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Umicore-CEO Mathias Miedreich (l.) und Volkswagen-Konzernvorstand Technik Thomas Schmall.
© Volkswagen Media | Zoom

General Motors und Volkswagen setzen auf eigene Batterieherstellung

Im Kampf um wichtige Ressourcen folgen die traditionellen Autohersteller Teslas Beispiel und investieren in die eigene Batterieproduktion. Ihr Ziel: Den Einfluss auf die Lieferketten bei Elektroautos auszubauen. Dafür schließen die Konzerne nun  Partnerschaften mit Rohstoffherstellern. 

General Motors, Volkswagen und andere große Autokonzerne haben bereits stark in Joint-Venture-Fabriken investiert, um ihre Versorgung mit Batterien für E-Autos sicherzustellen. Jetzt wollen sie weiter expandieren, um die Kosten zu senken, sich gefragte Komponenten zu sichern und mehr Kontrolle über die Qualität und Leistung der Batterien zu haben.
 
Tesla war eines der ersten Unternehmen, das einen Großteil seiner Elektroauto-Batterien selbst herstellte. Dadurch wurde der E-Auto-Pionier zum wertvollsten Autohersteller der Welt. Der Vorstoß der Autohersteller, ihre Lieferketten verstärkt zu kontrollieren, ist auch durch die erschwerte Fahrzeugherstellung aufgrund des Chip-Mangels entstanden.



In den letzten Wochen haben Volkswagen und Stellantis bekannt gegeben, dass sie Verträge zur Sicherung von Lithiumlieferungen abgeschlossen haben. Das silbrig-weiße Metall ist aufgrund seiner elektrochemischen Eigenschaften ideal für die leistungsstarken Batterien von E-Autos.
 
Anfang Dezember gab GM an, dass es in eine neue nordamerikanische Fabrik mit dem koreanischen Stahl- und Chemiehersteller POSCO investieren wird, um Kathodenmaterialien herzustellen. Das ist eine wichtige Komponente für Batterien und macht einen großen Teil der Kosten aus. Volkswagen will zusammen mit dem belgischen Material- und Recyclingkonzern Umicore eine ähnliche Fabrik für Kathodenmaterial bauen.
 
Diese Schritte deuten darauf hin, dass die Branche wieder zur vertikalen Integration übergeht. Diese Strategie geht auf die Anfänge der Autoindustrie zurück, als einige Hersteller einen Großteil der für die Produktion erforderlichen Lieferkette besaßen oder erwarben. Ford war früher einmal Eigentümer von Minen und einem Stahlwerk.
 
Tipp für Aktionäre:
Die Analysten jedenfalls glauben ebenfalls daran, dass VW den Swing Richtung E-Mobility trotz der enormen Größe hinbekommen wird. JPMorgan Analyst Jose Asumendi sieht gute Chancen, die Gewinnentwicklung im neuen Jahr wieder zu verbessern. Sein Kursziel lautet 235 Euro. Einen Tick optimistischer ist Frank Schwope von der NordLB. Der Analyst hat zuletzt das Kursziel für die VW-Aktie um zehn auf 250 Euro erhöht. Die VW-Aktie könnte zu einer interessanten Comeback-Story im Jahr 2022 werden. Der Investitionsplan für die nächsten fünf Jahre steht. Aus technischer Sicht hat das Papier mit dem Break der 50-Tage-Linie ein neues Kaufsignal generiert. Wichtig wäre ein Überschreiten der 200-Tage-Linie, die bei 203,70 Euro verläuft.
Volkswagen Vz.
188,78 EUR -0,73 %
ISIN DE0007664039 WKN 766403 Börse FRA Stand 07.01. 20:54

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