Die THG-Quote fördert die Zukunft der Elektromobilität
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Die Zukunft der Mobilität? Alles über die THG-Quote als Treiber für grüne Innovationen

(THG-Quote - das sollte man wissen: Vorteile, Technologien, Strategien)  So kann die THG-Quote die Mobilität revolutionieren - Alles über die Möglichkeiten und Vorteile dieser seit 2021 eingeführten Quote zur Förderung der erneuerbaren Energien im Verkehr. #THGquote #THGprämie #CO2 #elektromobilität #energiewende

THG-Quote = Treibhausgasminderungsquote erklärt


Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein zentrales Instrument zur Reduzierung von CO₂-Emissionen im Verkehrssektor und fördert die Nutzung erneuerbarer Energien. Im Zuge der Energiewende spielt sie eine entscheidende Rolle, um den Übergang zu einer nachhaltigen Mobilität zu beschleunigen. 
 
Im Nachfolgenden alles über die Entstehung und Entwicklung der THG-Quote, ihre Bedeutung für die Energiewende, die damit verbundenen Innovationen und Technologien sowie Unternehmensstrategien und Erfolgsbeispiele.  Ein Überblick über die Herausforderungen und Lösungsansätze für die Zukunft der THG-Quote und ihre Auswirkungen auf die Elektromobilität.

Der Anfang der THG-Quote: CO2-Reduktion und erneuerbare Energien fördern

Die THG-Quote wurde eingeführt um die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Sie basiert auf der EU-Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen und wurde in Deutschland im Jahr 2015 implementiert. Ziel der Quote ist es, den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor schrittweise zu erhöhen und die CO₂-Emissionen kontinuierlich zu senken.
 
Seit ihrer Einführung hat die THG-Quote mehrere Anpassungen und Erweiterungen erfahren, um den wachsenden Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden. Die jüngste Novelle des Gesetzes zielt darauf ab den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bis 2030 auf 28 % zu erhöhen. Dies soll durch eine Kombination aus elektrischer Mobilität, nachhaltigen Biokraftstoffen und anderen innovativen Technologien erreicht werden.

Mit der THG-Prämie für öffentliche Ladesäulen Geld verdienen


Die THG-Quote spielt eine zentrale Rolle in der Energiewende, indem sie Anreize für den Einsatz erneuerbarer Energien im Verkehrssektor schafft. Durch die Verpflichtung von Mineralölunternehmen ihre CO₂-Emissionen zu senken, wird der Druck auf diese Unternehmen erhöht umweltfreundlichere Alternativen zu fossilen Kraftstoffen zu finden.
 
Ein wesentlicher Aspekt der THG-Quote ist die Förderung der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge sind emissionsfrei und tragen wesentlich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei. Durch die THG-Quote wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur gefördert, was die Attraktivität und Verbreitung von Elektrofahrzeugen weiter steigert – hier finden Sie mehr Informationen zum Thema THG-Quote Ladesäule und der Zusatzerlöse, die man damit erzielen kann.
 
Darüber hinaus unterstützt die THG-Quote die Integration erneuerbarer Energien in den Verkehrssektor. Unternehmen können ihre Emissionsminderungen durch den Einsatz von Biokraftstoffen, grünem Wasserstoff und anderen erneuerbaren Energien nachweisen. Dies trägt nicht nur zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei, sondern fördert auch die Diversifizierung der Energiequellen im Verkehrssektor.
© Die THG-Quote ist ein zentrales Instrument zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehrssektor und fördert die Ntuzung erneuerbarer Energien
Die THG-Quote ist ein zentrales Instrument zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehrssektor und fördert die Ntuzung erneuerbarer Energien  - Bild von Rosy / Bad Homburg / Pixabay
Innovationen und Technologien: Die THG-Quote hat einen Innovationsschub im Bereich der Mobilität und Energie-Erzeugung ausgelöst. Eine Vielzahl neuer Technologien und Konzepte ist entstanden, um den Anforderungen der Quote gerecht zu werden und die CO₂-Emissionen effektiv zu reduzieren.

Elektromobilität:  Elektrofahrzeuge spielen eine Schlüsselrolle in der Reduktion von Treibhausgasemissionen. Dank der THG-Quote investieren immer mehr Unternehmen in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Schnellladestationen, drahtlose Ladesysteme und bidirektionales Laden sind nur einige der Innovationen, die den Übergang zur Elektromobilität unterstützen. Private Elektrofahrzeug-Besitzer bekommen mit der THG-Prämie sogar bares Geld durch den Verkauf der CO2-Einsparung.

Biokraftstoffe der zweiten Generation: Diese Kraftstoffe werden aus Rest- und Abfallstoffen produziert und haben eine deutlich bessere CO₂-Bilanz als herkömmliche Biokraftstoffe. Durch die Förderung solcher nachhaltigen Kraftstoffe kann die THG-Quote wesentlich zur Reduzierung der Emissionen im Verkehrssektor beitragen.

