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Jake Hughes: „Wir hätten den Sieg verdient gehabt.“
© HWA RACELAB | Zoom

Starke Pace von HWA RACELAB bei Rennen der Formel 3 in Spielberg bleibt unbelohnt

In der zweiten Runde der FIA Formel 3 Meisterschaft im österreichischen Spielberg kämpft HWA RACELAB Pilot Jake Hughes (Großbritannien) am Sonntag bis kurz vor Schluss um den Sieg, ehe ihn eine unverschuldete Kollision stoppt. Bei schwierigen Wetterbedingungen fährt er im Samstagsrennen auf Rang zehn und sorgt so zumindest für einen Punkterfolg für das Team aus Affalterbach. 

Im Vorjahr hatte Jake Hughes (Großbritannien) HWA RACELAB mit seinem Erfolg in Spielberg den ersten Sieg in der FIA Formel 3 Meisterschaft beschert. In der zweiten Runde der aktuellen Saison, die erneut auf dem Kurs in der Steiermark ausgetragen wurde, war er drauf und dran, diesen Erfolg zu wiederholen. 
Am Samstag spielte der 26-Jährige bei heftigem Regen seine Erfahrung auf diesem Niveau aus. Nachdem technische Probleme im Qualifying nicht mehr als Startplatz 16 zugelassen hatten, arbeitete er sich auf der nassen Strecke schnell nach vorne. Als es in Runde neun nach einem Unfall zu einer Safety-Car-Phase kam, war Jake bereits auf Rang zehn angelangt. Das Rennen wurde zwar in Runde zwölf wieder aufgenommen, aber nach einem weiteren Unfall bei immer heftigeren Regen gestoppt und schließlich ganz abgebrochen. Jake wurde basierend auf dem Stand in Runde elf als Zehnter gewertet, was ihm dank der Reverse-Grid-Regel die begehrte Pole Position für das Sprintrennen am Sonntag einbrachte. Da aufgrund des vorzeitigen Rennabbruchs die vergebenen Punkte halbiert wurden, bekam Jake 0,5 Punkte für die Fahrerwertung. 

Enzo Fittipaldi: „Wir wissen nun, was wir tun müssen, um unsere Schwachstelle zu beheben.“
Enzo Fittipaldi: „Wir wissen nun, was wir tun müssen, um unsere Schwachstelle zu beheben.“
© HWA Racelab
 
 
Die 4,318 Kilometer lange Strecke war tags darauf wieder trocken, als Jake als Erster ins Rennen ging.  Am Start kam er zwar nicht optimal weg und musste Theo Pourchaire (ART Grand Prix) innen vorbeiziehen lassen. Aber der Brite versuchte sogleich, aus dem Windschatten heraus die Führung zurückzuerobern. In Runde vier gelang ihm dies, allerdings schlüpfte gleichzeitig Liam Lawson (Hitech Grand Prix) innen durch und Jake blieb zunächst auf Position zwei. In der Folge lieferte er sich ein spannendes Duell um die Führung mit Lawson. In Runde fünf nutzte Jake sein DRS-System, um in der Kurve außen vorbeizugehen. Sein Rivale konterte mit einem Überholmanöver, bis eine Safety-Car-Phase den Schlagabtausch der beiden stoppte. In Runde 17 wurde das Rennen schließlich wieder freigegeben und Jake kämpfte um den Sieg. In Runde 20 war er bereits kurz vorbei und versuchte es drei Runden vor Schluss noch einmal. Das DRS-System nutzend, wählte er in der Kurve die Außenlinie. Das Manöver schien zu glücken, als seinem Rivalen ein Fehler unterlief. Er schlitterte in Jake hinein, der mit seinem Boliden von der Strecke rutschte und das Rennen mit gebrochenem Frontflügel aufgeben musste.
 
Der 18-jährige Enzo Fittipaldi (Brasilien) zeigte am Samstag angesichts der schwierigen Bedingungen eine bemerkenswert abgeklärte Fahrweise. Von Rang 22 gestartet, machte er innerhalb von vier Runden acht Plätze gut. Erst die Rennunterbrechungen stoppten seinen Vormarsch, der ihn dank starker Pace zwischenzeitlich bis auf Platz zwölf nach vorne gebracht hatte. Am Ende kam Enzo auf Rang 15 in die Wertung. Am Sonntag lieferte sich der Enkel des zweimaligen Formel 1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi enge Duelle im Mittelfeld, musste aber feststellen, dass es auf dem Red Bull Ring nicht leicht ist, zu überholen. Mit Platz 13 gelang Enzo zumindest ein kleiner Sprung nach vorne. 

Jack Doohan: „Die Probleme im Qualifying waren sinnbildlich für das gesamte Wochenende.“
Jack Doohan: „Die Probleme im Qualifying waren sinnbildlich für das gesamte Wochenende.“
© HWA RACELAB
 
 
Auch Jack Doohan (Australien) machten im Qualifying technische Probleme zu schaffen, so dass er sich am Samstag zunächst auf Startplatz 21 einreihen musste. Obendrein stellte sich seine Entscheidung für Slicks bei der Reifenwahl schnell als falsch heraus. Als während der Einführungsrunde der Regen einsetzte, kam Jack an die Box und wechselte wie drei weitere Konkurrenten auf Regenreifen. So musste er das Rennen vom Ende des Feldes in Angriff nehmen, machte aber im weiteren Verlauf schnell einige Plätze gut. Der Sohn des fünfmaligen Motorrad-Weltmeisters Mick Doohan hätte es womöglich noch weiter nach vorne geschafft. Doch die Safety-Car-Phase und der vorzeitige Abbruch des Rennens ließen am Ende nicht mehr als Platz 22 zu.  Am Sonntag erwischte Jack zunächst einen ausgezeichneten Start. Er arbeitete sich innerhalb der ersten Runden bis auf Rang 17, ehe ihn ein Fahrfehler zurückwarf und er auf Position 26 abrutschte. Von diesem Moment an ging es für ihn darum, das Fahrzeug ins Ziel zu bringen und weitere Rennkilometer zu sammeln. Dies gelang ihm am Ende mit Platz 20.         
 
Die FIA Formel 3 Meisterschaft wird am 18. und 19. Juli mit zwei Rennen auf dem Hungaroring fortgesetzt.   
 
Ergebnis 1. Rennen, Samstag 11. Juli
 
1. F. Vesti    PREMA Racing 19:29.657 
10. Jake Hughes HWA RACELAB 19:34.093 
15. Enzo Fittipaldi HWA RACELAB 19:36.428
22. Jack Doohan HWA RACELAB 19:40.843
 
Ergebnis 2. Rennen, Sonntag 12. Juli
 
1. T. Pourchaire ART Grand Prix 38:25.185
13. Enzo Fittipaldi      HWA RACELAB 38:29.448
20. Jack Doohan HWA RACELAB 38:33.773
DNF Jake Hughes HWA RACELAB DNF

HWA RACELAB / DW