Gottschalk fährt lieber selbst als autonom – und fährt auch privat einen Touareg
© Volkswagen AG | Zoom

Thomas Gottschalk: „Der Touareg ist ein Auto wie ich: Er ist groß und sieht gut aus“

Thomas Gottschalk testete im Harz den neuen Touareg eHybrid und war begeistert. Von den Fahreigenschaften und der Funktionalität des neuen Allrounders von Volkswagen.



Nach seiner lautlosen Off-Road Fahrt sagte der Entertainer: „Wenn es stimmt, dass die meisten Menschen nur knapp 50 Kilometer am Tag fahren, ist ein Hybrid die perfekte Lösung. Ich lebe jetzt in Baden-Baden. Wenn ich zum Südwestfunk fahre sind das gerade mal 30 Kilometer. Ich könnte das Auto während der Show in der Garage aufladen und umweltbewusst und ganz leise nach einigen Stunden wieder nach Hause fahren.“
 
Beim neuen Touareg Plug-in-Hybrid liegt die E-Reichweite bei rund 47 Kilometern – „das passt“, resümiert Thomas Gottschalk, der auch privat Touareg fährt. Wetten, dass Thomas Gottschalk Eheseminare im Auto hält und immer noch in sein erstes Auto (ein Volkswagen Jeans Käfer) verliebt ist.
 
Ein PS-Interview mit dem „Fahr-Schalk“:
 
Thomas Gottschalk tourte mit dem neuen Touareg eHybrid durch den Harz © Volkswagen AG
Herr Gottschalk, Sie fahren selbst Touareg. Was überzeugt Sie an diesem SUV?
 
Ich bevorzuge geräumige Fahrzeuge, denn ich bin ein großer Shopper. Außerdem ist der Touareg ein Auto wie Ich: Er ist groß und sieht gut aus. Sehr bequem fahre ich mit ihm auch lange Strecken und hinterher tut mir das Kreuz nicht mal weh. Das nenn ich Komfort.

Thomas Gottschalk © Volkswagen AG
Hatte Thomas Gottschalk nie einen Chauffeur?
 
Ich nutze jede Chance, selbst zu fahren. Viele glauben, ich wäre immer mit einem Fahrer unterwegs. Das stimmt aber nicht. Ich lebe in dem Wahn, dass niemand besser Auto fährt als ich. Zwischendurch werde ich mal gefahren, aber nur, wenn es um eine Fernsehproduktion geht. Dann sitze ich meist hinten und quatsche den voll, der mich fährt. Insofern habe ich immer mehr Stress, wenn ich fremde Menschen im Auto habe, weil ich leidenschaftlich gern Psychoseminare gebe.
 
Psychoseminare im Auto?
 
Ja, ich bin spezialisiert auf Erziehungs- und Eheberatung und erkläre denen dann ihre Familie. Für mich ist es anstrengend mit einem Menschen im Auto zu sitzen, weil ich es einfach nicht schaffe, den Mund zu halten. Das ist der wahre Grund, weshalb ich lieber alleine fahre.
 
Warum fährt keiner besser als Thomas Gottschalk?
 
Nicht nur bei Fernsehshows, sondern auch im Auto will ich immer Herr der Lage sein. Eigentlich bin ich kein Control-Freak, aber am Steuer vielleicht schon. Hat man selbst was verbockt, ist man auch selbst Schuld und nicht von der schnellen Reaktion eines anderen Menschen abhängig. Ich genieße es, Auto zu fahren. Es strengt mich auch nicht an. Von München nach Berlin bin ich wahnsinnig oft gefahren, allerdings besteht dann für mich leicht die Gefahr, schnell zu fahren. Ich bin zwar kein Nonstop-Raser und fühl mich bei Tempo 230 nicht wohl, aber auf einer leeren Autobahn gebe ich schon mal gern Gas.
 
Wie würden Sie ihre Fahrweise beschreiben?

Zügig, aber generell fahre ich sehr defensiv. Ich würde zum Beispiel nie an Schulen vorbei rasen, Kinder in irgendeiner Form gefährden oder auf Fußgänger nicht achten.

Sind Sie ein guter Beifahrer?
 
Wenn ich nicht am Steuer sitze, kümmere ich mich auch nicht um den Verkehr. Denn es macht mich als Fahrer wahnsinnig, wenn sich einer für mich den Kopf zerbricht. Wenn eine charmante Beifahrerin mich ermahnt – „Schaaatz es sind 50“, Schaatz, rechts vor links“ … Bei solchen Bemerkungen bin ich eher geneigt, wegzuhören. Wenn ich neben einem Fahrer sitze, gebe ich einfach auf, weil ich mir sage – mitgegangen, mitgehangen.
 
Was halten Sie vom autonomen Fahren?
 
Das macht mich verrückt, ist nichts für mich. Das lass ich mal aus. Ich fahr lieber selbst.

Sie sind in diesem Jahr 70 geworden. Verraten Sie uns doch Highlights aus Ihrer Auto-Retrospektive.

Ehrlicherweise stehe ich mein ganzes Leben lang auf irgendwelche Luxusschlitten, die nie zeitgemäß waren. Als 30-Jähriger habe ich mir schon in London uralte Bentleys gekauft, die oben top und unten durchgerostet waren. Ich musste mir dann immer eingestehen, dass es eigentlich Unsinn ist. Ich hatte zwar moderne Autos in der Garage mit Navigation und allem möglichen High-Tech und saß trotzdem immer wieder in einem Oldtimer, der stehen geblieben ist und war danach immer hin- und hergerissen zwischen meiner Begeisterung für alte Autos und Top-Technik mit Funktionalität.
 
