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Tesla Model S Plaid kann ab 2022 mit einem 20.000 Dollar-Karbon-Siliziumkarbid-Rotoren Brems-Kit nachgerüstet werden
© Tesla | Zoom

Das wird teuer: Teslas neues Rennsport Paket für das Model S

Tesla hat angekündigt für ihr neues Model S Plaid ein optionales Bremspaket für 20.000 USD anbieten zu wollen. Der Tesla Model S Plaid ist nun schon ein gutes halbes Jahr auf dem Markt. Das Auto hat 1.000 PS, beschleunigt von O auf 100 km/h in 2,1 Sekunden und hat eine Höchstgeschwindigkeit von nicht weniger als 320 km/h, also mehr als man den meisten Autofahrern und auch Strassen zumuten kann. So ein schneidiges Auto mit dieser Power benötigt natürlich auch allerbeste Rennbremsen: Tesla Besitzer eines PS-starken Tesla Model S Plaid können 2022 ein neues Karbon-Keramik-Brems-Kit nachrüsten. Der Spaß wird jedoch nicht ganz billig. Neuerungen beim Modell 3 und beim Modell Y in 2022 sind ebenfalls angekündigt: Im Tesla Model 3 wird ab 2022 ein größerer Akku verbaut werden, um die Reichweite zu erhöhen. Außerdem wird in den Modellen 3 und Y ein neuer Infotainment Computer verbaut werden, der mit einem AMD Ryzen Chip verbaut ist. Beide Modelle bekommen darüber hinaus eine Lithium-Ionen-Hilfsbatterie wie sie schon bei den letzten Premium-Elektroautos verbaut wurde. Hinten werden zudem Mehrschicht-Scheiben eingebaut. Gerüchten zufolge soll das Model Y auch einen Innenraum-Radar sowie verbesserte Bremsscheiben erhalten und es soll weiterhin eine höhere Zuladung möglich sein. Beim Model 3 wird davon gesprochen, dass die Antriebseinheit komplett optimiert wird, sodass die Performance durch noch mehr Leistung verbessert wird. Bestätigt ist dies jedoch noch nicht.

TESLA Model-S

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Tesla Model S Plaid - Neues Bremskit für 20.000 USD ab 2022

  
Elon Musk muss sich im Markt der etablierten Autobauer behaupten, und dazu lässt er sich immer mal wieder etwas ganz Besonderes einfallen. Die E-Autobauer aus Austin bieten nun zum Tesla Model S Plaid eine passende Bremsanlage aus Karbon und Keramik, die für den stolzen Preis von 20.000 USD ab Werk zu haben sein wird. Die Karbon-Siliziumkarbid-Rotoren in Teslas Brems-Kit sollen ein Maximum an Hochtemperaturbeständigkeit und Wärmemanagement bieten. Sie besitzen einteilig geschmiedete Bremssättel mit Hochleistungsbelägen und Hochtemperatur-Bremsflüssigkeit.
Tesla Model S
© Tesla Model S
Nachdem es in naher Zukunft lt. Musk in einem Tesla möglich sein wird autonom zu fahren (also die Hände vom Lenkrad nehmen und sich anderweitig beschäftigen während das Fahrzeug selbständig fährt), rechnet man auch mit entsprechender Ablenkung. Wenn man zum Beispiel während der Fahrt auf dem Smartphone im Internet spielen sollte, sollte man sich auch gut anschnallen, sodass man  bei einem abrupten Bremsmanöver nicht nach vorn geschleudert wird. Es empfiehlt sich generell nicht sein Geld in Online Casinos zu lassen, das mobile Spielen während einer solchen Fahrt birgt dann aber auch noch zusätzliche Risiken, denen man sich bewusst sein sollte.  

