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#NEXTGen 2020: Virtuelle Zusammenarbeit mit EPIC Games – Unreal Engine
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VIDEO BMW Group NEXTGen 2019 - Fahrsimulationszentrum: Die neue Messlatte in der Automobilindustrie

Beim Bau ihres komplett neuen Fahrsimulationszentrums hat die BMW Group unter anderem auf Superkondensatoren, Direktantrieb mit Linearmotoren sowie 360-Grad-Projektionen gesetzt und bei allen Planungen den Kunden in den Mittelpunkt gestellt. Das Ergebnis ist ein Fahrsimulationszentrum, das neue Maßstäbe setzt. Frank Weber, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung, sagt: „Mit 14 Simulatoren auf einer Gesamtfläche von 11.400 m² haben wir mit unserem neuen Fahrsimulationszentrum in München die modernste und vielseitigste Anlage in der Industrie gebaut. Hier werden Simulatoren mit unterschiedlichsten Bewegungssystemen aufgebaut – bis hin zu hochdynamischen Anlagen, die einen Direktantrieb mit Linearmotoren nutzen, um das BMW Fahrgefühl realistisch abzubilden. Damit erreichen wir eine neue Ebene der virtuellen Entwicklung.“

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Mit dem neuen Fahrsimulationszentrum in München, dessen Bau 2018 startete und das sukzessive in Betrieb genommen wird, hat die BMW Group das fortschrittlichste Konzept in der Automobilindustrie realisiert. Hier schafft das Unternehmen für die Fahrzeugentwicklung und -forschung alle Möglichkeiten, um die Produktanforderungen der Zukunft realitätsgetreu zu testen und zu simulieren.

Optimale Simulationswerkzeuge in jeder Phase der Entwicklung.

Das neue Fahrsimulationszentrum wird für jeden Bereich und für jede Phase der Fahrzeugentwicklung das optimale Simulationstool bieten und den Kunden auf einer ganz neuen Ebene in die Entwicklung einbinden. „Wir können mit bis zu 100 Probanden am Tag Tests für Studien absolvieren“, sagt Michael Brachvogel, Leiter BMW Group Forschung Interieur, User Interaction, User Experience und Fahrsimulation, der neben Ingenieuren der BMW Group auch auf externe Versuchspersonen bei den virtuellen Erprobungsfahrten setzt: „Das neue Fahrsimulationszentrum leistet einen enormen Beitrag für die kundenzentrierte Produktentwicklung. Wir können zu jedem Zeitpunkt direktes Kundenfeedback in die Entwicklung einbeziehen.“

#NEXTGen 2020: Connectivity – 5G
#NEXTGen 2020: Connectivity – 5G
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Virtuelle Erlebbarkeit aller Feinheiten.

Bei der BMW Group spielt die Fahrsimulation im Entwicklungsbereich Fahrdynamik schon seit Jahren eine tragende Rolle. Mit dem neuen Fahrsimulationszentrum kann der virtuelle Entwicklungsprozess noch ausgeweitet und damit die Anzahl von Prototypen sowie die Dauer des Entwicklungsprozesses reduziert werden. „Sowohl in der frühen Entwicklungsphase als auch in der Absicherungsphase sind alle Nuancen, die das für BMW typische Fahrgefühl ausmachen, in den hochmodernen Simulatoren erlebbar“, so Thomas Lachner, Experte für Fahrsimulation in der Fahrdynamik-Entwicklung.
 
Das Zentrum erfüllt auch die stetig steigenden Anforderungen an die Entwicklung hochvernetzter und intelligenter Fahrzeuge in idealer Weise. Neue Anzeige- und Bedienkonzepte können intensiv getestet werden, um etwa die Gefahr einer Ablenkung für den Fahrer oder die Wirkung der multimodalen Bedienmöglichkeiten zu analysieren. „Mithilfe ausführlicher Tests in der Fahrsimulation können wir unsere Systeme so auslegen, dass unsere Kunden im Fahrzeug die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort erhalten – und das alles auf möglichst intuitive Weise, in jeder denkbaren Fahrsituation“, sagt Marion Mangold, Teamleiterin Gestaltung User Interaktion.
 
