Die Wallbox ist eindeutig vs.der Haushaltssteckdose vorzuziehen
© Volkswagen | Zoom

Emobility: ADAC Test - E-Auto Ladeverlust

(Infothema: E-Auto laden / ADAC testet verschiedene Lademöglichkeiten)  Der ADAC hat bei einer jüngsten Untersuchung die unterschiedlichen Ladeverluste von E-Autos untersucht. Dabei kam heraus, dass die Haushaltssteckdose nach wie vor nur eine Notlösung sein kann. Der ADAC hat insgesamt 5 Elektroautos während des Ladevorgangs untersucht, und zwar jedes Modell an einer normalen Haushaltssteckdose sowie an einer Wallbox. Unter anderem war ein Mercedes-Benz CLA EQ negativ auffällig, demgegenüber ein Renault R5 positiv auffiel. Das eindeutige Ergebnis hier im speed-magazin.de

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Gut zu wissen: Die Batterie speichert nicht alles


Wenn ein E-Auto geladen wird, kann nicht die gesamte elektrische Energie in der Batterie gespeichert werden. Das ist technisch nicht möglich, denn während des Ladevorgangs sind einige Bordsysteme im Fahrzeug aktiv, die Strom benötigen.

Außerdem entstehen Verluste bei der Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom. Wie hoch dieser zusätzliche Energiebedarf genau ausfällt, hat der ADAC in einer Studie mit fünf aktuellen E-Autos untersucht. Die Fahrzeuge wurden dafür an einer Haushaltssteckdose und einer Wallbox aufgeladen. An der Wallbox erfolgten die Ladevorgänge jeweils mit maximaler Leistung und mit reduzierter Ladeleistung, wodurch das Laden mit überschüssigem Strom aus einer PV-Anlage simuliert wurde.

Das Ergebnis ist eindeutig: Das Laden an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW ist bei allen Autos mit den höchsten Verlusten verbunden.

ADAC Studie : Ladeverluste bei E-Autos
© ADAC - Die Ladeverluste verschiedener Fahrzeuge im Vergleich

Am ineffizientesten zeigte sich der Mercedes-Benz CLA EQ, bei dem fast ein Viertel des verbrauchten Stroms nicht im Akku landete.

Bei allen anderen Fahrzeugen lagen die Verluste bei rund 15 Prozent. Effizienter ist das Laden mit überschüssigem Strom aus einer PV-Anlage, selbst wenn die Ladeleistung aufgrund geringen Ertrags auf 4,2 kW reduziert wird. Die Verluste bei allen Autos in der Studie lagen dabei unter 13 Prozent.

Am effizientesten ist es jedoch, das Fahrzeug an einer Wallbox mit der höchstmöglichen Ladeleistung aufzuladen.

Je nach Fahrzeug sind das 11 kW oder auch 22 kW: Alle Ladeverluste lagen in diesem Szenario unter sieben Prozent. Am effizientesten war der Renault R5, der sowohl beim PV-Überschussladen als auch an der Wallbox die geringsten Verluste aufwies.

Aus Sicht des ADAC bekräftigen diese Ergebnisse die bestehende Empfehlung:

Die Haushaltssteckdose ist nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch im Sinne der Effizienz zum regelmäßigen Laden eines E-Autos ungeeignet und sollte eigentlich ausschließlich als Notlösung betrachtet werden.

Wer sich detailliert mit den Ladeverlusten eines Fahrzeugs auseinandersetzen will, dem empfiehlt der ADAC einen Blick in die Datenbank von Green NCAP.

Das Verbraucherschutzprogramm bewertet die Umweltauswirkungen aktueller Fahrzeuge.

Bei E-Autos spielt das Thema Energieeffizienz eine große Rolle, wobei auch die Ladeverluste an der heimischen Wallbox ermittelt werden und in das Ergebnis einfließen. Green NCAP bewertet rund 60 Fahrzeuge im Jahr.

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