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Audi gewinnt - Das Le Mans Podium 2012
© Audi | Zoom

24h Le Mans 2012: Audi triumphiert bei der 80. Auflage der 24 Stunden von Le Mans

(Speed-Magazin) Audi konnte das große Ziel in der 80. Auflage der 24 Stunden von Le Mans realisieren. Die Ingolstädter holten in der LMP1-Klasse trotz mehrerer Unfälle einen souveränen Dreifach-Sieg. Am Ende standen erneut André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Tréluyer auf dem Sieger-Podest. Toyota nach starker Leistung früh aus dem Rennen ausgeschieden.

Audi war auch in der diesjährigen Auflage der 24 Stunden von Le Mans das Maß aller Dinge. In der LMP1-Klasse ließen die Ingolstädter zu keiner Zeit was anbrennen. Auch wenn Toyota sich als würdiger Gegner erwies, die allerdings viel zu früh aus dem Rennen ausgeschieden sind, dominierte Audi das Geschehen an der Sarthe.

Für Capello war es nach einer langen Karriere sein letzter Auftritt
Für Capello war es nach einer langen Karriere sein letzter Auftritt
© Audi
Während André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Tréluyer dem elften Sieg seit 2000 entgegen fuhren, mussten Dindo Capello, Tom Kristensen und Alain McNish im Audi Nummer 2 mit demselben Platz vorlieb nehmen. Für den Italiener Dindo Capello war es wohl nach einer langen und erfolgreichen Karriere der letzte Auftritt beim 24-Stunden Klassiker in Frankreich.

Hinter dem Audi-Duo komplettierte Audi Nummer 4 mit den Newcomern Marco Bonanomi, Olivier Jarvis und dem Routinier Mike Rockenfeller den Dreifacherfolg der Ingolstädter. Für den Audi Nummer 4 mit Romain Dumas, Loic Duval und Marc Gené verlief das Rennen nicht so erfolgreich. Zweimal musste die Audi-Truppe den Audi R18 ultra nach Unfällen instandsetzten. Dennoch sahen auch das Audi Trio die Zielflagge auf Platz 5.

Einen Audi-Vierfacherfolg konnte letztendlich das Rebellion-Team mit dem Ex-Formel-1-Weltmeister Nick Heidfeld verhindern. Mit dem Lola B12/60 Coupe, angefeuert vom Toyota Aggregat, landete das Trio nach 24 Stunden auf dem vierten Rang. Für den stärksten Konkurrenten der Audis im Feld war das Langstreckenrennen bereits früh gelaufen. Nach einem heftigen Unfall von Anthony Davidson, musste die Nummer 8 bereits nach wenigen Stunden aufgeben. Davidson wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus abtransportiert.

Nicht genug des Pechs musste auch der Toyota #7 das Rennen beenden
Nicht genug des Pechs musste auch der Toyota #7 das Rennen beenden
© Toyota
Nicht genug des Pechs, musste auch wenige Stunden später der Toyota Nummer 7 das Rennen beenden. Nach einer mehrstündigen Reparatursitzung gab es kein Comeback mehr auf der Strecke. Enttäuscht musste das Deutsch-Japanische Team, die anfangs gut bei der Musik waren die Segel streichen.

Hinter dem Audi auf Position fünf realisierten David Bradham, Karun Chandhok und Peter Dumbreck im HPD ARX 03a mit Honda-Power Position sechs. Das JRM-Team erlebte ebenfalls nach einigen größeren Reparatur-Stopps ein spektakuläres Rennen. Hinter dem JRM-Team beendete der zweite Rebellion-Lola das Rennen in der LMP1-Klasse. Auch Andrea Belicchi, Harold Primat und Jeroen Bleekemolen wurden durch einen Unfall, und daraus resultierendem Reparatur-Stopp zurückgeworfen.

In der LMP2-Klasse machte Starworks Motorsport im HPD ARX 03b - Honda den Sack zu. Vicente Potolicchio, Ryan Dalziel und Thomas Kimber-Smith überquerten als Klassenerster die Ziellinie nach 24 Stunden. Auf den weiteren Plätzen reihten sich in der LMP2-Klasse gleich drei Oreca 03-Nissan ein. Thiriet by TDS Racing mit ihren Fahrern Mathias Beche, Pierre Thiriet und Christophe Tinseau, sicherten sich den zweiten Platz vor den Markenkollegen Luis Perez Companc, Soheil Ayari und Pierre Kaffer, die ebenfalls vor dem dritten Oreca 03-Nissan mit Nelson Panciatici, Pierre Ragues und Romain Rusinov blieben. Die Top5 komplettierte der Zytek Z11SN - Nissan von Greaves Motorsport.

Siegesfeier der Fans in Le-Mans
Siegesfeier der Fans in Le-Mans
© Audi
In der LM GTE Pro-Klasse setzte sich am Ende der Ferrari 458 Italia mit Giancarlo Fisichella, Gianmaria Bruni und Toni Vilander durch. Das Team hatten im freien Training noch einen heftigen Abflug hinnehmen müssen und wurde nahezu völlig neu wieder aufgebaut. Hinter dem AF Corse Team realisierte Luxury Racing einen Ferrari-Doppelsieg in der Klasse. Mit einer Runde Rückstand sahen Frédéric Makowiecki, Jaime Melo und Dominik Farnbacher das Ziel. Hinter dem Ferrari-Duo komplettierte der Aston Martin Vantage V8 mit Adrian Fernandez, Stefan Mücke und Darren Turner das Podium der Klasse.

Die LM GTE Am-Klasse dominierte die gelbe Chevrolet-Corvette C6 ZR1 von Labre Competition. Patrick Bornhauser, Julien Canal und der Routinier Pedro Lamy überquerten als erste die Ziellinie nach 24 Stunden, während die zweiplatzierten Nicolas Armindo, Raymond Narac und Anthony Pons kurz vor dem Ende des Rennen wegen eines Reifenschadens nochmal um das Podium bangen mussten. Tracy Krohn, Nicolas Jönsson und Michele Rugolo von Krohn-Racing, fuhren im Ferrari auf den letzten Podiumsplatz.

Ist noch zu erwähnen, dass der Deltawing Nissan, nach einem Einschlag das Rennen beenden musste. Allerdings war der Prototyp, der besonderen Art außerhalb der Konkurrenz unterwegs. Von ursprünglich 56 Fahrzeugen kamen am Ende 35 ins Ziel.

Stephan Carls