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Am kommenden Wochenende geht das Team SSR Performance am Nürburgring mit dem Porsche 911 GT3 R in der DTM an den Start, und daraus könnte sich langfristiges DTM-Engagement entwickeln.
© Speedpictures | Zoom

SSR Performance: DTM 2022 ist denkbar!

Es war die Schlagzeile im Vorfeld des vierten DTM-Rennwochenendes der Saison 2021! Erstmals steht ein Porsche im Starterfeld eines DTM-Rennens! Verantwortlich dafür ist das Team SSR Performance aus München. Das 2016 von Stefan Schlund gegründete Unternehmen hat sich im Tagesgeschäft auf die Wartung, den Service und Reparaturen von Sportwagen und Oldtimern aller Marken spezialisiert. 2020 bestritt das Rennteam von SSR Performance erstmals eine volle Saison im GT-Masters und gewann auf Anhieb den Fahrer- und Teamtitel in der hart umkämpften GT-Meisterschaft. Auch in der laufenden GT-Masters-Saison liegt der Rennstall mit den Fahrern Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet in beiden Wertungen an der Spitze. Und es durchaus Möglich, das sich aus dem DTM-Gaststart am Nürburgring eine volle DTM-Saison 2022 entwickeln könnte! Firmenchef Stefan Schlund betonte bei der Bestätigung des Nürburgring-Starts: „Als Firmeninhaber mache ich mir laufend darüber Gedanken, wo und wie das Unternehmen am besten platziert werden kann. Mit dem Gaststart möchten wir ausloten, ob die DTM die richtige Plattform ist, um SSR Performance in Zukunft noch breiter aufzustellen.“

Wolfgang Hatz, der für die Sporteinsätze von SSR Performance zuständig ist äußerte sich dazu wie folgt: „Für uns geht es nun darum zu prüfen, was wir in der Zukunft machen wollen. Und da ist das Thema DTM ein ganz wichtiges“, sagte er am Sonntag Abend im AvD Motor & Sport Magazin auf Sport1. Bisher war die Resonanz von Porsche-Teams mit einem Einsatz in der DTM gering, was auch daran lag, das vom aktuellen GT3 911 praktisch keine Fahrzeuge mehr verfügbar waren. Sprtchef Hatz sieht den Gaststart am Nürburgring sehr positiv: „Für Porsche ist es natürlich eine gute Sache, das wir nun in der DTM mit dabei sind. Wir sehen es als Versuchsballon und wollen eine gute Vorstellung abliefern. Gleichwohl ist es natürlich der Sprung ins kalte Wasser. Das Reglement ist gegenüber dem GT-Masters anders. So zum Beispiel die Boxenstopps, die bei der DTM als Performance-Stopp über die Bühne gehen wo vier Mechaniker die Reifenwechsel durchführen, während im GT-Masters nur zwei am Auto arbeiten dürfen und eine Mindeststandzeit vorgegeben ist.

Wir haben uns entschieden, es nun zum ersten mal in der DTM zu versuchen und werden uns danach intensiv damit beschäftigen ob ein langfrstiges DTM-Engagement für uns in Frage kommt.“ Hatz's positive Einstellung gegenüber der DTM liegt in seinen Motorsportlichen Wurzeln. Von 2001 bis 2009 war er Chef der Motorenentwicklung bei Audi und regelmäßig am Kommandostand der DTM dabei. „Natürlich bin ich ein starker Unterstützer der DTM, denn die DTM ist meiner Meinung nach nicht nur eine sehr wichtige, sondern die wichtigste Motorsport-Plattform für Deutschland. Ich denke, auf so einer Plattform muss auch ein Porsche dabei sein“, sagt der 62-jährige, der bei Porsche maßgeblich am sehr erfolgreichen LMP1-Programm des 919-Hybrid  mitgewirkt hat.

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Horst Bernhardt