Ein Vergleich zwischen Verbrenner und Elektroauto bzgl. des Kostenaufwands bei Dienstwagen lohnt sich!
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Elektro vs. Verbrenner als Dienstwagen: Kosten, Steuern und Alltag im Vergleich

Der Dienstwagen-Markt befindet sich im Wandel: Immer mehr Unternehmen und Arbeitnehmer stehen vor der Wahl ob sie auf Elektromobilität oder klassische Verbrennermotoren setzen. Die Entscheidung beeinflusst nicht nur die Kosten, sondern auch steuerliche Rahmenbedingungen, das Fahrgefühl sowie praktische und ökologische Aspekte im betrieblichen Alltag. Wer langfristig plant stellt die verschiedenen Modelle sorgfältig gegenüber. Doch wie unterscheiden sich die beiden Antriebsarten konkret in Anschaffung, Nutzung und im täglichen Betrieb?

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Der Vergleich:
Anschaffung, Leasing und Betriebskosten bei Elektro- und Verbrenner-Dienstwagen


Die Frage nach Kosten ist für Unternehmen und Nutzer oft der entscheidende Faktor bei der Wahl eines Dienstwagens. Elektrofahrzeuge haben häufig höhere Anschaffungspreise als vergleichbare Verbrenner, insbesondere beim Direktkauf. Der Grund liegt vorrangig in den hohen Batterie- und Entwicklungskosten, die nach wie vor einen Grossteil des Gesamtpreises ausmachen.

Beim Leasing, der beliebtesten Variante für Dienstwagenflotten, nähern sich jedoch die monatlichen Raten von Elektro- und Verbrennerfahrzeugen zunehmend an. Hersteller und Leasinggesellschaften kalkulieren mit Restwerten, die Dank wachsender Nachfrage und günstigerer Wartung bei E-Autos steigen. Gleichzeitig wirken sich staatliche Förderungen und Mengenrabatte preissenkend aus.

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© Aral - Tankstellen rüsten zunehmend E-Ladestationen auf für schnelleres Laden der Elektroautos

Im laufenden Betrieb punkten Elektro-Dienstwagen spürbar


Strom ist als Antriebsenergie je nach Tarif günstiger als Benzin oder Diesel. Zudem fallen weniger Verschleissteile an, wodurch Wartungsintervalle seltener und Reparaturen meist günstiger sind. Ölwechsel, Zahnriemen oder Abgasanlage entfallen bei Elektroautos vollständig.

Eine Analyse der Gesamtkosten über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren zeigt oft Vorteile für E-Modelle, wenn Förderungen mit einbezogen werden. Wer mehr zur genauen Gegenüberstellung erfahren möchte, findet einen umfangreichen Kostenvergleich zwischen Elektro und Verbrenner. Hinzu kommen mögliche Vergünstigungen bei Versicherungsprämien, die von etlichen Versicherern gewährt werden. Für Unternehmen, die parallel eine eigene Ladeinfrastruktur betreiben, lassen sich weitere Betriebsausgaben einsparen. Wer hingegen auf bestehende öffentliche Ladepunkte angewiesen ist, muss Ladegebühren einkalkulieren. Diese Variable kann je nach Region schwanken.

Welche steuerlichen Regelungen und finanziellen Vorteile bieten Elektro- im Vergleich zu Verbrenner-Dienstwagen?


Der Gesetzgeber setzt deutliche Anreize für umweltfreundliche Mobilität, insbesondere im Bereich der Dienstwagen. Ein markanter Unterschied offenbart sich bei der sogenannten Ein-Prozent-Regelung zur Besteuerung des geldwerten Vorteils. Während bei Verbrennermodellen pauschal 1% des Bruttolistenpreises als monatlicher geldwerter Vorteil versteuert werden muss, profitieren Elektro-Dienstwagen (bei einem Bruttolistenpreis bis zu 60.000 Euro, Stand 2024) von einem stark reduzierten Satz von nur 0,25%. Übersteigt der Bruttolistenpreis diese Grenze, greift in der Regel ein Steuersatz von 0,5%, der damit immer noch unter dem für Verbrenner liegt. Auch Plug-in-Hybride mit ausreichender elektrischer Reichweite werden steuerlich begünstigt und sind mit 0,5% zu versteuern.

