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Zuschauer bilden bei Mexiko-Gastspiel der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft neue Normalität
© ABB FIA Formula E | Zoom

10.000 Zuschauer in Puebla auf der "Mexican Wave" in die zweite Saisonhälfte der Formel E

„La Ola“ für Saisonhälfte zwei – die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft meldet sich mit den Saisonrennen acht und neun aus der Sommerpause zurück. In Puebla (Mexiko) steht am kommenden Wochenende (19. und 20. Juni) ein sogenannter Doubleheader auf dem Programm, noch dazu auf einer absolut neuen Rennstrecke für die Formel-E-WM. Und nicht nur das Ende einer 42-tägigen Rennabstinenz ist ein Grund für eine „Mexican Wave“: Zwei Autostunden von Mexiko-Stadt entfernt sind auf dem permanenten Kurs von Puebla 10.000 Zuschauer zugelassen. Auch sportlich steigt die Stimmung: Vor den verbleibenden acht Saisonrennen in Puebla (Mexiko), New York City (USA), London (Großbritannien) und dem großen Saisonfinale in Berlin gehen Robin Frijns (NED; Envision-Virgin-Audi) in der Fahrer- und Mercedes-EQ in der Team-Wertung als Führende ins Rennen. Neben Audi und Mercedes-EQ stehen mit Porsche und BMW zwei weitere deutsche Automobilhersteller am Start.

Von Höhe und Überhöhung: Puebla ganz spezieller Austragungsort der Formel E

 
Start und Ziel auf 2.295 Metern über Normalnull – was für herkömmliche Antriebe mit Verbrennungsmotoren etwa 20 Prozent Leistungsverlust bedeutet, hat für die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft dank rein elektrischen Antriebs keine größeren Konsequenzen: Die 24 Fahrer von zwölf Teams können je nach Session und den dann herrschenden Regeln auf die vollen 250 kW (335 PS) zugreifen. Allerdings müssen sie wegen des geringeren Luftdrucks und etwaigen hohen Temperaturen die Batteriekühlung während der Energie-Rückgewinnung im Auge behalten. 
 
Puebla ist für die Formel E ohnehin alles andere als „Business as Usual“ – einem sehr rauen Asphalt mit niedrigem Grip-Level sei Dank. Und da wäre natürlich noch Turn 15. Die letzte 180-Grad-Kurve der 2,982 Kilometer langen Runde weist einen Radius von 118 Metern auf, dazu ist sie um knapp vier Grad überhöht. Und noch eine Besonderheit wartet auf die Formel-E-Fahrer: Der Attack-Mode wird diesmal in einer sogenannten Joker-Kurve aktiviert. In Turn 8 nehmen die Fahrer dafür einen deutlich längeren Weg, gleichbedeutend mit rund vier Sekunden Zeitverlust, allerdings verbunden mit der Aussicht auf 35 Extra-kW für den Zeitraum von vier Minuten.
 

Drei, zwei, eins … Frijns – die Gejagten in der zweiten Hälfte der Season Seven

 
Zahlen, bitte: In Sachen Meisterschaft – erstmals werden in der Formel E WM-Titel vergeben – beginnt in Puebla die heiße Phase der aktuell laufenden Season Seven. Die beste Ausgangslage in der Fahrerwertung haben diese drei Herren: Robin Frijns (NED), dessen Envision-Virgin-Team auf einen Antriebsstrang von Audi setzt, dicht gefolgt von Mercedes-EQ-Vertreter Nyck de Vries (NED) und Jaguar-Racing-Pilot Mitch Evans (NZL). De Vries hat fünf Zähler Rückstand auf Frijns, Evans acht. Für einen Sieg werden 25 Punkte vergeben, dazu Zusatzzähler für die Bestzeit aller Qualifying-Gruppen, für die Pole-Position nach dem Einzelzeitfahren der Top Sechs sowie für die schnellste Rennrunde – kleine, feine und womöglich WM-entscheidende Extras, die von den Formel-E-Partnern Julius Bär und TAG Heuer unterstützt werden.
 
In der Teamwertung nimmt Mercedes-EQ einen hauchdünnen Vorsprung mit in die zweite Saisonhälfte. 105 zu 103 steht es im Duell mit Jaguar Racing, 98 Zähler bringt Titelverteidiger DS Techeetah mit. Die deutschen Werksteams BMW i Andretti Motorsport (55 Punkte), Audi Sport ABT Schaeffler (53) und das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team (50) folgen auf den Plätzen fünf, sechs und sieben.
 

Das Sporthighlight kommt nach dem Abpfiff: SAT.1 überträgt Formel-E-Rennen live

 
SAT.1 zeigte beide Rennen in Puebla, die jeweils um 16:00 Uhr Ortszeit starten, live im deutschsprachigen Free-TV. Aufgrund der Zeitverschiebung nach Mexiko beginnt die Berichterstattung um 22:30 Uhr, bevor um 23:00 Uhr die Rennen übertragen werden. Alle anderen Sessions werden wie gewohnt auf ran.de gezeigt. Also genau zur rechten Zeit, wenn anderenorts der Abpfiff ertönt und ein packender Sporttag ein weiteres Highlight bietet.

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