Porsche Penske Motorsport hat seine WEC-Premiere bestanden
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WEC: Porsche Penske Motorsport fährt beim WEC-Debüt in die Top fünf

Der erste Lauf der diesjährigen FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC fand im sonnigen Florida statt. Dank einer sauberen Vorstellung mit kluger Strategie und konkurrenzfähigen Fahrern hat das neu geformte Werksteam Porsche Penske Motorsport die 1000 Meilen von Sebring bei seinem WEC-Debüt auf den Positionen fünf und sechs beendet.
 

Die 1000 Meilen von Sebring waren der mit Spannung erwartete erste Renneinsatz für den in Mannheim (D) basierten WEC-Ableger von Porsche Penske Motorsport. Nach einer extrem arbeitsreichen Vorbereitungswoche mit Prolog sowie schwierigen ebenso wie problemfreien Trainingssitzungen hat das Werksteam in einem achtstündigen Rennen ohne nennenswerte Zwischenfälle 18 wertvolle WM-Punkte eingefahren. Nach dem ersten Saisonlauf steht es auf Platz drei der Hypercar-Herstellerwertung.
 
Der Meilenstein in der Geschichte des Endurance-Rennsports ist ein stolzer Moment für das neu zusammengestellte Team Porsche Penske Motorsport. Es wurde gegründet, um mit dem speziell für diese Kategorie entwickelten Porsche 963 anzutreten. Nach der mehr als einwöchigen Test- und Vorbereitungsphase auf dem Sebring International Raceway kam es für die in Mannheim (D) beheimatete Mannschaft vor allem darauf an, im Rennen schnell in einen guten Rhythmus zu finden und eine fehlerfreie Vorstellung abzuliefern.

Die Porsche 963 beenden die 1000-Meilen-Sebring auf Platz fünf und sechs
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Das extrem engagierte Team startete in das 1000-Meilen-Rennen von den Plätzen sechs und sieben. Nach insgesamt zwölf nahezu perfekten Boxenstopps, 470 problemfreien Runden und begeisternden Positionskämpfen auf der Strecke zeigt sich General Manager Bernhard Demmer zufrieden mit der Performance seiner Mannschaft: „Wenn ich mir das Team jetzt anschaue und dabei bedenke, dass wir uns alle erst seit wenigen Monaten kennen, bin ich sehr stolz auf sie. Jedes einzelne Team-Mitglied hat sich für dieses Programm voll eingebracht und heute unter schwierigen Bedingungen eine außergewöhnliche Arbeit abgeliefert. Sicher gibt es noch viele Bereiche, in denen wir uns als Mannschaft weiter verbessern können. Aber die Basis wird jeden Tag stärker und stärker. Ich möchte mich bei allen Beteiligten an unseren Standorten in Mannheim und Mooresville sowie bei den Kolleginnen und Kollegen in Weissach für ihren Einsatz und ihr Engagement bedanken. Nach dem Zusammenpacken und der Heimreise haben wir ein paar Tage frei, bevor auch die Rennwagen für die nächste Testsession zurück sind. Dann machen wir mit gleichem Schwung weiter.“
 
Die Konkurrenzfähigkeit der beiden Porsche 963 reichte im Rennen deutlich näher an das Niveau der führenden Wettbewerber heran als noch am Tag zuvor während des Qualifyings. Dane Cameron (USA), Michael Christensen (DK) und Frédéric Makowiecki kämpften sich mit dem Nummer-5-Rennwagen in die Top 5, während das Schwesterauto von Kévin Estre (F), André Lotterer (D) und Laurens Vanthoor (B) mit 25 Sekunden Abstand auf den sechsten Platz fuhr.
 
„Ehrlich gesagt haben wir auf der Strecke nicht die Ergebnisse eingefahren, die wir uns erhofft haben – aber es gibt auch viel Positives“, betont Christian Eifrig, Technischer Leiter Porsche 963. „Wer die Zuverlässigkeitsthemen, die uns noch beim 24-Stunden-Rennen in Daytona geplagt haben, mit der insgesamt hier in Sebring nahezu problemfrei zurückgelegten Distanz von 16 Stunden vergleicht, erkennt: Unsere harte Arbeit hat Früchte getragen. Kein wesentlicher Defekt hat unsere Performance beeinträchtigt. Wir müssen jetzt nur die Arbeit mit dem Auto und an der Abstimmung fortführen, um besser zu verstehen, wie wir das Potenzial des Porsche 963 optimal ausschöpfen können. Im 12-Stunden-Rennen der IMSA am Samstag erzielen wir hoffentlich ein besseres Resultat. Wir wollen noch mehr Daten und Erfahrungen sammeln, die wir mitnehmen können für bevorstehende Testfahrten in Portimao und Long Beach.“

Werksteam fährt mit strategisch rundem Rennen in die Punkteränge
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In Portimao hat das WEC-Team von Porsche Penske Motorsport im vergangenen Monat überhaupt seinen ersten Test durchgeführt. Vor dem 6-Stunden-Rennen auf der Algarve-Strecke kehrt es nun erneut für weitere Entwicklungsarbeit auf den Kurs zurück. Zuvor gehen die beiden Porsche 963 des IMSA-Arms von Porsche Penske Motorsport im Rahmen des Super-Sebring-Wochenendes am Samstag bei den 12 Stunden von Sebring ins Rennen. Die Nummer 6 hat sich für Startplatz zwei qualifiziert, das Schwesterauto für die siebte Position.
 
Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske Motorsport: „Es war ein heißer Tag und das Team hat einen tollen Job abgeliefert – keine Fehler bei den Boxenstopps und nur kleinere Zwischenfälle auf der Strecke. Noch fehlt es uns ein wenig an Performance, daran müssen wir arbeiten. Alles in allem können wir aber zufrieden sein, denn wir sind mit beiden Autos ins Ziel gefahren und haben eine Menge gelernt, auf dem wir jetzt aufbauen können. Einige Erfahrungswerte, zum Beispiel was Reifen-Management betrifft, sollten uns beim IMSA-Rennen nutzen. Wir haben jetzt einige gute Daten, wie sich die Reifen bei unterschiedlichen Temperaturen verhalten. Die kannten wir vor dem Beginn des heutigen Tages noch nicht.“
 
Die 12 Stunden von Sebring beginnen am Samstag (18. März) um 10:10 Uhr Ortszeit auf dem Sebring International Raceway.

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