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Der neue Mercedes EQS SUV: Abhängig von der Fahrzeugausstattung sind Reichweiten bis zu 660 Kilometern möglich
© Daimler Benz | Zoom

Neuer Mercedes EQS SUV: Die Analysten zu den Zahlen von Mercedes

Da sind sich die Analysten mal wirklich einig: Mercedes hat mit sehr guten Zahlen gut gepunktet. Mit einem Umsatzplus von 6% (34,9 Mrd.Euro) im ersten Quartal kann man das auch gefahrlos unterstreichen. Da es zur Zeit ein gutes Preisniveau für die Neu- und die Gebrauchtwagensparte gibt, ausserdem Mercedes einige Kosten um knapp 20% reduzieren konnte, liegt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf satten 5,3 Milliarden Euro. Das hat die Mercedes Aktie nach oben katapultiert. Die Stuttgarter meldeten dass die Pkw-Sparte mit einem Umsatzanteil von 16,4 Prozent eine sehr hohe operative Gewinnmarge (gesehen am Gesamtumsatz der Branche) brachte. Das "beeindruckte" sogar den Goldman Sachs Analysten George Galliers, wie er selbst verlauten liess. Mercedes-Benz erzielte sehr gute Verkaufspreise und haben durch eine günstige Modellpalette die allgemein höheren Rohstoffpreise sehr gut ausgeglichen. Wie man aus der HV auch heraushörte, wurde der durchschnittliche Umsatz pro Auto in den Jahren 2019 bis 2021 um mehr als ein Viertel auf knapp 50.000 Euro erhöht. Und genau so will der Mercedes Chef Ola Källenius auch weiter voranschreiten. Die Pläne sehen noch in diesem Jahr den EQE und den SUV EQB vor, nach dem jetzt vorgestellten EQS, bis 2026 werden ca.60 Mrd Euro in den Ausbau der Elektromobilität fliessen. Die aktuellen Börsenzahlen geben der Mercedes Aktie einen kleinen Pusch: Die Aktie würde aus der charttechnischen Sicht ein Kaufsignal generieren, wenn denn die 200-Tage-Linie geknackt wird, die bei 66,75 Euro verläuft.

 

Der neue EQS SUV

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Der EQS SUV arbeitet mit permanent erregten Synchronmaschinen


Mit Reichweiten von bis zu 660 Kilometern (nach WLTP) und einer Leistung von bis zu 400 kW wird der EQS SUV den Ansprüchen an ein Oberklasse-SUV auch in punkto Antrieb gerecht. Alle EQS SUV besitzen einen elektrischen Antriebsstrang (eATS) an der Hinterachse, die Versionen mit 4MATIC zusätzlich auch einen eATS an der Vorderachse. Bei den 4MATIC Modellen sorgt die Funktion Torque Shift für eine intelligente, stufenlose Verteilung der Antriebsmomente zwischen der hinteren und der vorderen E‑Maschine. Das modulare Antriebskonzept ermöglicht ein großes Spektrum an maximalen Gesamt-Antriebsleistungen von 265 bis 400 kW. Abhängig von der Fahrzeugausstattung sowie -konfiguration sind WLTP-Reichweiten von bis zu 660 Kilometern möglich.
 
Die Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sind permanenterregte Synchronmaschinen (PSM). Bei PSM ist der Rotor des Wechselstrommotors mit Permanentmagneten bestückt und muss daher nicht mit Strom versorgt werden. Die Magnete – und damit der Rotor – folgen dem umlaufenden Wechselstromfeld in den Wicklungen des Stators. Beim EQS SUV verwendet Mercedes-Benz eine sogenannte Einzugswicklung für ein besonders starkes magnetisches Feld. Synchron heisst der Motor, weil sich der Rotor mit der Frequenz des Stator-Magnetfelds dreht. Die Frequenz wird in den Umrichtern der Leistungselektronik an die Geschwindigkeitsanforderungen des Fahrers angepasst. Zu den Vorteilen dieser Bauart gehören hohe Leistungsdichte, hoher Wirkungsgrad sowie hohe Leistungskonstanz. Die Maschine an der Hinterachse ist besonders leistungsstark durch Sechsphasigkeit: Sie besitzt zwei Wicklungen mit jeweils drei Phasen.

„Der EQS SUV ist das dritte Fahrzeug auf unserer neuen vollelektrischen Plattform. Er bringt alles mit, was unsere Kunden am EQS schätzen – und kombiniert das mit den Stärken und der Vielseitigkeit eines SUV, das bis zu sieben Personen Platz bietet. 
© Daimler

Kühlung: ausgeklügeltes Thermokonzept für hohe Belastbarkeit

 
Gleichbleibend hohe Performance und mehrfache Beschleunigungen ohne Leistungsabfall kennzeichnen die Antriebsphilosophie des EQS SUV. Dazu gehört ein ausgeklügeltes Thermokonzept mit einigen Besonderheiten. Eine sogenannte Rotorkühlung in der Welle des Rotors kühlt diesen von innen. Weitere Kühlelemente im Kühlkreislauf sind Rippen am Stator, eine nadelförmige Pin-Fin-Struktur am Inverter und ein Getriebeöl-Wärmetauscher. Dieser bringt zusätzlich mehr Effizienz bei Kaltfahrt, da er zu Fahrtbeginn zur Erwärmung des Getriebeöls beiträgt und somit die Reibung im Getriebe vermindert.
 

Intelligente Rekuperation: One-Pedal-Fahren bis zum Stillstand

 
Der EQS SUV bietet mehrere Varianten der Energierückgewinnung mittels Rekuperation. Der Fahrer kann die Verzögerung in drei Stufen D+ (Segeln), D (Standard-Rekuperation), D- (Verstärkte Rekuperation) über Schaltwippen hinter dem Lenkrad manuell wählen.
 
