Eine Portion mehr Sportlichkeit hat Volkswagen dem Crossover-SUV ID.4 verpasst und bietet ab Sommer 2021 den VW ID.4 GTX an. In Puncto Leistung, Größe und Preis konkurriert dieser mit dem ebenso mit Spannung erwarteten Tesla Model Y, das ab Jahresende erhältlich sein soll.
Die Eckdaten zum VW ID.4 GTX
Nachdem der VW ID.4 Ende 2020 Premiere feierte, rollt ab Sommer 2021 bereits kraftvoll, aber lautlos der ID.4 GTX über die Straßen. Optisch unterscheiden sie sich nur geringfügig: Seitenschutzleisten in Wagenfarbe, Heckspoiler in Schwarz, drei kleine LED-Leuchten unter jedem Frontscheinwerfer und ein leuchtendes X im Bremslicht sorgen für den Wiedererkennungswert. Wer sich in den E-SUV setzt, bemerkt hingegen schnell einen Unterschied: Blaue Flächen und rote Nähte als Kontrast sorgen für ein sportliches Interieur. Was den VW ID.4 GTX sonst noch auszeichnet, fassen wir für dich zusammen.
Antrieb und Leistung des VW ID.4 GTX
Größter Unterschied zum regulären ID.4 ist der Allradantrieb des VW ID.4 GTX durch einen zweiten Motor an der Vorderachse. Gemeinsam sorgen die Motoren für eine Maximalleistung von 299 PS (220 kW). Der starke Antrieb knackt die 100-km/h-Grenze nach 6,2 Sekunden und beschleunigt das 2,2 Tonnen schwere Elektro-SUV auf bis zu 180 km/h. Er könnte sicher mehr – ab da ist der GTX jedoch abgeregelt.
Wer zügig über die Straßen gleiten möchte, benötigt entsprechend viel Energie. Die wird im GTX in einem 77 kWh starken Lithium-Ionen-Akku gespeichert. Laut VW liegt der Stromverbrauch bei 16,3 kWh pro 100 km. Das reicht im Idealfall für bis zu 480 km Reichweite. Wer dann eine DC-Schnellladestation ansteuert, hat in rund 30 min wieder Saft für ungefähr 300 km.
Weitere Daten des VW ID.4 GTX im Überblick
Grundpreis von rund 50.400 Euro
Außenmaße: 4,60 m Länge, 1,85 m Breite und 1,62 m Höhe
Kofferraumvolumen von 543 l (bis zu 1.575 l inkl. Sitzbereich)
Fünf Fahrmodi: Eco, Comfort, Sport, Individual und Traction
Begrüßung mit Lichtsignalen, Sprachassistenz, AR-Head-up-Display, großer Touchscreen und Panoramadach: Im Innenraum gibt es (teils mit Aufpreis) eine sehr ähnliche Ausstattung zum ID.4
Eco-Assistent: Für eine besonders sparsame Fahrweise sorgt der Eco-Assistent. Dieser reguliert automatisch die Rekuperation bzw. das sogenannte Segeln: Dann drehen beide Elektromotoren fast ohne Last mit. Dabei greift der Assistent auch auf Navigationsdaten zurück, um beispielsweise bereits bei der Anfahrt in eine verkehrsberuhigte Zone den Antrieb anzupassen.
Sonderausstattungen: Gegen Aufpreis kannst du dir unter anderem Sportsitze mit integrierter Memory- und Massagefunktion einbauen lassen; mit variablen Verstelldämpfern auf Knopfdruck das Fahrwerk um 15 mm tieferlegen; oder du lässt dir direkt eine Anhängerkupplung (Zuglast 1.400 kg) anbringen. In Kombination mit der Dachlast von 75 kg bist du so auch gut für einen größeren Urlaub gerüstet.
Wie sich der neue VW ID.4 GTX fährt, hat Car Maniac getestet und einen umfassenden Fahrbericht veröffentlicht:
Alle Fakten zum Tesla Model Y
Das Tesla Model Y kommt fast zeitgleich mit dem ID.4 GTX auf den deutschen Markt, eine Auslieferung einzelner Modellvarianten beginnt ab September 2021. Je nach Konfiguration müssen manche Käufer jedoch bis Anfang 2022 auf ihren Tesla warten. Optisch folgt Tesla unaufgeregt seiner bekannten Linie. Die wichtigsten inneren und äußeren Werte findest du im Folgenden. Für noch mehr Infos zum Tesla Model Y wirf auch einen Blick in unseren separaten, ausführlichen Bericht.
