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Erstmals seit 2001: DTM fährt wieder auf dem Grand-Prix-Kurs
© DTM Media | Zoom

Zweite DTM-Saisonhälfte startet vor Zuschauern am Nürburgring

Zuschauer-Zuspruch von den Tribünen, sportliche Zuspitzung auf der Strecke: Der fünfte Saisonlauf der DTM auf dem Nürburgring am kommenden Wochenende (11.–13. September) verspricht ein weiteres Motorsport-Highlight zu werden. Und mehr Klassiker geht nicht: Auf „geweihtem Motorsportboden“ steht dort, wo die DTM bereits 82 Rennen ausgetragen hat, zum ersten Mal die 5,148 Kilometer lange Grand-Prix-Streckenvariante auf der Agenda. In der aktuellen Saison sorgten bisher fünf verschiedene Sieger in acht Rennen für DTM-typische sportliche Abwechslung, knappe Entscheidungen und überraschende Wendungen. Zum zweiten Mal nach den Rennen in Assen (NED) vor einer Woche dürfen wieder Zuschauer die Werkspiloten von Audi und BMW von den Tribünen anfeuern.

Für Zuschauer, die dieses motorsportliche Spektakel hautnah erleben wollen, wurde erst am Dienstag eine stark limitierte Anzahl an Tageskarten für Samstag und Sonntag freigegeben. Zum Preis von 49 Euro inklusive dazugehörigem Parkplatz sind die Tribünentickets ausschließlich online bis Sonntag, 12:00 Uhr, über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich. Bei vorhergesagtem spätsommerlichem Wetter mit viel Sonne und  Temperaturen bis 20 Grad und mehr, können sich die Zuschauer auf ein volles und buntes Rennprogramm freuen. Neben der DTM sind auch die neue DTM Trophy mit seriennahen GT-Sportwagen sowie der Porsche Carrera Cup Benelux, die GTC-Rennserie und der Lotus Cup Europe am Start. Darüber hinaus überträgt SAT.1 beide Rennen am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live (Start jeweils 13:30 Uhr) mit faszinierenden Bildern von 60 Kameras. Qualifying, Hintergrundberichte und die Rahmenrennen liefern die Streaming-Angebote ran.de und DTM Grid (grid.dtm.com) auf die heimischen Bildschirme und auf Smartphones.

Fünf verschiedene Sieger in acht Saisonrennen

Die DTM 2020 beeindruckt bisher mit hoher Leistungsdichtung und abwechslungsreichen Rennen, die ganz nach dem Geschmack der Zuschauer sind. Sah es nach drei Siegen zum Auftakt nach einem Durchmarsch von Vizemeister Nico Müller (SUI) aus, konterte Audi-Markenkollege und Titelverteidiger René Rast mit zwei Erfolgen am Lausitzring. Seitdem sorgten Lucas Auer (AUT, BMW), Robin Frijns (NED, Audi) und Sheldon van der Linde (RSA, BMW) für Kurzweile. Aber nicht nur die Anzahl der Sieger, sondern auch die Art der Siege garantierten Hochspannung. Nur 0,089 Sekunden entschieden im dritten Saisonrennen über den Sieg – knapper war es in der langen DTM-Historie noch nie. BMW gelang gleich mit einem Doppeltriumph ein Comeback nach einem Jahr ohne Sieg. Und in Assen feierten die Fans den ersten DTM-Sieg eines Niederländers (Robin Frijns) seit 2004 mit stehenden Ovationen. Auch der Husarenritt des von der 14. Position gestarteten Südafrikaners Sheldon van der Linde (BMW) im Regenrennen am Sonntag begeisterte die Fans.
 
Am Nürburgring ist durchaus mit dem sechsten oder gar siebten Sieger zu rechnen. Vor allem der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock (GER) hat mit seinem BMW schon Führungskilometer absolviert, genauso Loïc Duval (FRA) aus dem Audi Sport Team Phoenix. Auch Duvals Teamkollege Mike Rockenfeller (GER) ist ein möglicher Kandidat für das Podium. Der ehemalige DTM-Champion Rockenfeller, in Neuwied geboren, das BMW Team RMG aus Andernach und vor allem das im Gewerbepark Nürburgring in Meuspath ansässige Audi Sport Team Phoenix haben am ‚Ring‘ ein „Heimspiel“.

