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Mercedes-EQ. Produktion EQA im Werk Rastatt; EQA 250
© Daimler | Zoom

Video Mercedes EQA mit über 500 Kilometern Reichweite

Der EQA startet als EQA 250 (Stromverbrauch kombiniert: 15,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)[1] mit 140 kW und einer Reichweite nach NEFZ von über 480 Kilometern. Die doppelstöckige Lithium-Ionen-Batterie sitzt als strukturelles Element im Unterboden des Fahrzeugs und hat einen nutzbaren Energieinhalt von 66,5 kWh. Weitere Varianten für spezielle Kundenwünsche werden folgen. Zum einen Allradmodelle mit einem zusätzlichen elektrischen Antriebstrang (eATS) und zum anderen eine Version mit über 500 Kilometern Reichweite (WLTP)[2].

Mercedes EQA: Elektrischer Athlet im kompakten Format

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An der Vorderachse kommt eine Asynchronmaschine zum Einsatz. Die E-Maschine, ein Getriebe mit fester Übersetzung samt Differenzial, das Kühlsystem sowie die Leistungselektronik bilden dabei eine hochintegrierte, kompakte Einheit – den elektrischen Antriebstrang (eATS). Getriebeübersetzung und Zahnräder wurden auf die Anforderungen des Frontantriebs ausgelegt.
 
Die stärkeren Modelle werden zusätzlich an der Hinterachse einen eATS mit einer neu entwickelten permanenterregten Synchronmaschine besitzen. Diese baut besonders kompakt. Bei permanenterregten Synchronmaschinen ist der Rotor des Wechselstrommotors mit Permanentmagneten bestückt. Die Magnete – und damit der Rotor – folgen dem umlaufenden Wechselstromfeld in den Wicklungen des Stators. Synchron heißt der Motor, weil sich der Rotor mit der Frequenz des Stator-Magnetfelds dreht. Die Frequenz wird in den Frequenzumrichtern der Leistungselektronik an die Geschwindigkeitsanforderungen des Fahrers angepasst. Zu den Vorteilen dieser Bauart zählen hohe Leistungsdichte, hoher Wirkungsgrad sowie hohe Leistungskonstanz.

Die Leistungsanforderung zwischen Vorder- und Hinterachse wird bei den 4MATIC Versionen je nach Fahrsituation
100-mal pro Sekunde intelligent geregelt werden. Mercedes-EQ Philosophie ist es, zur Verbrauchsoptimierung möglichst häufig die hintere E-Maschine zu betreiben, während die Asynchronmaschine an der Vorderachse im Teillastbetrieb nur geringe Schleppverluste erzeugt. 

Technische Daten[3]

 

 

EQA 250

Antrieb

 

Front

Vorderachse E-Maschine

Typ

Asynchronmaschine

Nennleistung

kW

140

Nenndrehmoment

Nm

375

Beschleunigung 0-100 km/h

s

8,9

Höchstgeschwindigkeit[4]

km/h

160

Akku-Energieinhalt, nutzbar (NEFZ)[5]

kWh

66,5

Verbrauch kombiniert (NEFZ)2

kWh/100 km

15,7

Reichweite NEFZ2

km

486

Ladezeit[6] an Wallbox oder an öffentl. Ladestation (AC Laden)

h

5:45

Ladezeit[7] an Schnellladestation (DC)

min

30

 
Im Schub- oder Bremsbetrieb werden die Elektromotoren zu Generatoren: Ihre mechanische Drehbewegung wird in elektrische Energie gewandelt und zum Laden der Hochvolt-Batterie verwendet – es wird also rekuperiert (Details siehe nächstes Kapitel „Die Rekuperation“).

 

Mercedes-EQ, EQA 250, Interieur, Nevagrau, Edition 1
Zahlreiche Hinweise auf den elektrischen Charakter prägen das Interieur des EQA
© Daimler


Die Batterie: Teil des intelligenten Thermomanagements

Der EQA besitzt eine Lithium-Ionen-Batterie mit hoher Energiedichte. Die Batterie umfasst fünf Module und ist unterhalb der Passagierkabine in der Fahrzeugmitte angeordnet. Tiefster Punkt des Fahrzeugs ist aber die Unterkante der Seitenschweller, der EQA besitzt daher über 200 mm Bodenfreiheit.
 