Kritische sowie selten auftretende Verkehrssituationen lassen sich nur schwer gezielt auf der Straße erproben. Gerade für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und Automatisierungsfunktionen der Zukunft bietet die Fahrsimulation daher große Vorteile. Im Simulator können solche Situationen in sicherer Umgebung und mit großer Detailschärfe beliebig häufig nachgestellt werden. „Wir bereiten die Einführung unserer Fahrassistenzfunktionen mit äußerster Gründlichkeit vor. Die Fahrsimulation trägt wesentlich dazu bei, dass wir für unsere Kunden die bestmöglichen und sichersten Produkte entwickeln können“, so Manuela Witt, Expertin Gebrauchssicherheit und Wirksamkeitsanalyse.

#NEXTGen 2020: Seamless Simulator Experience: Bei ausgewählten Studien werden Probanden künftig den Weg zum Simulator mit einer VR-Brille absolvieren, um noch stärker in die Situation eintauchen zu können.
#NEXTGen 2020: Seamless Simulator Experience: Bei ausgewählten Studien werden Probanden künftig den Weg zum Simulator mit einer VR-Brille absolvieren, um noch stärker in die Situation eintauchen zu können.
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Vollständig eintauchen in die nahtlose Simulation.

Um Versuchspersonen deutlich stärker in virtuelle Fahrsituationen eintauchen zu lassen, konzipierten die Simulationsexperten der BMW Group die Seamless Simulator Experience (nahtloses Simulationserlebnis) konzipiert. Dabei absolvieren Probanden bei ausgewählten Studien mit einer VR-Brille künftig beispielsweise den Weg aus einem virtuellen BMW oder MINI Handelsbetrieb zum vor dem Eingang stehenden Fahrzeug für eine Probefahrt. Erst unmittelbar vor dem Simulator wird die VR-Brille abgenommen. So wird ein sehr hohes Maß an Immersion erreicht. „Dadurch erhalten wir sehr valide und belastbare Ergebnisse für die Optimierung unserer Kundenfunktionen“, so Martin Peller, Projektleiter des Fahrsimulationszentrums.

High-End-Simulatoren nutzen Direktantrieb mit Linearmotoren für das realistische BMW Fahrgefühl.

Besonders detailliert und mit hoher Präzision wird das Fahrgeschehen im High Fidelity Simulator abgebildet. So sind erstmals auch komplexe Situationen des innerstädtischen Verkehrs, die für Systeme des automatisierten Fahrens besonders vielfältige Herausforderungen mit sich bringen, unter Laborbedingungen darstellbar. Im High Fidelity Simulator sind auf einer Bewegungsfläche von knapp 400 m² Längs-, Quer- und Drehbewegungen eines Fahrzeugs gleichzeitig möglich. Bei diesem Simulator werden insgesamt 83 Tonnen mit einer maximalen Beschleunigung von 0,65 g bewegt. Längs- und Querbeschleunigungen von bis zu 1,0 g erzeugt der High Dynamic Simulator, das zweite Highlight des neuen Fahrsimulationszentrums, mit einer Schlittenlänge von 21 Metern und einer bewegten Masse von 23 Tonnen. Er ermöglicht die Darstellung hochdynamischer Ausweichmanöver, von Vollbremsungen und intensiven Beschleunigungsvorgängen.
 
Die beiden High-End-Simulatoren bewegen sich auf einem ausgefeilten System aus Rädern und Schienen, das auf Fahrereingaben wie Lenkbewegungen praktisch verzögerungsfrei reagiert. Die Beschleunigungen ermöglichen lineare Elektromotoren, die keine beweglichen Teile haben und sich ähnlich der Technologie von Magnetschwebebahnen kontaktlos über eine Reihe von Magneten bewegen. Sogenannte Superkondensatoren stellen in Sekundenbruchteilen die benötigten Spitzenleistungen für das Bewegungssystem bereit, das bei Bremsmanövern per Rekuperation wieder Energie in die Superkondensatoren einspeist.

BMW Media / DW

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