Die Förderung von E-Autos umfasst zusätzlich Kaufprämien

Auch gibt es reduzierte Kfz-Steuer oder teils komplette Steuerbefreiung in den ersten Jahren, was den Umstieg für Unternehmen noch attraktiver macht. Bei Verbrennern hingegen entfallen diese Förderungen. Für Arbeitgeber interessant: Investitionen in firmeneigene Ladeinfrastruktur und Bezuschussungen privater Ladestationen für Arbeitnehmer werden teils steuerlich begünstigt, beziehungsweise vom Staat finanziell gefördert.

Wer als Arbeitnehmer seinen Dienstwagen privat nutzt, spart so Monat für Monat mehrere Hundert Euro an Steuern im direkten Vergleich zu einem gleichwertigen Verbrenner. Für eine eigene Berechnung potenzieller Vorteile ist der Einsatz von einem Dienstwagenrechner sinnvoll. Für Unternehmen bedeutet die Entscheidung langfristig geringere Lohnnebenkosten und attraktivere Angebote für ihre Mitarbeiter.

Mitarbeiter schätzen zunehmend den ökologischen Aspekt eines E-Autos
© Aiways - Mitarbeiter schätzen zunehmend den ökologischen Aspekt eines E-Autos

Wie wirken Alltagstauglichkeit, Infrastruktur und Umweltaspekte bei der Auswahl eines Dienstwagens?


Wie alltagstauglich sind Elektroautos wirklich, wenn es um die tägliche Nutzung als Dienstwagen geht?
Die Reichweite moderner Elektro-Dienstwagen liegt je nach Modell und Batteriegrösse mittlerweile (Stand 2024) häufig zwischen 300 und 500 Kilometern. Diese Reichweite ist für viele Aussendienstmitarbeiter und Führungskräfte ausreichend um typische Tagesdistanzen problemlos abzudecken. Für Vielfahrer bietet sich ein genauer Blick auf das individuelle Fahrprofil an: Die Kombination aus Langstreckenpensum, Lademöglichkeiten unterwegs und Ladegeschwindigkeit des Fahrzeugs wird hier zum entscheidenden Faktor.

Die öffentliche Ladeinfrastruktur wächst kontinuierlich, besonders in städtischen Regionen und entlang der Hauptverkehrsachsen. Dennoch können in ländlicheren Gebieten oder bei kurzfristigen Dienstreisen Lücken auftreten, die den Verbrenner noch zeitweise attraktiver erscheinen lassen. Unternehmen, die eigene Ladestationen am Firmensitz installieren, bieten ihren Mitarbeitern einen entscheidenden Komfort- und Zeitvorteil.

Neben Wirtschaftlichkeit und praktischer Machbarkeit rückt die Umweltbilanz zunehmend in den Mittelpunkt

Elektro-Dienstwagen fahren lokal emissionsfrei und liefern vor allem im innerstädtischen Berufsverkehr und bei vielen kurzen Fahrten eine deutlich bessere CO2-Bilanz als Benziner oder Dieselmodelle. Für Unternehmen wird nachhaltiges Wirtschaften auch im Bereich Mobilität zum Imagefaktor. Ökologisch denkende Arbeitnehmer bevorzugen immer häufiger E-Modelle und verbinden damit das Gefühl, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Im direkten Alltagsvergleich zeigen sich dennoch Unterschiede: Beim Laden benötigt das E-Auto mehr Zeit als ein Tankvorgang, dafür entstehen keine lokalen Schadstoffe oder Abgase. Komfortfunktionen wie Vorklimatisierung lassen sich bequem über Apps steuern. Wer flexibel und unabhängig von festen Ladezeiten bleibt, kann die Vorteile der Elektromobilität voll ausschöpfen.

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sa / se

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