Wie sieht denn zur Zeit der Fuhrpark von Gottschalk aus?
 
Ein Touareg, ein Bentley Mulsanne und ich habe von meiner Freundin einen Beetle-Käfer geerbt, den ich wahnsinnig gern fahre. 
 
Nach welchen Kriterien haben Sie ihre Traumautos ausgesucht?
 
Ich habe mir mal einen Rolls Royce gekauft, nur weil bei der Probefahrt „I´ll follow the sun“ von den Beatles im Radio gelaufen ist. Ich dachte, dies wäre ein Hinweis, dass dieses Auto zu mir gehört. Autofahren ist bei mir total emotional. Ich kann in einer alten Ente ein größeres Glücksgefühl als in einer brandneuen Limousine entwickeln. Ich bin oft von Menschen gefragt worden, wie viel PS hat denn dein Auto? Dann habe ich immer geantwortet: Keine Ahnung. Ich bin überhaupt kein Motorfreak: Wenn die Kühlerhaube aufgeht, bin ich raus aus dem Spiel. Ich erfreue mich am Geruch von irgendeinem Leder oder Holz oder dass meine beigen Ledersitze im Touareg toll zur weißen Farbe passen. Aber was die technischen Finessen angeht, bin ich ahnungslos. Es hat mich nie interessiert.
 
Was halten Sie denn von den modernen Assistenzsystemen?
 
Ich finde das Head-up-Display im neuen Touareg perfekt. Da hat man keine Ausrede mehr, zu schnell zu fahren und hält sich an die Geschwindigkeit. Alles was in Richtung Sicherheit geht, finde ich gut. Wenn mich ein High-Tech-System zu sehr pädagogisch an die Hand nimmt, kommt mein Freiheitsdrang heraus. Dann schalte ich sie aus.
 
Durch die Corona Krise haben viele Menschen wieder das Reisen mit dem eigenen Auto entdeckt. Sie auch?
 
Ich fliege zur Zeit nicht. In Kalifornien war ich letztes Weihnachtsfest und seitdem reise ich mit dem Auto. Ich fahre gern durch die Schweiz, mache eine Tour an den Comer See, erfreue mich an schönen Landschaften oder cruise, so wie hier im Harz, durch die deutsche Provinz. Rund 80 Prozent der Menschen, die mich aus dem TV kennen, leben auf dem Land. Ich war immer jemand, der die Nähe zur Normalität gesucht hat.
 
Thomas Gottschalk © Volkswagen AG
Sind Sie so bodenständig, dass Sie Ihr Auto selbst waschen?
 
Nein – aber ich fahre meinen Touareg höchstpersönlich in die Waschanlage. In den USA war dies oft Handarbeit an den Tankstellen – da haben gleich ein dutzend Putzer die Lappen geschwungen. In den deutschen Waschanlagen habe ich immer ein bisschen Angst, wenn diese Besen aufdrehen. Dann denke ich immer, oh je, jetzt rasieren sie dich auch gleich.
 
Sie sind jahrzehntelang in den USA Auto gefahren. Haben die vielen Staus auf den Highways in LA ihre Fahrweise verändert?
 
Komischerweise ist das Autofahren in Amerika nicht so stressig wie hier. Erstens gibt es dort nicht diese Oberlehrermentalität und der Verkehr fließt. In Kalifornien scheint eben die Sonne und es herrscht eine andere Stimmung. Ich habe ja in Malibu gewohnt, das heißt, ich bin immer am Meer entlang gefahren, und wenn du dann noch „California Dreaming“ hörst, ist das Leben doch vom Feinsten.
 
Sie sprachen gerade von Oberlehrer-Mentalität — gibt es einen Autofahrer-Typ, der Sie nervt?
 
Nein, nicht wirklich. Es sind weniger die Autofahrer, aber ich habe ein erklärtes Feindbild: Dass sind diese Hipster, diese dünnen Männlein, die rücksichtslos auf Miet-Rollern durch die Städte sausen. Gern auch zu zweit auf einem Roller und noch mit Kopfhörern.
 
Für viele Menschen ist das Auto ein Statussymbol – für Sie auch?
 
Gott sei Dank habe ich keine Statussymbole mehr nötig. Wenn ich aus dem Auto aussteige, interessieren sich die Menschen mehr für mich, als für das Fahrzeug. Es gibt ja viele Männer, die sind hilflos, wenn sie einen Meter von ihrer Limousine entfernt sind. Andere brauchen einen roten Ferrari – bei mir reicht ein roter Anzug.
 
Was war Ihr schönstes Erlebnis im Auto ?
 
Ich war keiner von diesen Auto-Knutschern. Mit 21 Jahren habe ich mir mein erstes Auto erarbeitet. Ein orangefarbener Jeanskäfer. Selbst gekauft. Die erste Freundin und das erste Auto vergisst man nie.
 
Mit 21 kaufte Gottschalk sein erstes eigenes Auto: einen orangefarbenen Jeanskäfer, ähnlich diesem Modell aus dem Jahr 1974 © Volkswagen AG
Beim Dreh im Harz gab es ja ein Rendezvous mit einem orangefarbenen Jeans-Käfer Baujahr 1974. Wie war das Gefühl, damit eine Runde zu drehen ?
 
Es war ein ähnliches Gefühl, als ob ich in den Spiegel schaue: Es kommt nichts Besseres nach (lacht!). Schlusszeichen!
 

Volkswagen AG / SK