlichen Absagen von Herstellern beschlossen die Veranstalter, die Saison mit der Organisation von sechs Rennen in Berlin unter strengen Hygienemassnahmen wieder aufzunehmen.

Der E-Rennsport nach 2020: Erstes Nachtrennen

Seit der Saison 2020/2021 erhielt die Formel E den Status einer FIA-Weltmeisterschaft, da alle vorgegebenen Kriterien erfüllten wurden; mindestens vier konkurrierende Hersteller und die Rennen werden auf drei Kontinenten ausgetragen. Vor Beginn der neuen Saison gab der Veranstalter bekannt, dass er den ePrix von Mexiko-Stadt und Sanya aufgrund der instabilen Situation im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie verschieben will. Einen Monat später wurde bekannt gegeben, dass der Dariya ePrix nachts ausgetragen wird. Es war das erste Nachtrennen der Formel E.

Ende 2020, nur wenige Tage nach den Tests der Saison, gaben Audi und BMW aus verschiedenen Gründen ihren Rückzug aus der Formel E bekannt, was der erste grosse Rückschlag für die Veranstaltung war. Unmittelbar danach bestätigten allerdings andere Teams, ihr Engagement in der Formel E über das Jahr 2021 hinaus fortsetzen zu wollen. Während der laufenden Saison 2021 modifizierte der Veranstalter seinen Veranstaltungskalender mehrmals, um ihn je nach Land an die aktuelle Gesundheitssituation anzupassen, bevor die endgültige Version am 22. April 2021 veröffentlicht wurde.

Nachhaltige Entwicklung der Formel E in der Zukunft

Die Formel E ist eine besondere Umsetzung des Motorsports. Das Konzept zielt darauf ab, den Motorsport mit umweltverträglicher Nachhaltigkeit zu vereinen. So arbeiten die Kraftstoffgeneratoren beispielsweise mit Glyzerin, einem zu 100 % erneuerbaren Kraftstoff. Weiter verwendet die Formel E nur einen Satz Hybridreifen pro Rennen, die speziell von Michelin und später von Hankook entwickelt wurden, die für alle Wetterbedingungen geeignet sind. Die Rennen finden meist auf provisorischen Strecken in Zentren verschiedener Städte statt, sodass für kein Rennen eine neue Infrastruktur gebaut werden muss.

Die Organisation von Rennen in Innenstädten hat es zum Ziel, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu fördern. Es werden keine Parkplätze bereitgestellt, um diesen Ansatz zu unterstreichen. Zudem werden die Rennen regional organisiert, um den Transport effizienter zu gestalten. Eines der Hauptziele ist die Verbesserung der Luftqualität und die Verringerung von Treibhausgasemissionen sowie die Unterstützung der Forschung, Entwicklung und Förderung von Elektrofahrzeugen zur Verringerung der Luftverschmutzung in Stadtzentren. Die Formel E ist Partner des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Ihr gemeinsames Interesse ist die Verbesserung der Luftqualität, die dem Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit dienen soll. Das Ziel ist letztendlich, das Bewusstsein für eine sauberere Zukunft in der Bevölkerung zu schärfen.

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ul / fi

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