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Ohne Zuschauer wird kein Rennen auf dem Norisring stattfinden
© Speedpictures | Zoom

Norisring: DTM-Rennen ohne Zuschauer nicht zu finanzieren

Ob das Rennen am 3. und 4. Juli durchgeführt werden kann, hängt davon ab ob Zuschauer zugelassen werden. Die anhaltende Corona-Pandemie und die neuen mutierten Versionen des Covid-19 Virus, sind die Vorherrschenden Themen in den täglichen Nachrichten. Inzidenz Zahlen von weit über 200, überlastete Intensivstationen in den Krankenhäusern und der Fehlstart beim Impfen führen uns vor Augen, das wir auch 2021 weit davon entfernt sind, zu einem normalen Leben zurückzukehren. 

Skeptisch äußerte sich diesbezüglich nun der veranstaltende MCN (Motorsport Club Nürnberg), ob die Durchführung des DTM-Rennens auf dem Norisring gesichert sei. „Ohne Zuschauer ist das nicht zu finanzieren. Die Gesamtkosten für die Durchführung des Rennwochenendes belaufen sich auf knapp 2 Millionen Euro. Die komplette Infrastruktur, wie Tribünen, Streckensicherung muss aufgebaut werden. Das gesamte Veranstaltungsgelände muss eingezäunt werden. Das alles erfordert einen hohen finanziellen Aufwand. Wir sind keine permanente Rennstrecke, wo du am morgen hingehst, aufschließt und anfangen kannst. Wir sind auf die Einnahmen des Ticketverkaufs angewiesen, da sonst eine Finanzierung schlichtweg unmöglich ist“, sagt MCN Vorstandsvorsitzender Wolfgang Schlosser. 
 
Geisterrennen oder Rennen mit nur eingeschränkter Anzahl von Zuschauern keine Option. Um das Rennen durchführen zu können, braucht der MCN eine Sondergenehmigung der Stadt Nürnberg für die Nutzung der öffentlichen Straßen. Um die zu bekommen muss ein Mehrwert für die Stadt gewährleistet sein. „Es soll ähnlich wie ein Volksfest eine Veranstaltung für alle in der Stadt sein. Und wenn dann nur eine begrenzte Anzahl von Zuschauern zugelassen sind, ist es schwierig das zu begründen.“
 

Horst Bernhardt