Es war kein Porsche Taycan, dessen E-Batterie den Brand ausgelöst hat
© Porsche | Zoom

Porsche ist nicht schuldig beim Untergang des Containerschiffs

(Infothema: Untergang Autotransportschiff Felicity Ace - Schuldfrage)  Das Landgericht hat bekanntgegeben, dass Porsche nicht haftbar gemacht werden kann in Bezug auf den Untergang des Containerschiffs "Felicity Ace". Man ist überzeugt davon, dass es keine Lithium-Ionen-Batterie in einem Porsche Taycan war, die den Brand auf dem Schiff verursachte. Somit werden keine Schadensersatzansprüche gegen Porsche anerkannt.

Schaden­s­er­satz­ansprüche gegen Porsche abgeschmettert 


Die Kläger auf Schadensersatz gegen Porsche waren der Seekaskoversicherer sowie die Schiffseigentümerin. Das Landgericht Stuttgart hat diese Schaden­s­er­satzklage aber nun gegen den Autohersteller Porsche aus Stuttgart abgewiesen.

Die Anwälte der Kläger stützten die Klage auf die Produzentenhaftung, und machten Schaden­s­er­satz­ansprüche gegen die Porsche AG als Fahrzeug­her­stellerin in Höhe von knapp 30 Mio. Euro geltend. 

Der Untergang des Containerschiffs mit dem Namen MS "Felicity Ace" war gegen Mitte  Februar 2022. Geladen hatte die MS „Felicity Ace“ knapp 4.000 neue Autos von mehreren Herstellern. Die Ladung enthielt auch E-Autos, die ebenfalls für die USA bestimmt waren.

Für den ausgebrochenen Brand am 16. Februar 2022 hat man sich nicht auf die Ursache einigen können. Glücklicherweise ist der Besatzung nichts passiert - sie konnte rechtzeitig evakuiert werden. Allerdings hat sich Schiffsbrand weiter ausgebreitet, und konnte nicht mehr gelöscht werden. 12 Tage später war das Schicksal nicht mehr aufzuhalten, und die Felicity Ace sank auf 3000 Meter südlich der Azoren.

Der Klageschrift lag zugrunde, dass eine sich selbst entzündende Lithium-Ionen-Batterie die Ursache des Brandes gewesen sein muss, die in einem Porsche Taycan verbaut war. Porsche hat sich dagegen gewehrt und ist sich sicher, dass der Brand aufgrund einer anderen Ursache ausgebrochen sein muss. Die Schadenssumme von 30 Millionen Euro haben die Seekaskoversicherung sowie die Schiffseigentümerin als Ersatz für den Schaden verlangt, der durch den Untergang des Schiffes entstanden ist.

Nun ist das Urteil das Landgerichts Stuttgart gefallen. Man hat entschieden, dass keine Schaden­s­er­satz­ansprüche zustehen, und deshalb wurde die Klage im Gesamten abgewiesen.

Man konnte die Kammer nach Durchsicht der Beweise nicht davon überzeugen, dass es ein Porsche Taycan war, dessen Elektrobatterie den Brand am 16. Februar 2022 auf dem Containerschiff ausgelöst hat.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

© urteile.news (ra-online GmbH), Berlin 10.08.2026

Quelle: Landgericht Stuttgart, ra-online (pm/pt)

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