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Wehrlein will in Zandvoort seinen überfälligen 1. Sieg landen
© PascalWehrlein | Zoom

Formel 3 Euro Series: Pascal Wehrlein - „Wie ein Pokalfinale im Fussball!“

(Speed Magazin) Auf Deutschlands grosse Formel-Hoffnung Pascal Wehrlein (Mücke Motorsport) wartet am Sonntag (14 Uhr) in holländischen Zandvoort eines der absoluten Highlights der Formel-3-Saison. Obwohl in den Niederlanden keine Punkte für die Formel-3-Euro-Serie oder die FIA-Europameisterschaft zu vergeben sind, gilt das „GP Masters of Formula 3“ – neben Macao – wohl als der Klassiker schlechthin.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil die schnellsten Nachwuchs-Racer der Welt in Zandvoort noch mehr in der Auslage stehen, als sonst. Die direkt an der Nordsee gelegene Strecke in den Dünen gilt als einer der exponiertesten Beobachtungsposten der Formel-1-Scouts und Sprungbrett in den ganz grossen Motorsport.

Die Siegerliste der vergangenen Jahre kann sich sehen lassen: David Coulthard, Nico Hülkenberg, Lewis Hamilton oder Paul di Resta siegten in Zandvoort, ehe sie in die Königsklasse aufstiegen.

„Ich bin in Zandvoort noch nie gefahren, daher habe ich einige Videos studiert. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll mit vielen schnellen Kurven. Wenn es windig ist, musst man damit rechnen, dass viel Sand auf dem Kurs ist. Überholen ist nicht so einfach, daher wird es

Wehrlein:
Wehrlein: "Ich bin in Zandvoort noch nie gefahren"
© F3ES
besonders auf das Qualifying ankommen“, ist Wehrlein überzeugt, der sich auch noch mit seinem Teamkollegen Felix Rosenquist, dem Vorjahressieger, austauschen wird.

Bayern-Fan Pascal vergleicht das prestigeträchtige Rennen in Zandvoort mit „einem Pokalfinale im Fußball. Wir fahren nur ein Rennen, daher muss dort alles passen. Du hast nur eine Chance, eine zweite gibt es nicht.“ Nicht erst seit seiner Pole Position auf dem Norisring strotzt der hochbegabte 17-jährige Förderpilot des ADAC und der Post Speed Academy vor Selbstbewusstsein: „Ich will beim Masters eine gute Show bieten und weiß, dass ich schnell genug bin, um dort zu gewinnen“, meint Wehrlein, für den die Kamikaze-Aktionen seiner Konkurrenten auf dem Norisring, als er durch unverschuldete Kollisionen um zwei Laufsiege gebracht worden war, längst abgehakt sind: „Ich denke positiv und schau nur nach vorne.“

Genauso in Topform wie Wehrlein ist auch das Team von Mücke Motorsport, das Pascal´s Dallara Mercedes sukkzessive zu einem Siegerauto getunt hat: „Es passt alles perfekt, aber es gibt immer Kleinigkeiten, die noch verbessert werden können.“

Ein Triumph in Zandvoort wäre für Pascal „das Highlight in meiner bisherigen Karriere. Der 1. Sieg in der Formel 3 wäre schon fällig gewesen, daher würde es mich umso freuen, wenn er mir beim Masters gelingen würde“, bekräftigt Wehrlein, der seine härtesten Gegner im Kreis der „üblichen Verdächtigen“ ortet: „Marciello, Juncadella und mein Teamkollege Rosenquist werden die sein, die es zu besiegen gilt.“

F3ES / J Patric