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Juan Manuel Correa (hier im Rollstuhl) gibt am Wochenende sein Comeback
© FIRO/FIRO/SID/ | Zoom

Correa feiert Comeback mit Handicaps: "Fürs Gaspedal reicht's"

Das US-amerikanische Motorsporttalent Juan Manuel Correa hat auch nach anderthalb Jahren mit den Folgen seines Formel-2-Horrorcrashs zu kämpfen.

Köln (SID) - Das US-amerikanische Motorsporttalent Juan Manuel Correa hat auch nach anderthalb Jahren mit den Folgen seines Formel-2-Horrorcrashs zu kämpfen. "Ich werde mein ganzes Leben lang Handicaps haben, weil ich irreparable Schäden in meinen Beinen davongetragen habe", sagte Correa, der in der Formel 3 am Wochenende in Barcelona sein Comeback gibt, bei Sport1.

Sorgen bereitet dem 21-Jährigen ausgerechnet der "Gasfuß". "Vor allem mein rechter Knöchel ist zerstört, weshalb ich da nur eingeschränkt beweglich bin – und das wird auch nicht mehr besser, sondern mit der Zeit wahrscheinlich sogar eher schlechter", meinte Correa: "Aber glücklicherweise bin ich fit genug, um wieder Gas geben zu können. Ich kann meinen rechten Fuß zwar nur leicht bewegen, aber fürs Gaspedal reicht's."

Correa war bis zu seinem Unfall am 31. August 2019 in Spa-Francorchamps, bei dem der Franzose Anthoine Hubert ums Leben kam, Entwicklungsfahrer für das Formel-1-Team Alfa Romeo. Sein Bolide hatte damals den havarierten Wagen von Hubert mit 270 km/h getroffen, Correa erlitt bei dem Zusammenprall rund 20 Frakturen an beiden Beinen und Füßen, zwei Wirbelbrüche sowie Schäden an der Lunge. 

Der Amerikaner ecuadorianischer Herkunft verbrachte zwei Wochen im künstlichen Koma und wurde 25-mal operiert, er durchlebte mehr als ein Jahr Reha. "Es ist toll, wieder das Leben des Rennfahrers zu führen", sagte Correa: "Ein bisschen surreal, denn für mich schien es immer ein so weit entferntes Ziel zu sein, wieder ins Rennauto steigen zu können. Aber meine Herausforderung ist noch nicht damit beendet, dass ich wieder im Rennauto sitze, sondern erst dann, wenn ich es in die Formel 1 geschafft habe."

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