Bei einem Basispreis für den Tesla Model S Plaid von umgerechnet 116.990 € entspricht der angekündigte Preis für das Brems-Kit fast einem Sechstel des Kaufpreises. Das Brems-Kit soll in diesem Jahr verfügbar sein, und lt.Tesla sollen alle bisher gekauften Tesla Model S Plaid sollen dafür nachgerüstet werden können. Tesla Model S Plaid-Besitzer müssen für sich selbst entscheiden, ob sie das Kit verbauen wollen. Für den normalen Strassenverkehr reichen die Leistung der normalen Tesla-Bremsen beziehungsweise über die Rekuperation im Regelfall aus.
 
Wie man mit einem Tesla richtig bremst

Elektroautos besitzen einen großen Vorteil: die Rekuperation. Das heißt, dass aus der Bewegungsenergie des Fahrzeuges Strom produziert wird, der gespeichert wird um dann wiederum dem Elektromotor zugeführt wird. Der Generator hierfür ist aus einem bestimmten Grund mit im Motor verbaut. Jeder, der schon einmal ein Fahrrad mit einem Dynamo oder ein Elektroauto gefahren ist, weiß, dass der Dynamo eine gewisse Bremskraft ausübt. Diese Bremskraft reicht in normalen Situationen, wie beim vorsichtigen Annähern an eine Kreuzung mit roter Ampel in der Regel aus, um die Bremse nur kurz zum Schluss die Bremse betätigen zu müssen. Bei manchen Modellen ist auch ein “one-pedal-driving” integriert, sodass das Fahrzeug bis zum Stillstand „rekuperiert“, also nur mit dem Gaspedal bis zum Stillstand vollständig abgebremst werden kann.

 Die Rekuperation bringt einen Nachteil mit sich

Die Rekuperation spart Strom und erleichtert das Bremsen. Die Bremsbeläge werden geschont und müssen daher nicht so schnell erneuert werden, wie bei herkömmlichen Autos. Das spart Geld. Soweit so gut. Genau dieser Vorteil bringt jedoch auch einen Nachteil mit sich. Das Problem sind die Bremsscheiben. Diese werden bei der Fahrweise mit Rekuperation kaum belastet und daher auch nicht regelmäßig abgeschliffen. Die Folge ist Rostansatz, da normale Bremsscheiben immer noch aus Stahl gefertigt werden. Wird der Rostansatz nicht regelmäßig beseitigt, kann er den Bremsscheiben stark zusetzen, sodass deren Bremsleistung in der Folge stark nachlässt und bei der nächsten Inspektion ebenfalls erneuert werden müssen.

Daher wird allgemein empfohlen alle paar Tage eine starke Bremsung vorzunehmen, sodass auch die Bremsscheiben voll belastet werden. So kann der Rostansatz zuverlässig beseitigt werden. Die Bremsung kann zum Beispiel an einer Abfahrt erfolgen, wobei natürlich aufgepasst werden muss, dass sich kein Fahrzeug direkt hinter einem befindet. Wer im Regen oder durch eine Waschanlage fährt, sollte das Auto ebenfalls spätestens vor dem Parken zu Hause einmal richtig abbremsen, sodass die Bremsscheiben kurz auf Temperatur kommen. So können Wassertropfen, die das Rosten beschleunigen, von den Bremsscheiben beseitigt werden.

 Schwere Autos profitieren mehr vom Rekuperationseffekt

Übrigens: Bei einem Tesla, der durch seine vergleichsweise grossen Batterien sehr schwer ist, ist der Effekt der Rekuperation besonders hoch. Der Mehrverbrauch an Strom aufgrund des höheren Gewichts wird dadurch wieder ausgeglichen. Der Vorteil schwerer Elektroautos wird an einem Beispiel besonders deutlich: Ein schwerer, mit einem Elektromotor betriebener Muldenkipper, produziert durch die Rekuperation die gesamte Energie, die er beim anschließenden bergauf fahren benötigt. Durch die Umstellung der Flotte auf elektrisch betriebene LKWs können Speditionen im Extremfall bis zu 50.000 Liter Diesel im Jahr allein für ein Fahrzeug sparen.

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