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DTM am Nürburgring erstmals mit 23 GT-Rennwagen
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DTM zündet motorsportliches Feuerwerk am Nürburgring: 23 Rennwagen, erstmals Porsche, erstmals seit 34 Jahren sieben Marken

 Erstmals startet Porsche in der DTM, erstmals seit 34 Jahren präsentiert die DTM eine Markenvielfalt mit Rennwagen von sieben Herstellern, und das Starterfeld ist mit 23 Autos so groß wie seit Jahren nicht mehr – die DTM zündet auf dem legendären Nürburgring ein motorsportliches Feuerwerk. Die Fans auf den Tribünen und weltweit vor den TV-Bildschirmen erwartet über drei Tage (20. bis 22. August) Rennsport pur von früh bis spät. Dafür sorgt nicht nur die DTM (beide Rennen am Samstag und Sonntag live ab 13:00 Uhr in SAT.1, Rennstart um 13:30 Uhr) als Top-Event, sondern fünf weitere Rennserien, die am Samstag und Sonntag jeweils ein Rennen austragen.

Porsche hat in den Siebzigern und Achtzigern den deutschen Motorsport geprägt. Durch das geänderte Reglement der DTM ist der Weg nun auch für den Zuffenhausener Sportwagen-Hersteller frei. Stellt sich die Frage, wie stark Porsche sein wird und ob, wie bei Ferrari in Monza zum DTM-Einstieg, gleich ein Sieg gelingt. Das junge, aber äußerst erfolgreiche Team SSR Performance mit Stammfahrer Michael Ammermüller (GER) nutzt die Gelegenheit zu einem Gaststart am Nürburgring. Wie SSR-Teamchef Wolfgang Hatz betont, will das Team in der DTM seine Möglichkeiten für die kommende Saison ausloten. Gleiches gilt für Toksport-WRT direkt aus Quiddelbach am Nürburgring. Das Team schickt einen Mercedes-AMG für GT3-Routinier Luca Stolz (GER) ins Rennen. Zum zweiten Mal nach Zolder startet zudem der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien (AUT) im McLaren von JP-Motorsport. Außerdem übernimmt Markus Winkelhock (GER) den Audi von ABT Sportsline, der sonst von Sophia Flörsch gesteuert wird, die wegen einer Terminkollision jedoch verhindert ist.

Zolder-Sieger Marco Wittmann (GER), BMW, Walkenhorst © DTM
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Das DTM Kapitel Hubert Haupt geht weiter: Der Münchner war 1991/92 als Audi-Werksfahrer mit dem Audi V8 dabei, kehrte nach dem DTM-Comeback 2001 mit Opel zurück, gründete 2020 sein eigenes Team mit Sitz am Nürburgring und startet nun als Gaststarter im dritten Mercedes-AMG seines HRT-Teams.
 
Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie Ferrari, Lamborghini, McLaren und Porsche – das sind drei Premium-Marken aus Deutschland und vier Sportwagen-Klassiker – mit sieben Marken eine Markenvielfalt wie zuletzt im April 1987 im belgischen Zolder. Dazu kommt ein 23-köpfiges Starterfeld – das gab es zuletzt 2016.
 
Die DTM 2021 ist lebhaft, spannend, actionreich und gespickt mit atemberaubenden Überholmanövern – das haben die ersten drei Stationen auf dem Highspeed-Kurs in Monza, auf dem Lausitzring mit der markanten Turn 1 und dem klassischen Kurs von Zolder bewiesen. Fünf Sieger in sechs Rennen ist ein weiteres Indiz dafür, welche Spannung in der DTM des Jahrgangs 2021 steckt.
 
Jetzt geht es also auf den Nürburgring, wo auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke gefahren wird. Der kurze Kurs sorgt für viele Runden und dichtgestaffeltes Treiben der PS-Profis, sehr zur Freude der Fans. Am Fuße der altehrwürdigen Raubritterburg, die der Rennstrecke ihren Namen gab, wurden schon 86 DTM-Schlachten ausgetragen, meist mit offenem Ausgang. Auch wenn viele Wetter-Apps sonniges Wetter und Temperaturen um 20 Grad prognostizieren, will das nichts heißen, denn mit Wetterkapriolen muss man in der Eifel durchaus rechnen. Ein Spannungselement, das niemand sicher vorhersagen kann.

DTM-Spitzenreiter: Kelvin van der Linde (RSA) im #3 Audi von ABT Sportsline © DTM
DTM-Spitzenreiter: Kelvin van der Linde (RSA) im #3 Audi von ABT Sportsline © DTM
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Die große Frage lautet: Wer wird Halbzeitmeister in der DTM 2021? Mit dem zweiten Nürburgring-Rennen am Sonntag, dem achten von 16 Saisonrennen, wird dieser Titel vergeben. Kaufen kann man sich für diese inoffizielle Auszeichnung nichts, doch wer dazu in der Lage ist, will auch zugreifen, allein fürs Prestige und den Motivationsschub. Das gilt allen voran für Kelvin van der Linde. Der 25-jährige Südafrikaner im Audi von ABT-Sportsline ist der einzige, der bisher zwei Rennen gewonnen hat. Mit 101 Punkten führt er vor dem erst 19-jährigen Neuseeländer Liam Lawson, der sich als Red Bull-Junior im Ferrari von AF Corse bestens in Szene setzt und nach seinem Monza-Sieg bisher 80 Punkte sammelte. Lawson ist genauso ein Herausforderer von Kelvin van der Linde wie Lausitz-Sieger Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT) mit 72 Zählern, der sich nicht nur auf, sondern auch neben der Strecke wortreich mit van der Linde duelliert. Ein Scharmützel, das zu Zeiten der Hersteller-Engagements in der DTM kaum denkbar gewesen wäre. Zolder-Sieger Marco Witmann (GER/67) ist im Walkenhorst-BMW auf den vierten Punkterang vorgerückt, gefolgt von Red Bull-Formel-1-Pilot Alex Albon (THA/54) im AlphaTauri-Ferrari.
 
Die DTM ist spürbar aufgeladen für die Aufführung in der Eifel, aber auch die DTM Trophy mit den seriennahen GT-Sportwagen, die DTM Classic Tourenwagen-Legenden mit Altstars wie Klaus Ludwig, Klaus Niedzwiedz, Kurt Thiim und Volker Strycek, außerdem der BMW M2 Cup für junge Talente ab 16 Jahren, der Lotus Cup Europa sowie die Ferrari Club Deutschland Racing Series sorgen für ein elektrisierendes Motorsport-Spektakel für Generationen.
 
Noch gibt es ein paar wenige Eintrittskarten für dieses DTM-Highlight auf dem Nürburgring, die über den DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166) exklusiv nur online erworben werden können. Für den Nürburgring ist es die erste große Veranstaltung nach der Flutkatastrophe im Ahrtal. Unabhängig vom DTM-Event werden Areale rund um den Nürburgring als Einsatzzentrale für Hilfsorganisationen genutzt. Via A1 (Blankenheim), A61 (Wehr) und A48 (Ulmen) ist die Anreise zum Nürburgring problemlos möglich, nur das Ahrtal sollte für die Anfahrt unbedingt gemieden werden.

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