Hinzu kommt DAuto: Der ECO Assistent bietet mit der Rekuperationsstufe DAuto eine situationsangepasste Rekuperation – es wird so gesegelt oder verzögert, dass sich unter dem Strich eine möglichst effiziente und komfortable Fahrweise ergibt. Dem Fahrer wird dazu im Kombiinstrument sowie ggf. im Head-Up-Display angezeigt, wann es auf Grund eines vorausliegenden Events sinnvoll ist, den Fuß vom Fahrpedal zu nehmen. Bei Befolgen der Anzeige wird daraufhin beispielsweise bei einem vorausfahrenden Fahrzeug möglichst rekuperativ bis in den Stillstand verzögert. Der Fahrer braucht hierfür also nicht das Bremspedal zu betätigen – One-Pedal-Fahren pur. Hierbei können bis zu 5 m/s² Verzögerung erreicht werden, davon 3 m/s² durch Rekuperation.
 
„Ob Familie, Abenteurer, Tech-Fans oder Musikliebhaber: Wenn der EQS SUV in der zweiten Jahreshälfte 2022 auf den Markt kommt, wird er die Wünsche vieler Kunden erfüllen. "
© Daimler

4MATIC Modelle: Stufenlose Verteilung der Antriebsmomente

 
Die Funktion Torque Shift sorgt für eine bedarfsgerechte und wirkungsgradoptimierte stufenlose Drehmomentverteilung zwischen den beiden E-Maschinen der 4MATIC-Varianten. Je nach Anforderung wird die Drehmomentverteilung reguliert:
  • Energieeffizienz: Bei konstanter Fahrt ermittelt ein Optimierungsverfahren die jeweils effizienteste Allradverteilung. In die Berechnung fließt ein, dass eine Permanentmagnet-Synchronmaschine unter bestimmten Bedingungen vollständig abgeschaltet werden kann, was die Grundlast reduziert.
  • Rekuperationsleistung: Möglichst viel rekuperative Verzögerung ohne die Haftung der Räder zu überfordern und damit die Fahrstabilität zu gefährden, bedingt eine angepasste Drehmomentverteilung Die Rekuperationsleistung der Versionen mit Allradantrieb beträgt bis zu 290 kW[2]. Hohe Energierückgewinnung erhöht die Reichweite.
  • Traktion/Beschleunigung: Hier verteilt die Betriebsstrategie die Antriebsmomente ebenso ideal auf die beiden Achsen. Bei sportlicher Fahrweise in Kurven ermöglicht die Betriebsstrategie ein stabiles und neutrales Fahrverhalten.
  • Schnee und Eis: Für möglichst viel Traktion und Fahrstabilität auch auf Schnee und Eis erkennt die Betriebsstrategie durchdrehende Räder und passt die Drehmomentverteilung entsprechend an. Da beide Maschinen unabhängig voneinander angesteuert werden, kann auch bei Traktionsverlust an einer Achse weiterhin ein Drehmoment auf der jeweils anderen Achse gestellt werden.
  • Offroad: Im OFFROAD-Fahrprogramm wird die Allradverteilung für unbefestigte Straßen, Steigungen und Gelände optimiert.

Umfangreiche Erprobung: Spezielle Prüfstände bei Mercedes-Benz

 
Auf dem Weg zur Serienreife legte der EQS SUV viele Testkilometer zurück, unter anderem im Prüf- und Technologiezentrum (PTZ) in Immendingen. Die systematische Gesamtfahrzeug-Validierung dient zur Absicherung der hohen Qualitäts-Standards und gehört zu den umfangreichen Maßnahmen im Entwicklungsprozess einer jeden Mercedes-Benz Baureihe. Stationen waren unter anderem harte Wintertests in Skandinavien, Fahrwerks- und Triebstrangtests auf Prüfgeländen, öffentlichen Straßen und auf der High-Speed Teststrecke in Nardò sowie die integrierte Gesamtfahrzeug-Hitzeerprobung in Südeuropa und Südafrika. Auch in China, Japan, Dubai und den USA war der EQS SUV für Testfahrten unterwegs.
 
Dabei absolvierte er das gleiche anspruchsvolle Erprobungsprogramm wie jedes andere Fahrzeug, das stolz einen Stern tragen darf. Zusätzlich fanden noch etliche Tests speziell für Elektroautos statt, die wichtige Entwicklungsschwerpunkte wie Reichweite, Laden und Effizienz abdecken. Besonderes Augenmerk galt natürlich dem E‑Antrieb und der Batterie.
 
Hinzu kamen mehrere Millionen Testkilometer auf insgesamt mehr als zwei Dutzend Prüfständen in Stuttgart-Untertürkheim sowie am Entwicklungsstandort Nabern. Erprobt wird auf reinen eATS-Prüfständen, bei denen der Strom aus einer speziellen Gleichstromquelle, einer sogenannten Batteriesimulation, kommt, und auf eDrive-System-Prüfständen: Hier umfasst die Erprobung auch die Batterie und die kompletten Ladekomponenten des Fahrzeugs. Das Streckenprofil/Prüfstandprofil wurde gegenüber den Verbrennern modifiziert, zum Beispiel um die Momentbelastung der Getriebe in beiden Richtungen zu berücksichtigen – ein spezieller, von der hohen Rekuperationsleistung bestimmter Lastfall. Hinzu kommt die spezielle Heiß‑/Kalterprobung der Leistungselektronik.

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