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Mitchell Gilbert war nicht zu halten
© Gusche | Zoom

ATS Formel 3 Cup Lausitzring: Demonstration von Mitchell Gilbert

(Speed Magazin) Mehr war bislang wirklich nicht zu holen! Mitchell Gilbert (Performance Racing) kassierte nach den sechs Zusatzpunkten für zwei Pole-Positions auch die 25 Maximalpunkte für den Sieg im 19. Saisonrennen des ATS Formel-3-Cup und dazu auch noch drei Zusatzpunkte für die schnellste Runde (1:38.697 Minuten). Auf dem 4,534 Kilometer langen Kurs wurde der Australier bei seinem Start- und Zielsieg mit fast unglaublichen 13,062 Sekunden Vorsprung vor dem Schweden Jimmy Eriksson (Lotus) abgewinkt. Auf dem dritten Platz sah der Deutsche Luca Stolz (Performance Racing) nach 18 Runden die Zielflagge. Die drei Erstplatzierten fuhren einen Dallara F311 VW Power Engine.

Beste Voraussetzungen mit strahlendem Sonnenschein und rund 22 Grad empfingen die Youngster am Samstagvormittag

Mitchell Gilbert:
Mitchell Gilbert: "Es war ein perfektes Rennen"
© F3Cup
zum ersten Rennen des Wochenendes. Der 30-Minuten-Lauf wurde zur Demonstrationsfahrt von Mitchell Gilbert. Der 18-jährige Rookie fuhr nach einem guten Start dem Feld auf und davon. Runde um Runde baute er seinen Vorsprung aus und triumphierte so erstmals in einem Hauptrennen des ATS Formel-3-Cup.

Das Rennen war vor allem von zahlreichen Zweikämpen im Mittelfeld geprägt. In der ersten Runde hatte Lucas Auer riesiges Glück. Im Angriff auf seinen Teamkollegen Dennis van de Laar geriet der Österreicher mit allen vier Rädern in die Wiese. Sein Highspeed-Dreher führte den 17-jährigen Auer wieder mitten ins Feld zurück und glücklicherweise sogar in Fahrtrichtung. Unbeeindruckt setzte der Rookie seine rasante Fahrt fort und wurde am Ende auf Platz vier abgewinkt. Van de Laar hatte weniger Glück. Der Dreher des Niederländers wenige Kurven später warf ihn weit zurück, sodass er nur auf Platz neun ins Ziel kam.

Während des gesamten Rennens war im Quartett hinter Mitchell Gilbert mächtig Spannung angesagt. Eriksson, Stolz, Auer und Rene Binder umrundeten den Kurs in der Niederlausitz stets eng zusammen. Platz sechs erreichte in relativ einsamer Fahrt der Russe Artem Markelov vor dem Schweizer Yannick Mettler. Kimiya Sato schoss sich mit seinem Dreher nicht nur weit zurück, sondern vermutlich auch aus dem Kampf um den Meistertitel. Auf dem achten Platz sicherte sich Andre Rudersdorf

Jimmy Eriksson:
Jimmy Eriksson: "Mitchell war zu schnell für mich"
© F3Cup
nicht nur den Sieg in der ATS Formel-3-Trophy, sondern auch die Pole-Position für das 20-Minuten-Rennen am Nachmittag: „Ich habe den Kampf um Platz sieben verloren, dafür aber die Pole-Position für Saisonlauf 20 gewonnen“.

Mitchell Gilbert: Es war ein perfektes Rennen mit einem perfekten Auto. Ich konnte beliebig mein Push-to-pass einsetzen und konnte so eine schnelle Runde nach der anderen fahren.

Jimmy Eriksson: Mitchell war zu schnell für mich. Ich habe mich auf Platz zwei konzentriert, bin kontrolliert gefahren und habe versucht Fehler zu vermeiden.

Luca Stolz: Ich hatte viel Glück, dass ich die ersten Runden ohne Crash überstanden habe. Mein Speed war gut, deshalb konnte ich Rene Binder überholen. Für einen Angriff auf Jimmy Eriksson reichte es aber nicht.

F3Cup / J.M