Die Batterie ist doppelstöckig ausgeführt. Ein weiteres Beispiel für intelligente Raumausnutzung: Die „Nase“ der Batterie, in der die Steuerung untergebracht ist, findet im vorderen Abschnitt hinter der Mittelkonsole ihren Platz. Ein Aluminiumgehäuse sowie die Karosseriestruktur schützen das Bauteil bei einem eventuellen Aufsetzen und gegen Steinschlag. Das Batteriegehäuse ist Teil der Fahrzeugstruktur und damit in das Crashkonzept integriert (siehe Kapitel „Die Passive Sicherheit“).
 
Die leistungsstarke Hochvolt-Batterie hat eine Maximalspannung von 420 V und verfügt mit einer Nominalkapazität von rund 190 Ah über einen Energieinhalt von 66,5 kWh.
 
Die Batterie ist Teil des intelligenten Thermomanagements des EQA. Damit sie möglichst immer im optimalen Temperaturfeld ist, wird sie nach Bedarf über eine kühlmitteldurchströmte Platte unter der Batterie gekühlt oder erwärmt. 
 
Ist die Navigation mit Electric Intelligence aktiviert, wird die Batterie gegebenenfalls auch während der Fahrt vorgewärmt oder gekühlt, um im idealen Temperaturfenster für eine Schnellladestation zu sein. Wird die Schnellladestation hingegen mit kalter Batterie erreicht, wird ein Großteil der dortigen Ladeleistung zunächst zum Heizen verwendet. Dadurch wird die Ladezeit insgesamt optimiert – wichtig, um den Ladestopp deutlich zu verkürzen.
 
Mercedes-Benz stellt wie für alle anderen Hochvolt-Batterien ein Batteriezertifikat und somit ein Leistungsversprechen aus. Es gilt bis zu einer Laufzeit von acht Jahren oder einer Laufleistung von 160.000 Kilometern und garantiert eine einwandfrei funktionierende Hochvolt-Batterie: Das Zertifikat deckt auch einen Kapazitätsverlust der Batterie ab.

Das Lademanagement: CCS-Ladedose für Wechsel- und Gleichstrom

Zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen kann der EQA mit Hilfe des Onboard-Laders komfortabel mit bis zu 11 kW mit Wechselstrom (AC) aufgeladen werden. Die jeweilige Ladezeit für eine Vollladung hängt von der verfügbaren Infrastruktur und der länderspezifischen Fahrzeugausstattung ab. Wesentlich schneller als an einer Haushaltssteckdose erfolgt das Laden an einer Mercedes-Benz Wallbox.
 
Und noch schneller geht es an Schnellladestationen mit Gleichstrom (DC). Abhängig vom SoC (State of Charge, deutsch: Ladestand) sowie der Temperatur der Hochvoltbatterie lädt der EQA an einer entsprechenden Säule mit einer maximalen Leistung von bis zu 100 kW. Die Ladezeit beträgt dann etwa 30 Minuten von 10-80 Prozent SoC. Für das AC- und DC-Laden ist der EQA in Europa und den USA serienmäßig mit einem CCS-Kombistecker (Combined Charging Systems) in der rechten Seitenwand ausgerüstet. In Japan oder China kommen entsprechende landesspezifische Ladedosen zum Einsatz, auch die Ladezeiten können gegenüber der europäischen Ausführung variieren.

Mercedes-EQ, EQA 250, Edition 1, digitalweiss.
Die Elektro-Ästhetik des Designs signalisiert den Progressiven Luxus der Marke Mercedes-EQ
© Daimler
 
 
Die nachfolgenden WLTP-Angaben zum genannten Fahrzeug basieren auf den für den deutschen Markt gültigen Verbrauchs- und CO2-Angaben und sind als unverbindliche Information zu verstehen.
 
In Abhängigkeit von den gewählten Ausstattungen kann das spezifische Fahrzeug zwischen dem „WLTP Minimal-
CO₂-/Verbrauchs-Wert“ und dem „WLTP Maximal-CO₂-/Verbrauchs-Wert“ liegen.
 
Als Bemessungsgrundlage für die Kraftfahrzeugsteuer kann ein höherer Wert maßgeblich sein.

 

WLTP–CO2-Emissionen

kombiniert max-min

(g/km)[8]

WLTP–Stromverbrauch kombiniert max-min
(kWh/100 km)1

Elektrische Reichweite

gesamt (km)1

EQA 250

0

17,7

426

Daimler / DW

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