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20 Mal ging Michelin bereits als Sieger hervor
© Audi | Zoom

Michelin bei den 24h in Le Mans: Zwölf Monate Vorbereitung auf 24 spannende Stunden

(Speed-Magazin) Das berühmteste Langstreckenrennen der Welt gewinnt niemand per Zufall. Erfolg in Le Mans ist immer das Ergebnis präziser Präparation, langer Erfahrung und unbedingtem Willen aller Beteiligten – von den Teams über die Fahrer sowie den beteiligten Werken und Konstrukteuren bis hin zu ihren Reifenpartnern. Für Michelin sind die 24 Stunden von Le Mans ein Projekt, das zeitgleich mit dem Fallen der Zielflagge neu beginnt. Aufwändige Daten- und Reifenanalysen liefern dabei die Grundlage für Produktverbesserungen. Die neuentwickelten Pneus werden bereits im Herbst ersten Versuchen unterzogen, die nächste Ausbaustufe zu Beginn des neuen Jahres nochmals überprüft und von den Partnerteams bereits bei den ersten Rennen der Saison unter Wettbewerbsbedingungen getestet.

Anders als viele andere Rennserien und Meisterschaften setzt die Langstrecken-WM und mit ihr auch Le Mans auf freien Konkurrenzkampf zwischen den Reifenmarken. Um seinen Nummer-1-Status zu verteidigen, entwickelt Michelin seine Wettbewerbs-Pneus ständig weiter – auch, um stets auf Augenhöhe mit den unentwegten Technologiesprüngen und Innovationen auf Seiten der Hersteller und Werksteams zu bleiben. Für 2012 hat Michelin sein Produktprogramm daher zu 80 Prozent erneuert.

Die Strecke stellt ganz spezifische Anforderungen an die Pneus
Die Strecke stellt ganz spezifische Anforderungen an die Pneus
© Audi
Denn auch die aktuell 13,629 Kilometer lange Strecke stellt ganz spezifische Anforderungen an die Pneus der Rennwagen. Sie führt zu mehr als 85 Prozent über gewöhnliche Landstraßen, die für den Rest des Jahres schwerem Lkw-Verkehr ausgesetzt sind – und dementsprechend mit Längsrillen und unterschiedlichen Asphaltqualitäten aufwarten. Nicht nur der permanente „Circuit Bugatti“, auch die Hochgeschwindigkeits-Passagen der legendären „Hunaudières“-Geraden haben im Verlauf des vergangenen Jahres eine neue Teerdecke erhalten.

2011 kam der siegreiche Audi mit 9 Pneu-Sätzen von Michelin aus
2011 kam der siegreiche Audi mit 9 Pneu-Sätzen von Michelin aus
© Audi
Weitere Erschwernis: Niemand kann auf dem „Circuit des 24 heures“ testen – ausgenommen beim offiziellen Testtag und den Trainingssitzungen in der Rennwoche selbst. Gemeinsam mit seinen Partnern muss Michelin auf andere Strecken ausweichen und die dort gesammelten Daten auf die besonderen Verhältnisse von Le Mans umrechnen.

Doch nicht alles lässt sich simulieren – wie zum Beispiel die Witterungsverhältnisse, die über die Länge des Kurses betrachtet oftmals extrem abweichen können: Während es auf der einen Seite noch trocken ist, kann es auf der anderen heftig regnen oder wieder abtrocknen. Dann kommt es vor allem auf Erfahrung an – und davon kann Michelin seinen Partnerteams eine ganze Menge anbieten.

24h Le Mans und Michelin in Zahlen
5 Tank-Stints am Stück auf nur einem Satz Rennreifen von Michelin legte der siegreiche Audi R18 TDI im vergangenen Jahr bei den 24 Stunden von Le Mans zurück.
9 Sätze Rennreifen genügten dem Audi mit der Startnummer 2, um das Rennen zu gewinnen.
20 Mal ging Michelin bei den 24 Stunden von Le Mans bereits als Sieger hervor, zuletzt bei 14 Rennen in Folge.
28 Prozent weniger Reifen hat der Audi R18 TDI der 2011er Sieger André Lotterer, Marcel Fässler und Benoît Tréluyer verbraucht als der Erstplatzierte im Jahr 2009.
50 Prozent Laufleistung haben die einzelnen Reifensätze von Michelin 2011 mehr zurückgelegt als noch in der Saison 1998.
100 Grad Celsius ist ungefähr die optimale Betriebstemperatur eines Slick-Reifens im Langstreckensport.
150 Zutaten sind vonnöten, um einen Langstrecken-Rennreifen von Michelin zu produzieren. Hierzu zählen natürlicher wie synthetischer Kautschuk, aber auch Textilfasern wie Nylon und Polyester sowie Harze, Phosphat, Wachs und vieles andere.
257 Tonnen Kohlendioxid konnten durch das Recycling der Le Mans-Rennreifen von 2011 gespart werden.
331,1 km/h ist die höchste gemessene Geschwindigkeit eines Rennwagens bei den offiziellen Le Mans-Vortests am 3. Juni, aufgestellt vom neuen, auf Michelin rollenden Toyota TS030 Hybrid mit der Startnummer 7.
6.500 Mal werden die Flanken eines jeden Reifens im Verlauf einer Le Mans-Runde komprimiert. Dies summiert sich während eines 13-Runden-Stints auf 84.500 Komprimierungen.

Michelin / D. Dukes