Anzeige

Tom Kristensen freut sich auf die 24h von Le Mans
© Audi | Zoom

FIA WEC Le Mans 24h: Tom Kristensen spricht über den Audi R18 e-tron quattro

(Speed-Magazin) Der Däne Tom Kristensen, der sich den Audi Sport Team Joest Audi R18 e-tron quattro mit der Nummer 2 mit Allan McNish und Dindo Capello teilt, spricht über die Unterschiede zwischen der Hybridversion des R18 und dem konventionellen R18 Ultra.

"Selbst wenn die Autos dieses Jahr aus der Entfernung genau wie die letztjährigen R18 aussehen, sind ungefähr 90 Prozent der Teile neu", begann Kristensen. "Das Chassis hat sich ein wenig verändert und es ist bei beiden Fahrzeugen nahezu identische, mit der Ausnahme, dass dort wo das e-tron System verbaut ist, das Chassis angepasst wurde."

Das Team um den R18 e-tron quattro Nummer 2
Das Team um den R18 e-tron quattro Nummer 2
© Audi
"Das e-tron System startete bei 100kg, wurde aber mittlerweile um 20kg leichter gemacht, sodass der Wagen gerade über das Minimalgewicht von 900kg kommt", so der 44-Jährige weiter. "Der Ultra ist mit Zusatzgewichten auf dieses Gewicht gebracht, sodass er den Vorteil hat, das Gewicht verschieben zu können, um die Balance zu optimieren. In den Kurven und beim Bremsen zieht das e-tron System Energie aus den Vorderreifen und speichert diese auf einem Schwungrad.

Wenn man dann aus der Kurve ist und die Geschwindigkeit über 120km/h ist, was per Reglement vorgeschrieben ist, kann man die gespeicherten 500kJ auf 3,3 Sekunden verteilt verbrauchen. Das entspricht für diese kurze Zeit ungefähr 210 PS zusätzliche Leistung. Man merkt es nicht direkt, aber man ist schneller. Leider haben wir weniger Top-Speed, da holt der Ultra dann das auf, was wir beim Rausbeschleunigen gewinnen."

Manuel Schulz