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Jean Todt - FIA Präsident
© FIA WEC | Zoom

FIA WEC: Jean Todt spricht über die Aktion für Sicherheit auf der Strasse

(Speed-Magazin) Jean Todt, der seit 2009 FIA Präsident ist, will zwei Missionen erfüllen. Zum Einen will er die Regeln und Gesetze des Motorsports vereinheitlichen und die Sicherheit der Autofahrer erhöhen. Der Mann der Peugeot Sport und die Scuderia Ferrari zum Erfolg führte, geht die Sicherheit auf der Strasse direkt durch die ´Action for Road Safety´ an.

Was ist das Ziel der ´Action for Road Safety´?
Jean Todt: "Das ist einfach erklärt. Es gibt 1,3 Millionen Verkehrstote jedes Jahr und 50 Millionen Verletzte. 90% der Opfer leben in Entwicklungsländern. Sicherheit auf der Strasse ist die höchste Priorität der FIA und das Ziel ist es innerhalb von 10 Jahren 5 Millionen leben zu retten. Durch Bildung, Unterstützung der Strasseninfrastruktur, aber auch durch Verbesserung der Fahrzeuge. Es ist nicht einfach eine Helm oder Sicherheitsgurtpflicht einzuführen, wenn 50% der Welt nicht einmal Zugriff auf sauberes Trinkwasser haben."

Todt:
Todt: "Die Sicherheit im Motorsport hat einen langen Weg hinter sich"
© FIA WEC
Was ist die Rolle des Motorsports in dieser Kampagne?
Jean Todt: "Die Sicherheit im Motorsport hat einen langen Weg hinter sich. Die Kurse haben sich verändert, die Wagen und die Ausrüstung der Fahrer. Wir brauchen diese Fortschritte damit wir den Alltagsfahrern helfen können. Rennfahrer sind mächtige Botschafter. Wir müssen die Leute so erziehen, dass sie die Regeln respektieren."

Dieses Thema liegt ihnen am Herzen. Warum?
Jean Todt: "Wenn man nur ein Leben retten kann, dann muss man es tun. Ich hatte grossen Erfolg bei meiner Arbeit und jetzt möchte ich der Öffentlichkeit etwas zurück geben."

Die 24 Stunden von Le Mans finden in Frankreich statt. Wie ist es dort mit der Sicherheit auf der Strasse bestellt?
Jean Todt: "Frankreich hat in den letzten 20 Jahren sensationelle Fortschritte gemacht, aber wir sind noch nicht am Ende dessen, was erreicht werden kann. Die Regeln werden auf wichtigen Strassen und Autobahnen durchgesetzt, aber die meisten Unfälle passieren auf Nebenstrassen, wo weniger kontrolliert wird und die Infrastruktur in schlechterem Zustand ist. Viele Unfälle könnten vermieden werden."

Manuel Schulz