Anzeige

Erstes japanisches Elektroauto
© Nissan | Zoom

E-Mobility: Der Elektro-Pionier von Nissan

(Speed-Magazin) Auf dem Weg zur Nummer eins: Bis 2016 will Nissan zur absatzstärksten asiatischen Automobilmarke in Europa aufsteigen. Dies wäre nicht das erste Mal, dass Nissan eine Führungsrolle in der Automobilbranche übernimmt - man denke nur an den Nissan QASHQAI als Begründer des modernen Crossover-Segments oder an den LEAF als erstes Großserien-Elektroauto. Aus Anlass des 40. Geburtstags, den Nissan 2012 in Deutschland feiert, laden wir Sie mit 40 Pressemitteilungen zu einem Streifzug durch die stets von Innovationen geprägte Nissan Historie ein.

Das anbrechende Zeitalter der Elektromobilität - maßgeblich eingeläutet durch den Nissan LEAF - entfaltet sich vor allem vor dem Hintergrund knapper werdender Erdölreserven. Schon einmal führte der Mangel an schwarzem Gold zur Entwicklung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen: Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ermunterte die japanische Regierung Unternehmen des Landes, Elektroautos zu entwickeln und zu produzieren. Ziel war es, trotz der Energiekrise für Mobilität zu sorgen und damit einen wichtigen Beitrag für den Wiederaufbau des zerstörten Landes zu leisten.

Austauchbare Batterien und knapp 100 Kilometer Reichweite
Austauchbare Batterien und knapp 100 Kilometer Reichweite
© Nissan
Die Tokyo Electric Cars Company war eines dieser Unternehmen - ein Vorläufer der Prince Motor Co., Ltd, die sich 1966 mit Nissan zusammenschließen sollte. In den Aufbaujahren nach dem Krieg entwickelten ehemalige Luftwaffen-Ingenieure für Tokyo Electric Cars mit dem Tama das erste japanische Elektroauto.

Der 3,03 Meter kurze Kleinwagen mit Van-Charakter, der entfernt an den heutigen Nissan Cube erinnert, kam 1947 auf den Markt und verfügte über einen 3,3 kW starken Elektromotor. Mit Strom versorgt wurde der Motor von Bleisäurebatterien, die über eine spezielle Vorrichtung leicht ausgetauscht werden konnten. 35 km/h Höchstgeschwindigkeit waren für damalige Verhältnisse ein ordentlicher Wert, und die Reichweite von 65 Kilometern kann sich noch heute sehen lassen. Zumal der Tama, der vorwiegend als Taxi eingesetzt wurde, in einem offiziellen Test eines japanischen Ministeriums sogar 96 Kilometer mit einer Batterieladung zurücklegen konnte.

Ein allzu langes Leben war dem Tama allerdings nicht beschieden: Die Öllieferungen hatten sich bald wieder stabilisiert, der Wiederaufbau des Landes schritt voran, und der Verkauf des Tama wurde 1950 eingestellt. Nissan verfolgte das Thema jedoch weiter und stellte 1970 auf der Tokyo Motor Show ein Konzeptfahrzeug mit der Bezeichnung 315X vor. Der futuristische Mini im Stile eines Kabinenrollers wurde ebenfalls elektrisch angetrieben. Zudem arbeiteten hier die Bremsen als Dynamo - eine frühe Form der Bremsenergierückgewinnung.

Nissan / D. Dukes