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Die Startaufstellung für den Berlin E-Prix 2019 auf dem Flughafen Tempelhof
© ABB FIA Formula E | Zoom

ABB FIA Formel E: Jeder Fahrer hat noch die Chance auf den Titel

Nach 158 Tagen kehrt die ABB FIA Formel E-Meisterschaft am Mittwoch, den 5. August, in Berlin-Tempelhof zurück auf die Rennstrecke. Beim intensivsten Saisonfinale der Motorsportgeschichte finden innerhalb von neun Tagen sechs Rennen statt, in denen der neue Titelträger ermittelt wird.

Die Formel E ist berühmt für ihre Unvorhersehbarkeit: Jedes der fünf bisherigen Rennen in dieser Saison wurde von einem anderen Fahrer gewonnen. In der vergangenen Saison gab es neun verschiedene Rennsieger. Beim diesjährigen Finale mit sechs Rennen in neun Tagen könnte tatsächlich jeder Fahrer noch Champion werden. 
 


António Félix da Costa von DS TECHEETAH liegt mit 67 Punkten an der Spitze, Mitch Evans von Panasonic Jaguar Racing hat als Zweitplatzierter nur 11 Zähler Rückstand. Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) belegt als aktuell bester Deutscher mit 44 Punkten einen aussichtsreichen vierten Platz. Generell liegen die Top-Sechs-Fahrer so eng beieinander, dass jeder von ihnen nach dem ersten Final-Lauf die Führung übernehmen könnte. Der amtierende zweifache Champion Jean-Éric Vergne (DS TECHEETAH) rangiert auf Platz acht, während ein weiterer ehemaliger Titelträger, Sébastien Buemi (Nissan e.dams), aktuell auf dem 11. Platz geführt wird. Dahinter folgt André Lotterer (TAG Heuer Porsche) mit 25 Punkten auf Platz 12, Daniel Abt (NIO 333) liegt auf Rang 17. René Rast (Audi Sport ABT Schaeffler) steht hingegen vor seinem ersten Einsatz in dieser Saison.
 
Das Qualifying-Format der Formel E in umgekehrter Reihenfolge der Meisterschaftsstände sorgt dafür, dass das Feld stets eng zusammenrückt und alle Fahrer die Chance haben, Punkte und Podestplätze zu sammeln. In den sechs Rennen ist damit Spannung vorprogrammiert.

Abt kehrt zurück in sein erfolgreiches „Jagdrevier“ 

Die größte Schlagzeile in der Zwangspause war das Aus für Daniel Abt bei Audi Sport ABT Schaeffler. Er wurde durch den amtierenden DTM-Champion René Rast ersetzt, der bereits 2016 für das Team Aguri ein Formel-E-Rennen in Berlin fuhr. Zunächst sah alles danach aus, als würde Abt, der den E-Prix von Berlin 2018 gewann, sein Heimrennen verpassen. Doch dann erhielt er vom Team NIO 333 eine zweite Chance, da der chinesische Fahrer Ma Qing Hua beim Finale der sechsten Saison nicht am Start sein wird. 
 
Weitere Neuigkeiten aus dem Fahrerlager: Sérgio Sette Camara, der Reservefahrer von Red Bull Racing, wird Brendon Hartley bei GEOX Dragon ersetzen. Bei Mahindra Racing übernimmt Alex Lynn das Cockpit von Pascal Wehrlein.

António Félix da Costa (POR) führt die Fahrermeisterschaft an, nachdem er das letzte Mal in Marrakesch gewonnen hatte
© ABB FIA Formula E
 

#PositivelyCharged 

Die Formel E ist stolz auf ihre Grundprinzipien, mit denen sie die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen möchte, um so den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die vollelektrische Meisterschaft ist darauf ausgerichtet, ein integratives, einladendes und zugängliches Umfeld für alle zu schaffen. Kurz vor dem Finale der sechsten Saison bekräftigt die Formel E nun ihre Entschlossenheit, durch den Rennsport eine bessere Zukunft zu ermöglichen und vereint gegen jede Form der Diskriminierung einzutreten. 
 
Während die Formel E seit ihrer Einführung im Jahr 2014 auf Nachhaltigkeit setzt, hat sie sich vor kurzem auch mit UNICEF zusammengetan, um den Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. Ein weiteres Ziel ist es, unterrepräsentierten Gruppen durch das Programm „Positive Futures“, das in der kommenden Saison starten wird, größere Chancen und mehr Teilhabe zu ermöglichen. 
 
Mercedes-Benz EQ wird in Berlin ebenfalls ein Zeichen setzen und in einer komplett schwarzen Lackierung an den Start gehen, um damit gegen Rassismus und Diskriminierung Stellung zu beziehen. Weitere Aktivitäten der #PositivelyCharged-Kampagne werden im Rahmen des ersten Rennens in Berlin am 5. August vorgestellt.

Ein noch nie dagewesenes Vorhaben in einer veränderten Welt  

Die Formel E startete zuletzt Ende Februar beim E-Prix von Marrakesch. Seitdem hat sich die Welt durch die COVID-19-Pandemie verändert. Die Meisterschaft trägt den Geschehnissen der vergangenen Monate Rechnung: Das Finale wird ohne Publikum vor Ort stattfinden, um so sicher und nachhaltig wie möglich zu fahren.
 


Um die Pandemievorschriften für Sportgroßveranstaltungen in Deutschland zu erfüllen, werden nicht mehr als 1.000 Personen vor Ort zugelassen, so dass sich die Teams auf das notwendige Einsatzpersonal beschränken. Bei der Ankunft in Deutschland wird ein erster Corona-Test mit allen Personen durchgeführt. Danach wird es weitere umfassende Tests mit allen Personen geben, die vor Ort ankommen, und zwar regelmäßig während des gesamten Veranstaltungszeitraums. Die festgelegten Sicherheitsvorkehrungen haben es ermöglicht, dass die Meisterschaft fortgesetzt werden kann und die Fahrer wieder das tun können, was sie am besten können.
 
In der rennfreien Zeit sorgten die Online-Rennen der ABB Formula E Race at Home Challenge zugunsten von UNICEF für eine willkommene Abwechslung für Fahrer wie Maximilian Günther und den späteren Sieger Stoffel Vandoorne, die beide den virtuellen Sportwettbewerb dominierten. Nun ist jedoch die entscheidende Frage: Welcher Fahrer ist nach der fast fünfmonatigen Rennpause auf die Strapazen der bevorstehenden Mega-Veranstaltung mit sechs E-Prix in neun Tagen am besten vorbereitet?

ABB FIA Formula E / DW