WEC 2013 - Fuji 6h Rennen: Audi startet zum fünften Mal in der Saison vom ersten Platz ins Rennen
(Speed-Magazin / WEC 2013) Audi sicherte sich beim sechsten Saison-Qualifying zum 6-Stunden Rennen auf dem Fuji International Speedway die fünfte Pole-Position. Es waren die amtierenden Weltmeister Marcel Fässler, Andre Lotterer und Benoit Treluyer die Audis fünfte Pole der Saison 2013 perfekt machten. Zuletzt stand das WM-Trio in Spa und Sao Paulo auf dem Platz an der Sonne.Von Anfang an drückte die Startnummer „1“ dem Zeittraining am Fuss des schneebedeckten Mount Fuji ihren Stempel auf. André Lotterer (D) begann das Zeittraining im Audi R18 e-tron quattro mit einer Rundenzeit von 1.26,481 Minuten und erzielte im nächsten Anlauf mit seiner Zeit von 1.26,235 die Bestzeit des gesamten Qualifyings. Damit unterbot der in Tokio lebende Deutsche den bestehenden Qualifying-Rundenrekord in Fuji deutlich – noch vor einem Jahr war Toyota-Pilot Kazuki Nakajima 1,264 Sekunden langsamer. Anschliessend übergab Lotterer sein Auto an Benoît Tréluyer (F). Im Schnitt der vier besten Runden, aus denen sich das WEC-Qualifying errechnet, ergab sich für den schnellsten Audi eine Zeit von 1.26,577 Minuten.
Das Schwesterauto mit der Startnummer „2“ qualifizierte sich für Startplatz vier. Allan McNish (GB) und Loïc Duval (F) teilten sich die Aufgaben im Cockpit und erreichten im Schnitt eine Zeit von 1.27,425 Minuten. Beide Piloten hatten weniger Glück, da sie nicht immer eine freie Runde fanden. Tags zuvor hatte das Team ausserdem wegen unplanmässiger Reparaturen rund eineinhalb Stunden Fahrpraxis verloren, nachdem ein GT-Teilnehmer den Rennwagen der Le-Mans-Sieger gerammt hatte. Dennoch können Duval/Kristensen/McNish den Sonntag ohne Druck angehen – als Tabellenführer starten sie mit 32 Punkten Vorsprung in das Rennen.
© Audi
„Eine Pole-Position ist immer ein perfekter Start ins Rennwochenende“, pflichtete der Audi LMP-Leiter Chris Reinke seinem Chef bei. „Unseren beiden Japan-Protagonisten ist eine tolle Leistung gelungen. Dies ist eine gute Ausgangsposition für das Rennen. Bei Auto Nummer ‚2’ dürfen wir nicht vergessen, dass eine komplette Session verloren ging. Ein Kompliment an die Mannschaft, die den stark beschädigten Rennwagen wieder aufgebaut hat. Das Auto war im Qualifying durchaus in Reichweite, aber trotzdem werden wir noch detailliert analysieren und arbeiten, um noch ein bisschen schneller zu werden.“
Auch Audis Technischer Direktor Ralf Jüttner war vom Ergebnis erfreut. „Das Qualifying-Ergebnis ist schön und es war gut, einen weiteren Meisterschaftspunkt für Audi eingefahren zu haben. Die beiden Fahrer, die das Qualifying gefahren sind, waren sehr zufrieden. Ihre Rundenzeiten waren gut – sogar schneller als erwartet. Aber das war auch nötig, da die beiden Toyota dicht dahinter lagen. Auto Nummer ‚2’ liegt etwas weiter hinten. Die Fahrer waren mit der Balance nicht ganz zufrieden. Daran müssen wir für Sonntag noch arbeiten. Aber die Startreihen eins und zwei sind gute Ausgangspositionen.“
Stephan Carls