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Zum zweiten Mal auf dem Nürburgring ganz oben auf dem Podium: Théo Pourchaire
© ADAC Formel 4 | Zoom

ADAC Formel 4: Zweiter Triumph für Gesamtführenden Pourchaire

(Speed-Magazin.de) Spitzenreiter Théo Pourchaire hat auch das zweite Rennen der ADAC Formel 4 auf dem Nürburgring gewonnen. Nach seinem Erfolg am Samstag fuhr der 15-jährige Franzose auf nasser Strecke und 17 Grad einen Start-Ziel-Sieg nach Hause und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus.

"Ich bin sehr glücklich, zwei Heimsiege für das Team zu holen. Ich freue mich extrem für das Team und natürlich auch für mich", sagte Pourchaire und fügte mit Blick auf das abschließende Rennen um 17 Uhr an: "Klar ist es ein Ziel, alle drei Rennen an einem Wochenende zu gewinnen. Ich werde von Platz acht starten, es soll wohl regnen. Also ist alles möglich. Ich werde alles geben."

Hinter dem Piloten von US Racing CHRS kam der Russe Michael Belov (17) von R-ace GP ins Ziel, der das erste Podium seiner ADAC Formel 4-Karriere feierte. Als Dritter komplettierte Pourchaires Teamkollege und Gesamtzweite Arthur Leclerc (18, Monaco) das Podium. Alessandro Ghiretti (17, Frankreich) rundete die starke Performance vom Team US Racing CHRS um die Chefs Ralf Schumacher und Gerhard Unger beim Heimrennen als Vierter vor Dennis Hauger (16, Norwegen, Van Amersfoort Racing) und Oliver Rasmussen (18, Dänemark, Prema Powerteam) ab.

Im letzten Rennen auf der Traditionsstrecke in der Eifel am Nachmittag wird US Racing-Pilot Roman Stanek (15, Tschechien) von der Pole Position vor seinem Rookie-Kollegen Joshua Dürksen (15, Paraguay, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.), Rasmussen, Hauger, Ghiretti, Leclerc, Belov und Pourchaire starten.

Die Verhältnisse am Morgen erwiesen sich als ungleich schwerer als noch am Samstag, als die Strecke nach einem kurzen Schauer schnell wieder abgetrocknet war. In der Eifel hatte es in der Nacht zum Sonntag geregnet, sodass das Feld geschlossen auf Regenreifen setzte.

Dennis Hauger kam auf Platz zwei beim Start am besten weg und ging vor Polesetter Pourchaire in die erste Kurve, doch der Franzose wählte die Innenbahn und ging wieder am Norweger vorbei. Leclerc erwischte einen optimalen Start und verbesserte sich nach der Auftaktrunde von Position fünf auf vier. Dagegen verlor Stanek, derzeit bester Rookie der Highspeedschule des ADAC, zwei Plätze und reihte sich als Sechster ins Feld ein.

In der dritten Runde fuhr Hauger unter Druck eine harte Linie, kam auf die Curbs und drehte sich. Vom Fehler des Norwegers profitierten die Verfolger Ghiretti, Leclerc und Belov, der in der Zwischenzeit von Platz acht bis in die Spitzengruppe vorgefahren war. In der Folge entwickelte sich hinter dem souverän führenden Pourchaire ein spannender Dreikampf um Platz zwei, den Belov mit klugen Manövern für sich entschied. Der Russe griff die beiden US Racing-Piloten Ghiretti und Leclerc an, nutzte eine Lücke und schob sich auf Rang zwei vor.

Pourchaire beeindruckten die Duelle wenig. Der Franzose, der am Dienstag seinen 16. Geburtstag feiert, baute seinen Vorsprung auf beruhigende sechs Sekunden auf Belov aus, zwei Sekunden dahinter folgte Leclerc, der nach einem Fehler von Ghiretti Position drei einnahm. In dieser Reihenfolge sah das Trio dann auch nach 30 Minuten ohne eine Safety Car-Phase die Zielflagge.

In der Gesamtwertung hat Pourchaire nun 188 Punkte auf dem Konto. Leclerc, der jüngere Bruder von Formel 1-Star Charles Leclerc, bleibt mit 126 Zählern Zweiter vor Alessandro Ghiretti mit 110 Punkten. Der beste Rookie der bisherigen Saison Stanek belegt mit 104 Zählern Rang drei knapp vor Hauger (103) und Gianluca Petecof (16, Brasilien, Prema Powerteam), der nach seinem neunten Platz 101 Punkte aufweist.

Das 14. Saisonrennen startet um 17 Uhr, ehe die Piloten der Highspeedschule des ADAC erst in knapp vier Wochen ab dem 13. September am Hockenheimring an den Start gehen.

ADAC Motorsport