Mit Doppelschlag in die heiße Saisonphase: Nürburgring-Sprintstrecke nur eine Woche später
Doppelschlag in die heiße Saisonphase: Nürburgring-Sprintstrecke nur eine Woche später
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82. Mal Nürburgring, aber Premiere auf dem 5,148 km langen Grand-Prix-Kurs

Der fünfte Saisonlauf auf dem Nürburgring markiert die „Halbzeit“ in der kompakten DTM-Saison mit neun Rennwochenenden. Nico Müller liegt nach acht von 18 Rennen mit 164 Punkten vorn, Robin Frijns ist mit 138 Zählern neuer Zweiter und hat den Rückstand verkürzt. Meister Rast komplettiert mit 120 Punkten das aktuelle Trio der Titelkandidaten. Dahinter folgenden Duval (71), Glock (62) van der Linde (60) und Rockenfeller (52) auf den Tabellenrängen vier bis sieben.
 
In der Eifel erlebt die DTM ein Comeback, das für alle Fahrer Neuland bedeutet. Denn erstmals seit 19 Jahren fährt die DTM wieder auf dem Grand-Prix-Kurs. Damals war der GP-Kurs allerdings nur 4,556 Kilometer lang, inklusive der später errichteten Mercedes-Arena misst die GP-Strecke heute 5,148 Kilometer. Vor allem das Audi Sport Team Abt Sportsline wird sich gerne an das Eifelrennen am 06. Mai 2001 zurückerinnern. Damals bejubelte die Mannschaft aus Kempten den ersten Sieg ihres privat eingesetzten Abt-Audi TT-R mit dem Franzosen Laurent Aiello am Steuer. Der Nürburgring hat seit der Premiere der Tourenwagen-Serie 1984 einen festen Platz im DTM-Kalender. Am Wochenende trägt die DTM die Rennen 83 und 84 am 'Ring' aus.
 
Nur eine Woche später, vom 18.–20. September, konzentriert sich die Action auf die 3,629 Kilometer lange Sprintstrecke. Denn der DTM-Troß bleibt zu einem Double-Header in der Eifel, also zweimal Nürburgring an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Inklusive Assen sind das drei DTM-Läufe in nur 16 Tagen – vor allem für die Teams eine enorme Herausforderung.

Vor Saisonhalbzeit: Audi-Mann Nico Müller vor fünftem Rennen an der Spitze
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» Stimmen – Vorschau, Nürburgring Grand Prix

Marcel Mohaupt, Managing Director ITR GmbH „Es ist großartig, dass auch am Nürburgring Zuschauer auf den Tribünen erlaubt sind. Ein Dankeschön, auch im Namen unserer Fans, an alle, die das ermöglichen. Wie wichtig die Rückkehr der Fans ist, haben wir in Assen besonders in der Startaufstellung und bei den Standing Ovations während der Zieldurchfahrt gespürt. Der Nürburgring steht für die Tradition der DTM und ist immer für überraschende Rennausgänge gut. Daher ist an diesem Wochenende wieder Hochspannung zu erwarten.“
 
Loïc Duval, Audi Sport Team Phoenix „Dieser Ort hat so viel Historie. Es ist immer wieder toll, dort hinzukommen. Die Strecke ist sehr technisch mit einem ziemlich hohen Reifenverschleiß. Im vergangenen Jahr hatte ich dort tolle Kämpfe. Cool, dass wir in diesem Jahr auch auf der Grand-Prix-Strecke fahren. Diese von mir präferierte Variante bin ich zuletzt 2016 mit dem LMP1-Rennwagen von Audi gefahren. Ich erinnere mich, dass wir auf dem Podium standen.“
 
Sheldon van der Linde, BMW Team RBM „Nach meinem ersten Sieg in der DTM am vergangenen Wochenende komme ich mit viel Motivation und viel positiver Energie zum Nürburgring. Ich freue mich sehr darauf, wieder dort zu fahren, besonders die Grand-Prix-Strecke. Das wird definitiv der Höhepunkt der beiden aufeinanderfolgenden Nürburgring-Wochenende sein. Besonders freue ich mich auf das Schumacher-S. Ich bin gespannt, ob wir das mit Vollgas fahren können. Das wäre dann schon sehr speziell.“
 
Robert Kubica, Orlen BMW Team ART „Nürburgring – das ist ein historischer Ort im Motorsport, vor allem wegen der Nordschleife. Auf dieser legendären Strecke bin ich noch kein Rennen gefahren, aber ich nutze die Tage vor dem DTM-Wochenende für ein paar Runden mit dem Straßenauto. Den neuen Nürburgring kenne ich schon aus meiner Formel-3-Zeit, auch mit der Formel 1 war ich dort schon am Start. Ich hoffe, ich kann vor allem von der Erfahrung aus den vielen DTM-Testrunden im Juni am Wochenende etwas profitieren.“
 

DTM Media / DW