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Zuhause laden an der Wallbox – für E-Auto-Fahrer, die zur Miete oder in Eigentümergemeinschaften wohnen, wird das künftig einfacher
© Volkswagen AG | Zoom

E-Auto: Was bringt mir das Recht auf Wallbox?

Nirgendwo ist das Laden eines E-Autos so komfortabel und einfach wie zuhause an der eigenen Wallbox. Bislang haben davon vor allem Hausbesitzer profitiert. Der Bundestag hat nun das sogenannte „Recht auf Wallbox“ beschlossen, mit dem sehr viel mehr Menschen die Möglichkeit zum Laden zuhause erhalten werden. Wir beantworten die zehn wichtigsten Fragen zur neuen Regelung.

Was bedeutet das „Recht auf Wallbox“ für mich als E-Auto-Fahrer?
In Zukunft haben sehr viel mehr E-Auto-Fahrer die Möglichkeit, eine eigene Wallbox an ihrem Parkplatz zu installieren. Bislang war das vor allem ein Privileg von Hauseigentümern. Voraussichtlich ab dem 1. November 2020 erhalten nun auch Mieter und Eigentümer in Eigentümergemeinschaften einen rechtlich bindenden Anspruch auf die Installation einer Wallbox. Sie sind damit nicht mehr auf den guten Willen des Vermieters oder der Miteigentümer angewiesen. Einzige Voraussetzung ist ein eigener Stellplatz. Das „Recht auf Wallbox“ wird der E-Mobilität insgesamt einen kräftigen Schub geben.
 
Wer profitiert vom „Recht auf Wallbox“ – und wieviele Menschen sind das?
Das „Recht auf Wallbox“ gilt sowohl für Eigentümer in Eigentümergemeinschaften als auch für Mieter von Wohnungen und Häusern. Die rechtlichen Regelungen unterscheiden sich dabei nur in den Details. So wird für Eigentümer das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) angepasst, während die Änderungen für Mieter im Mietrecht festgeschrieben werden. Wenn man Mieter und Wohnungseigentümer zusammennimmt, dann profitiert mindestens ein Drittel der Deutschen von der neuen Regelung. Insgesamt leben in Deutschland rund 58 Prozent der Menschen zur Miete, wovon knapp die Hälfte über einen eigenen Stellplatz verfügt.
 
Kann ich als Mieter oder Eigentümer künftig einfach eine Wallbox in der Tiefgarage installieren?
Nein. Vor der Installation einer Wallbox muss man nach wie vor einen Antrag beim Vermieter einreichen bzw. einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft herbeiführen. Eine grundsätzliche Ablehnung ist allerdings nicht mehr zulässig.
 
Was muss ich ganz konkret machen, wenn ich als Mieter oder Miteigentümer eine Wallbox installieren will?
Zunächst sollte man seinen Vermieter bzw. seine Miteigentümer über den Wallbox-Wunsch informieren. Gleichzeitig sollte man Mitstreiter suchen. Das gemeinsame Vorgehen erleichtert nämlich nicht nur die Umsetzung, sondern senkt in der Regel auch die Kosten. Im nächsten Schritt muss man sich für die gewünschte Ladelösung entscheiden. Hier kommt in der Regel auch ein Elektrofachmann ins Spiel, der die Hausinstallation prüft und die notwendigen Maßnahmen bestimmt. Als Mieter müssen Sie den detaillierten Antrag schließlich beim Vermieter einreichen. Als Miteigentümer müssen sie ihn zur nächsten Eigentümerversammlung anmelden, wobei unbedingt die Fristen zu beachten sind. Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung findet man unter anderem beim ADAC.
 
Wie erfahre ich, ob das Stromnetz meines Mietshauses überhaupt für eine oder mehrere Wallboxen ausgelegt ist?
Dafür ist in der Regel die Beratung durch einen qualifizierten Elektroinstallateur erforderlich. Dieser prüft sowohl den Gebäudeanschluss als auch die Hausinstallation und kann die notwendigen Maßnahmen zur Installation einer Wallbox bestimmen.
 
Wer bezahlt die Installation?
Die Kosten für Kauf und Installation einer Wallbox müssen vom Mieter bzw. Miteigentümer getragen werden. Das bedeutet auch, dass die Wallbox in sein Eigentum übergeht. Bei Auszug kann sie daher entweder mitgenommen oder dem Nachmieter überlassen werden – ggf. gegen eine entsprechende Abschlagszahlung. Zudem sollte man mit dem Vermieter oder den Miteigentümern über eine Kostenbeteiligung sprechen. Da die Installation einer Wallbox eine Werterhöhung der Immobilie darstellt, liegt sie in beiderseitigem Interesse und kann verhandelt werden.
 
Können sich mehrere Mieter oder Eigentümer eine Wallbox teilen?
Grundsätzlich ist das möglich, der Gesetzgeber macht hier keine Vorgaben. Die genaue Ladelösung kann individuell zwischen Mietern und Vermieter bzw. innerhalb der Eigentümergemeinschaft vereinbart werden.
 
Stichwort Grünstrom: Wer bestimmt, welche Art von Strom genutzt wird?
Das hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Beim Hausstrom können Mieter in der Regel frei über Anbieter und Stromtarif entscheiden, wenn sie für ihre Stromkosten eine eigene Rechnung vom Versorger erhalten. Ähnlich sieht es bei der Wallbox aus. Alternativ bleibt der Weg über den Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft.
 
Lohnt sich eine Wallbox überhaupt?
Eine Wallbox bietet viele Vorteile: Man lädt ganz bequem zuhause, muss sich nicht auf die Suche nach öffentlichen Ladesäulen machen und spart zudem Geld, da die heimischen Stromkosten günstiger sind als die Kosten für das öffentliche Laden. Dem stehen die Anfangsinvestitionen für Anschaffung und Installation der Wallbox gegenüber. Diese hängen von der Situation vor Ort ab und können nicht pauschal angegeben werden. Volkswagen bietet für den ID. Charger einen eigenen Installationsservice an, der bereits eine ganze Reihe von Baumaßnahmen abdeckt (u.a. 15 Meter Kabel, zwei Wanddurchbrüche).
 
Was sollte ich bei der Auswahl der Wallbox beachten?
Drei Punkte sind wichtig: Sicherheit, Ladeleistung, Zusatzfunktionen. Grundsätzlich sollte man bei jeder Wallbox auf Qualität und Sicherheit achten. Unter anderem muss eine DC-Fehlerstromerkennung an Bord sein. Bei der Ladeleistung entscheiden sich die allermeisten Nutzer für eine 11kW-Wallbox. Das reicht aus, um einen ID.3 mit mittlerer Batterie in fünf bis sechs Stunden vollständig aufzuladen. Wallboxen mit 22 kW sind zwar schneller, aber auch deutlich teurer und für Privatpersonen nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Außerdem muss der Netzbetreiber einer Installation hier ausdrücklich zustimmen. Einfache Wallboxen sind günstig, vernetzte Wallboxen bieten mehr Funktionen: Sie können über das Smartphone gesteuert werden, liefern Daten zu den Ladevorgängen und haben teilweise sogar einen eigenen Stromzähler an Bord. Der ist etwa dann sinnvoll, wenn man einen Dienstwagen fährt und die Ladekosten mit dem Arbeitgeber abrechnen will. Gerade Mieter und Wohnungseigentümer sollten zudem eine Wallbox mit

Volkswagen AG / SK