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Beckmann verpasst bei Debüt mit ART Grand Prix nur knapp das Podium
© Paolo Pellegrini | Zoom

FIA Formel 3: David Beckmann holt Platz vier bei Formel-3-Saisonstart in Spanien

(Speed-Magazin.de) Solider Start in die neue Saison der FIA Formel 3 für David Beckmann. Bei seinem ersten Rennwochenende in Diensten des Teams ART Grand Prix fuhr der Deutsche in Barcelona in beiden Rennen in die Punkte, und schrammte im ersten Rennen am Samstag nur knapp am Podest vorbei.

Mit den Plätzen vier und sieben schaffte es Beckmann auf dem Circuit de Catalunya außerdem beide Male, sich als bester Deutscher in der neuen, im Rahmenprogramm der Formel 1 startenden Formel 3 zu positionieren. Mit 14 Punkten im Gepäck reist er aus Barcelona ab.

Damit steht er in der Meisterschaft nach den ersten beiden Rennen auf einem guten siebten Rang in einem starken Formel-3-Feld, das insgesamt 30 Starter umfasst. Zugleich ist er zweitbester Pilot seines Teams ART.

Das Wochenende begann für Beckmann am Freitag mit einem siebten Platz im Qualifying. Den konnte er aber am Samstag beim Start in das erste Rennen sofort verbessern. Innerhalb von nur wenigen Kurven ging er an drei Fahrern vorbei und eroberte die vierte Position.

Doppelte Punkte bringen Platz sieben in der Meisterschaft
Doppelte Punkte bringen Platz sieben in der Meisterschaft
© Paolo Pellegrini
Für den Rest des Rennens übte Beckmann andauernd Druck auf den vor ihm fahrenden Prema-Piloten Marcus Armstrong aus. Nachdem das Rennen in der Spätphase noch einmal kurz durch ein virtuelles Safety Car neutralisiert wurde, kam er erneut nahe an Armstrong heran und duellierte sich mit ihm bis zum Zielstrich. Am Ende fehlten Beckmann nur 1,006 Sekunden auf den letzten Podestplatz.

Der vierte Platz bedeutete für Beckmann einen fünften Startplatz für Rennen zwei am Sonntag, in welchem die Top acht des Samstagsrennens in umgekehrter Reihenfolge an den Start gehen. Doch am Start blieb er im dichten Gedränge stecken und fiel auf Platz sieben zurück.

Das Rennen war durch viele Zweikämpfe gezeichnet. Schließlich konnte sich Beckmann behaupten. In den letzten Runden überholte er noch seinen ART-Teamkollegen Max Fewtrell, und sicherte so Platz sieben ab.

Auf den Auftakt in Barcelona folgt jetzt eine kleine Pause. Am 21. bis 23. Juni kehrt David Beckmann mit der Formel 3 wieder auf die Strecke zurück. Da werden im Rahmen der Formel 1 beim Großen Preis von Frankreich in Le Castellet die Saisonrennen drei und vier ausgetragen.

4 Fragen an David Beckmann

Wie lief am Samstag dein erstes Rennen im neuen Team?
Am Samstag im ersten Rennen hatte ich einen super Start, bin von Platz sieben gleich vor auf vier und sogar fast aufs Podium gekommen. Unsere Pace war auch gut, und wir konnten das ganze Rennen vorne mitfahren. Fast wäre es ein Podium geworden. Hätte das Rennen noch ein paar Runden gedauert, dann wäre es sich wohl sogar ausgegangen, weil Armstrong vor mir schon Probleme hatte und wir den Reifenverschleiß gut unter Kontrolle hatten. Aber in Barcelona ist das Überholen eben schwer, besonders mit den neuen Formel-3-Autos.

Am Sonntag hast du erneut gepunktet, wie lief das zweite Rennen?
David:
David: "Bei diesem Feld wird es über die Saison hinweg auf jeden Fall eng werden."
© Paolo Pellegrini
Der Start war in Rennen zwei eigentlich auch super, und kurz war ich da schon auf Platz vier. Dann bin ich aber hinter Jüri Vips hängengeblieben, weil er direkt vor mir langsamer wurde. Ich wollte links rausziehen und vorbeigehen, aber da sind schon alle anderen von hinten gekommen und es war kein Platz mehr. Deshalb bin ich dann gleich zurückgefallen. Dann kam das Safety Car, und ich konnte nichts mehr machen. Am Ende konnte ich zumindest Max Fewtrell noch überholen. Es war einfach Pech, acht bis zehn Punkte wären sicher noch möglich gewesen.

Wie zufrieden bist du mit deinem Punktekonto nach zwei Rennen?
Es ist nicht schlecht. Du musst in dieser Serie unbedingt mitnehmen, was du kannst. Andere haben hier schon richtig Probleme gehabt und dann einen Nuller geschrieben. Das wäre schon schwierig. Und ich denke nicht, dass bei diesem Starterfeld an jedem Wochenende jemand 40 oder mehr Punkte holen wird. Dieses Feld ist so dicht beisammen, da wird es über die Saison hinweg auf jeden Fall eng werden. Also gilt es für uns jetzt, Punkte zu sammeln, was geht. Es kommen später im Jahr noch Strecken wie Spa, Monza und Sotschi, auf denen ich mich wohl fühle und wo ich auch schon gewonnen habe.

Und wie zufrieden bist du mit deiner Performance?
Ich würde sagen, vom Resultat her war es akzeptabel. Mein Hauptproblem war das Qualifying, da habe ich die Vorderreifen nicht auf den Punkt bekommen. Das war auf den schnellen Runden ein Problem, und am Ende stand dann nur Platz sieben. Hätte ich das Qualifying besser hinbekommen, dann hätte ich wohl auch an der Spitze um den Sieg mitkämpfen können. Das Team hat aber sehr gut gearbeitet, keine Frage. Unsere Zusammenarbeit ist auch sehr gut. Wir verstehen uns, und wenn das Team etwas am Auto ändert, dann ist es immer positiv. Ich fühle mich im Auto insgesamt auf jeden Fall wohl.

David Beckmann PR