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DTM: Wichtige Zukunftsentscheidungen sind gefallen
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Medien: DTM-Dachorganisation ITR wird aufgelöst

Im Ringen um die Zukunft der DTM ist am Mittwoch offenbar eine weitreichende Entscheidung gefallen.

Köln (SID) - Im Ringen um die Zukunft der DTM ist am Mittwoch offenbar eine weitreichende Entscheidung gefallen. Gerhard Berger, Chef der Motorsportserie, soll alle Mitarbeiter über die Auflösung der DTM-Dachorganisation ITR zum Jahresende informiert haben. Das berichten die Fachmagazine motorsport-total.com und Motorsport-Magazin.com übereinstimmend. Eine Auflösung der DTM folge daraus allerdings nicht zwangsläufig, seit einer Weile bereits laufen Gespräche mit dem ADAC über eine künftige Zusammenarbeit.

Die ITR war für ein Statement am Mittwochnachmittag zunächst nicht zu erreichen. Motorsport-total.com allerdings zitiert Berger wie folgt: "Die Gespräche mit dem ADAC sind sehr konstruktiv, aber es gibt noch keine finale Entscheidung. Da wir aber in der unternehmerischen Verantwortung stehen, mussten wir jetzt Klarheit schaffen. Wir haben entschieden, dass die ITR die DTM 2023 nicht mehr ausschreiben wird."

Finanzielle Gründe seien ausschlaggebend. "Vor dem Hintergrund der gegebenen Rahmenbedingungen und angesichts der zahlreichen Herausforderungen ist das wirtschaftliche Risiko für das nächste Jahr zu groß", sagte Berger. Auch ohne die ITR könne es "eine Zukunft für die Marke DTM beim ADAC geben. Daher sind wir auch weiterhin mit dem ADAC im Dialog."

In der vergangenen Woche hatte ein ADAC-Sprecher auf SID-Anfrage "konstruktive Gespräche mit der ITR GmbH" bestätigt. Diese seien "ergebnisoffen", man prüfe, "wie eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit im Sinne des Motorsports in Deutschland, der Fans und Teilnehmer aussehen könnte".

Während der ADAC mit dem GT Masters seit der Premiere im Jahr 2007 auf GT3-Autos setzt, schwenkte die DTM erst 2021 nach dem Aus des teuren Class-One-Reglements auf GT3 um. Somit standen beide Serien zwei Saisons lang in direkter Konkurrenz. Einige Fahrer und Teams versuchten, an beiden Serien teilzunehmen, Überschneidungen im Rennkalender machten dies jedoch schwierig.

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