Grüner Wasserstoff: Wasserstoff, der mittels erneuerbarer Energien hergestellt wird, bietet eine vielversprechende Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Grüner Wasserstoff kann sowohl in Brennstoffzellenfahrzeugen als auch zur Speicherung und Bereitstellung von Energie in verschiedenen Anwendungen genutzt werden. Doch: Es gibt neben all den Vorteilen auch Nachteile, wie ein ARTE Bericht über Wasserstoff zeigt.

Power-to-X-Technologien:  Diese Technologien ermöglichen die Umwandlung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Quellen in andere Energieformen, wie synthetische Kraftstoffe oder Methan. Diese Kraftstoffe können dann im Verkehrssektor genutzt werden und tragen zur Erreichung der THG-Quote bei.

Unternehmensstrategien und Erfolgsbeispiele


Viele Unternehmen haben die Chancen der THG-Quote erkannt und entwickeln Strategien, um ihre Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig von den finanziellen Anreizen zu profitieren.

Energieversorger und Ladeinfrastruktur: Unternehmen wie EnBW, E.ON und andere große Energieversorger investieren massiv in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Durch die Bereitstellung von Schnellladestationen und die Integration erneuerbarer Energien in ihre Netze tragen sie zur Erreichung der THG-Quote bei und profitieren gleichzeitig von den daraus resultierenden Einnahmen.

Die vollelektrischen Modelle von Mercedes
© Mercedes - Vollelektrische Modellpalette
Automobilhersteller: Hersteller wie beispielsweise Volkswagen, Tesla, Mercedes und BMW setzen verstärkt auf Elektrofahrzeuge und entwickeln neue Modelle, die den Anforderungen der THG-Quote entsprechen. Durch die Förderung der Elektromobilität können diese Unternehmen ihre Emissionsziele erreichen und sich gleichzeitig als Vorreiter in der nachhaltigen Mobilität positionieren.

Logistik- und Transportunternehmen: Unternehmen wie DHL und UPS investieren in Elektrofahrzeuge und alternative Antriebstechnologien, um ihre Flotten umweltfreundlicher zu gestalten. Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen und die Nutzung erneuerbarer Energien können sie ihre CO₂-Emissionen senken und von den finanziellen Anreizen der THG-Quote profitieren.

Herausforderungen und Lösungsansätze: Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen, die im Zusammenhang mit der THG-Quote und der Elektromobilität bewältigt werden müssen.

Infrastruktur und Reichweite: Der Ausbau der Ladeinfrastruktur muss weiter vorangetrieben werden, um die Reichweitenangst der Nutzer zu reduzieren. Investitionen in Schnellladestationen und innovative Ladelösungen sind entscheidend, um die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zu erhöhen.

Kosten und Wirtschaftlichkeit: Die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge und die Kosten für den Ausbau der Ladeinfrastruktur sind nach wie vor hoch. Staatliche Förderprogramme und finanzielle Anreize durch die THG-Quote können helfen diese Kosten zu senken und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Regulatorische Rahmenbedingungen: Die gesetzlichen Vorgaben müssen kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt werden, um den technologischen Fortschritten und den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Klare und transparente Regelungen sind entscheidend, um Investitionen zu fördern und die Umsetzung der THG-Quote zu unterstützen.

Austausch und Zusammenarbeit: Eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist notwendig, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sind wesentliche Faktoren für den Erfolg der THG-Quote.

Positiver Ausblick auf die Zukunft mit der THG-Quote und der Elektromobilität


Die THG-Quote hat das Potenzial ein zentraler Treiber für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors und die Förderung der Elektromobilität zu werden. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Förderung innovativer Technologien können die Ziele der Energiewende erreicht werden.
 
Unternehmen, die frühzeitig auf die Anforderungen der THG-Quote reagieren und in nachhaltige Mobilitätslösungen investieren, werden langfristig von den daraus resultierenden Vorteilen profitieren. Gleichzeitig tragen sie aktiv zum Klimaschutz bei und stärken ihre Position im Wettbewerb.
 
Für Privatpersonen bietet die THG-Prämie eine attraktive Möglichkeit von der Nutzung von Elektrofahrzeugen zu profitieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Emissionen zu leisten.
 
Die Zukunft der Mobilität ist grün, und die THG-Quote wird weiterhin eine entscheidende Rolle dabei spielen die Weichen für eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität zu stellen. Indem wir gemeinsam die Herausforderungen angehen und die Chancen nutzen, können wir eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen gestalten.

Die THG-Quote ist ein mächtiges Instrument zur Förderung der Energiewende und der Elektromobilität. Sie schafft Anreize für Unternehmen und Privatpersonen, ihren CO₂-Ausstoß zu reduzieren und in nachhaltige Technologien zu investieren. 
 
Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Förderung von Innovationen kann die THG-Quote einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten und den Weg zu einer klimafreundlichen Mobilität ebnen.
 

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