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Die Zeit wird knapp für DTM Chef Gerhard Berger
© Speedpictures | Zoom

DTM Zukunft: Es hängt auch an den Finanzen

DTM-Chef Gerhard Berger kämpft  weiterhin um die DTM nach dem Ende der Class-1 Ära. Der exFormel 1 Fahrer setz dabei auf den Einsatz von GT3 Fahrzeugen. Audi Sportchef Dieter Gass unterstützt die Idee und kann sich vorstellen das Audi Fahrzeuge für interessierte Teams zur Verfügung stellt. Dabei soll das von Berger vorgestellte GT-Plus Reglement eingeführt werden. Hierbei kämen GT3-Fahrzeuge zum Einsatz die sich Leistungsmäßig jedoch von den im GT-Masters startenden Autos deutlich unterscheiden sollen. Ob und wie es im Endeffekt weitergeht,liegt nun jedoch an den Herstellern die in der ITR Mitglied sind.  "Der Ball liegt bei den beiden Herstellern. Da muss Klarheit kommen. Und wenn es keine Klarheit gibt, muss ich irgendwann sagen: Das Fortführungsszenario ist nicht mehr realistisch, weil einfach nicht mehr genug Zeit ist. Die Zeit läuft halt immer weiter. In den nächsten drei, vier Wochen müssen wir eine Entscheidung haben. Es gibt immer wieder Gespräche, die mir zeigen, das ein Fortführungsszenario realistisch sein kann“, sagt der Österreicher.

Aber woran liegt es, dass man bei der Umsetzung des Ausstiegs von Audi und BMW als Mitglieder der ITR e.V. (eingetragener Verein) noch keine Lösung gefunden hat? "Es geht darum, dass sich alle Parteien einigen und man den richtigen Weg finden muss wie das Ganze in Zukunft finanziert werden kann", stellt Audi-Sportchef Dieter Gass klar.
 
Und da gibt es Dinge die noch nicht geklärt sind: Dieter Gass und BMW-Kollege Jens Marquardt sind da auch nicht die Personen die das zu entscheiden haben.
 
Zum Hintergrund: Audi ist wie BMW und DTM-Boss Berger selbst zu einem Drittel an der ITR e.V.beteiligt. Wenn man aussteigt, hat man auch Anspruch auf einen Teil des vorhandenen Kapitals. Tatsache ist aber, dass die ITR Geld braucht, um ein Fortführungsszenario auf den Weg zu bringen. Die ITR-Geldreserven sind laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' jedoch in den vergangenen Jahren maßgeblich geschrumpft. 2018 verzeichnete die ITR GmbH, die 2014 gegründet wurde und als 100-prozentige Tochter vom ITR e.V. getragen wird, einen Fehlbetrag von 5,09 Millionen Euro. 2017 waren es laut dem beim Bundesanzeiger einsehbaren Jahresabschlussbericht 2,74 Millionen Euro. 

Horst Bernhardt / DW