Leistung der verschiedenen Modell-Varianten
Die konkreten Daten zur günstigsten Standard-Version des Model Y sind noch nicht bekannt. Bisher kannst du im Konfigurator lediglich zwischen den zwei Optionen „Maximale Reichweite“ und „Performance“ wählen. Folgendes sind die wichtigsten Eckdaten der beiden Varianten:
Maximale Reichweite: Mit dieser Version des Tesla Model Y kannst du bis zu 505 Kilometer fahren, bis du eine Ladesäule ansteuern musst und das Ganze bei einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 217 km/h. Beide Varianten verfügen über einen Dualmotor – anders als die noch nicht verfügbare Standard-Ausführung. Ab 58.600 Euro kannst du das Tesla Model Y in dieser Version bestellen.
Performance: Wer mehr Wert auf Geschwindigkeit legt, kann für 7.000 Euro mehr bei satten 450 PS mit der Performance-Variante auf 241 km/h beschleunigen. Beim Sprint aus dem Stand auf 100 km/h lässt das Tesla Model Y „Performance“ mit 3,7 Sek locker alle hinter sich – sowohl seinen reichweitenstarken Kollegen, als auch den VW ID.4 GTX. Dafür sinkt die maximale Reichweite des Teslas in dieser Ausführung etwas auf 480 Kilometer.
Design und Ausstattung des Tesla Model Y
Optisch bietet das Model Y gewohnt schlichten Luxus – innen sowie außen. Vor allem außen ist unverkennbar, dass das Model Y auf dem Model 3 basiert. Es ist lediglich etwas aufpumpt in alle Richtungen – nach oben ganze 18 Zentimeter. Länge und Breite liegen mit 4,77 m und 1,85 m Zentimetern nah am Vorbild. Innen dominiert wie gewohnt bei Tesla das riesige Display als zentrale Steuereinheit die Mittelkonsole. Bedienung und Umfang des Entertainment-Pakets lassen kaum Wünsche offen. Ein verglastes Dach sowie beheizte Sitze vorne und hinten sind außerdem nur zwei Beispiele für den hohen Komfort.
Dürfen es ein paar Extras sein?
Bei der Sonderausstattung kannst du – gegen Aufpreis – auf viele Extras zurückgreifen. Diverse Autopilot-Funktionen sind beispielsweise für 7.500 Euro zusätzlich möglich, mit denen das Fahrzeug theoretisch komplett autonom Fahren könnte, wobei diese Funktionen in Deutschland stark eingeschränkt sind und ein komplett autonomer Betrieb des Teslas nicht möglich ist. Über Over-The-Air-Updates könnten die Funktionen aber aktualisiert und zukünftig an die aktuelle Rechtslage angepasst werden. Wenn du die stattlichen Maße des Elektro-SUVs als Siebensitzer nutzen möchtest, ist eine weitere Sitzreihe erhältlich.
Fazit: Tesla Model Y oder VW ID.4 GTX – wer gewinnt?
Wer ist nun der Favorit: VW ID.4 GTX oder Tesla Model Y? Am Ende entscheiden viele Faktoren, auf welchem Fahrersitz du lieber Platz nehmen möchtest. Preislich hat VW einen kleinen Vorsprung – dafür trumpft Tesla mit höherer Reichweite und Geschwindigkeit sowie einer ausgereifteren Bedienung über das Touch-Display auf. Hier spürt man nach wie vor die größeren Erfahrungswerte des kalifornischen Herstellers. Auch bei der Ladepause kannst du mit einem Tesla schneller wieder Gas geben: Eine Tesla Supercharger-Ladestation vorausgesetzt, steht die Batterieanzeige nach 15 Minuten bereits wieder bei 270 Kilometern Reichweite. Die Option auf sieben Sitze gibt es beim GTX nicht, dafür hat dieser einen extra Fahrmodus für Offroad-Strecken zu bieten. Je nachdem, wo du deinen E-SUV nutzen möchtest, kann dies ein entscheidender Faktor sein.