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Maximilian Günther erster deutscher Formel E Rennsieger seit 609 Tagen
© BMW Motorsport | Zoom

BMW i Andretti Motorsport Team - Maximilian Günther ist "jüngster Formel-E-Sieger aller Zeiten"

Zweiter Sieg im dritten Saisonrennen der ABB FIA Formula E Championship für BMW i Andretti Motorsport: In einem hochspannenden Finale hat sich Maximilian Günther (GER) im #28 BMW iFE.20 durch ein Überholmanöver in der letzten Runde den Sieg beim Santiago E-Prix (CHI) gesichert. Der 22-Jährige feierte in seinem erst dritten Rennen für das Team den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere und kürte sich gleichzeitig zum jüngsten Gewinner in dieser Serie aller Zeiten. Dank der 25 Punkte übernahm BMW i Andretti Motorsport die Führung in der Teamwertung. Alexander Sims (GBR) schied in Santiago vorzeitig aus.

Formel E Santiago E-Prix

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Im Qualifying hatte Sims in Gruppe 1 mit der noch rutschigen Strecke zu kämpfen und belegte nach drei Polepositions in Serie diesmal den 15. Startplatz. Günther nutzte die besseren Streckenbedingungen in Gruppe 3 perfekt aus, schaffte den Einzug in die Super Pole und sicherte sich dort als Zweiter einen Platz in der ersten Startreihe. Somit stand zum vierten Mal in Folge ein BMW Fahrzeug in Startreihe eins.
 
Während Sims zu Rennbeginn im Mittelfeld in zahlreiche harte Zweikämpfe verwickelt war und letztlich nach einem Kontakt mit der Streckenbegrenzung aufgeben musste, hielt sich Günther konstant in den Top-3. Gegen Rennende profitierte er von der starken Energieeffizienz seines BMW iFE.20 und der hervorragenden Strategie des Teams. So konnte er in der letzten Runde in einem spannenden Duell António Félix da Costa (POR) noch überholen und als Erster über die Ziellinie fahren.

Reaktionen nach dem Santiago E-Prix:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor):
 
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„Das war eine außergewöhnliche Leistung sowohl von Maximilian Günther als auch vom gesamten BMW i Andretti Motorsport Team. Unglaublich, wie reif und abgezockt Maximilian in seinem erst dritten Formel-E-Rennen für unser Team gefahren ist. Er hat sich den ersten Formel-E-Sieg und den Titel „jüngster Formel-E-Sieger aller Zeiten“ mehr als verdient. Er und das Team haben in der dramatischen Schlussphase kühlen Kopf bewahrt und die Situation genau richtig eingeschätzt. Wir haben damit gerechnet, dass António Kühlprobleme bekommen könnte und genauso ist es gekommen. Mit Hilfe dieser Einschätzung konnte Max dieses fantastische Überholmanöver in der letzten Runde durchführen. Insgesamt können wir nach zwei Siegen und zwei Polepositions in drei Rennen sowie Platz eins in der Teamwertung mit dem Saisonstart natürlich hochzufrieden sein. Alexander Sims hatte heute zwar einen harten Tag, aber er ist immer noch ganz vorne mit dabei. In der Fahrerwertung haben wir nun zwei Siegfahrer, und mit beiden werden wir beim Mexico City E-Prix wieder voll angreifen.“
 
Roger Griffiths (Teamchef BMW i Andretti Motorsport, Teamwertung: 1. Platz):
 
„Bei der Zieldurchfahrt war der Jubel in der Garage ohrenbetäubend. Zwei Rennen in Folge gewonnen zu haben und in der Teamwertung in Führung zu liegen, fühlt sich verdammt gut an. Ich freue mich sehr für Maximilian, dass er es nach der Enttäuschung in Diriyah, als er seinen zweiten Platz nachträglich verloren hat, diesmal geschafft hat und seinen ersten Sieg einfahren konnte. Gemeinsam mit seinem Renningenieur ist er ein sehr kluges Rennen gefahren. Mit Hilfe des clever eingesetzten ATTACK MODES konnte er zunächst Pascal Wehrlein und dann mit einem spektakulären Manöver Mitch Evans überholen. Gegen Rennende haben wir gesehen, dass beide Techeetah schnell aufholen, wussten aber immer, dass wir die Situation gut managen und die Temperatur der Batterie besser im Griff haben. Das ist aufgegangen, wie man am Ende bei António gesehen hat.“

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Maximilian Günther (#28 BMW iFE.20, Qualifying-Ergebnis: 2. Platz, Rennergebnis: 1. Platz, Punkte: 25, Fahrerwertung: 4. Platz):
 
„Heute ist ein Traum wahr geworden. Ich bin unglaublich glücklich über den ersten Sieg meiner Formel-E-Karriere hier in Santiago. Mein Qualifying war mit Platz zwei schon super. Nach einem nicht so guten Start auf der schmutzigen Seite der Strecke, der mich eine Position gekostet hat, haben wir dann die ATTACK MODES taktisch sehr klug eingesetzt. Dadurch konnte ich die Führung übernehmen. Bei der Hitze ging es unter anderem darum, die Temperatur der Batterie im Auge zu behalten. Das ist uns ganz gut gelungen. In der letzten Runde musste António dann auf der Gerade etwas früher coasten als ich. Da dachte ich mir ‚Jetzt oder nie’ und habe das Überholmanöver probiert. Zum Glück hat es hervorragend funktioniert.“
 
Alexander Sims (#27 BMW iFE.20, Qualifying-Ergebnis: 15. Platz, Rennergebnis: Ausfall, Punkte: 35, Fahrerwertung: 2. Platz):
 
„Erst einmal freue ich mich unglaublich für Maximilian und das Team. Max hatte schon ein herausragendes Qualifying, und im Rennen haben er und das Team alles richtig gemacht. Auch ich hatte in den Trainings eine gute Pace, konnte aber dann in Qualifying-Gruppe eins nicht viel ausrichten. Die ersten Runden meines Rennens waren ziemlich gut. Wir hatten im Mittelfeld typisches Formel-E-Racing: hart, aber gut. Ich habe dann leicht die Mauer berührt, dabei aber mein Fahrzeug so stark beschädigt, dass ich das Rennen beenden musste. So ist das Endergebnis letztlich natürlich enttäuschend.“

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