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Eng ging es auf dem Norisring zu
© BMW | Zoom

DTM Norisring 2012: Stimmen aus dem BMW-Lager nach dem Rennen am Dutzendteich

(Speed-Magazin) Auf dem Norisring (DE) konnten erstmals in dieser Saison gleich vier der sechs BMW DTM-Fahrer Punkte sammeln. Martin Tomczyk (DE) und Bruno Spengler (CA) schafften den Sprung auf das Podest. Lesen Sie hier, was die drei Teamchefs und die Piloten nach dem Rennen in Nürnberg (DE) zu sagen hatten.

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): „Ich schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf dieses Ergebnis. Wir haben ein großartiges Rennen abgeliefert und ein weiteres Top-Resultat für BMW geholt. Auf der anderen Seite hätten Martin Tomczyk und das Team natürlich gerne gewonnen. Die gesamte Mannschaft kann aber auch auf den zweiten Platz stolz sein. Die Mechaniker und Martin haben eine fantastische Vorstellung gezeigt.“

Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): „Nach unserem durchwachsenen Qualifying haben wir bei unserer Rückkehr auf den Norisring ein gutes Rennergebnis erreicht. Zum ersten Mal sind beide Fahrer ins Ziel gekommen, zum ersten Mal haben beide gepunktet. Bruno Spengler stand bisher immer auf dem Podium, wenn er die Zielflagge gesehen hat. Darüber bin ich sehr glücklich. Dirk Werner hat sich nach dem Stau in der ersten Kurve klasse zurückgekämpft und wurde mit seinem ersten DTM-Punkt belohnt. Ein Lob geht auch an die Mannschaft. Alle vier Stopps waren heute wirklich gut.“

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): „Wieder einmal war das Rennglück ungleich auf unsere Fahrer verteilt. Gestern hatten wir ein sehr gutes Qualifying, das gilt vor allem für Augusto Farfus. Unglücklicherweise hatte er dann in der berüchtigten ersten Kurve Pech und wurde in ein anderes Auto geschoben. Wir haben versucht, weiterzufahren. Aber dann musste Augusto wegen des Schadens vorne rechts aufgeben. Andy Priaulx hatte ein gutes Rennen und konnte sich aus dem Getümmel heraushalten. Nach den schwierigen Rennen in Brands Hatch und Spielberg war es für ihn sehr wichtig, über die volle Distanz zu gehen und wieder Punkte zu sammeln. Danke an die Mannschaft – und Glückwunsch an BMW zu den zwei Podestplätzen.”

Martin Tomczyk (Startnummer 1, BMW Team RMG, Platz 2): „Es ist natürlich enttäuschend für einen Rennfahrer, den möglichen Sieg in der letzten Runde zu verlieren. Ich habe schon gesehen, dass Jamie Green in der Schlussphase immer mehr aufgeholt hat. Kurz vor dem Ziel ist es ihm dann gelungen, mich noch zu überholen. Unmittelbar nach dem Rennen war ich extrem enttäuscht, den Sieg noch aus der Hand gegeben zu haben. Jetzt bin ich aber ziemlich happy: Das ist mein zweites Podium hintereinander. Ich bin hier unter schwierigen Bedingungen Zweiter geworden. Heute haben wir bewiesen, dass wir auch im Regen konkurrenzfähig sind. Und das ist für den Rest der Saison sehr ermutigend. Vielen Dank an mein BMW Team RMG, das einen tollen Job gemacht und sehr gute Boxenstopps gezeigt hat.“

Spengler auf dem Podium
Spengler auf dem Podium
© BMW
Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team Schnitzer, Platz 3): „Es war ein langes und hartes Rennen. Nach meinem siebten Platz im Qualifying bin ich mit dem dritten Rang im Rennen sehr zufrieden. Auf der anderen Seite ist es enttäuschend, einen möglichen Doppelsieg für BMW auf den letzten Kilometern zu verlieren. Schon im Warm-up habe ich gemerkt, dass wir auch im Regen sehr schnell sein können. Es waren extreme Streckenbedingungen. Die Fans haben eine tolle Stimmung gemacht. Für sie war es spannend – aber für uns Fahrer auch sehr anstrengend. Insgesamt haben wir an diesem Wochenende wieder ein hervorragendes Ergebnis für BMW abgeliefert. Darauf können wir stolz sein.“

Andy Priaulx (Startnummer 15, BMW Team RBM, Platz 7): „Mein Start war okay, und ich konnte ein paar Plätze gutmachen. Dann habe ich mich aber ausgangs Kurve vier gedreht. Trotzdem bin ich noch auf Platz sieben vorgefahren. Das ist ein tolles Ergebnis. Ich hätte vielleicht noch weiter vorn landen können, aber trotzdem nehme ich viel Positives vom Norisring mit. Ich habe hier einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht und viel Selbstvertrauen getankt. Das Team hat fehlerlos gearbeitet. Die beiden Stopps waren richtig gut, die Strategie auch.“

Joey Hand (Startnummer 2, BMW Team RMG, Platz 14): „Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden. Den ganzen Tag über war es für mich ein einziger Kampf. Es ging die ganze Zeit darum, den nötigen Grip zu finden. Am Start herrschte Chaos, aber ich kam durch. Dann haben die Hinterreifen abgebaut. Wir haben einen anderen Reifensatz aufgezogen, aber trotzdem konnte ich nicht viel schneller fahren. Das hat sich auch nach dem zweiten Stopp nicht geändert. Ich fahre Rennen, um zu gewinnen. Deshalb bin ich mit Platz 14 natürlich nicht glücklich. Aber ich lerne noch immer an jedem Wochenende viel dazu.“

Dirk Werner (Startnummer 8, BMW Team Schnitzer, Platz 10): „Mir ist heute ein großer Stein vom Herzen gefallen, denn ich bin zum ersten Mal in dieser Saison in die Punkte gefahren. Mein Start war gut. Es war der beste, den ich bisher in der DTM gezeigt habe. In Kurve 1 kam es dann zu dem erwarteten Chaos. Plötzlich hat ein Auto quer vor mir gestanden, so dass ich nicht mehr vorbeikam. Ich bin weit zurückgefallen. Nach der Safety-Car-Phase und dem Neustart habe ich anfangs zu sehr gepusht. Dadurch kam ich in einer Kurve zu weit nach außen und habe erneut an Boden verloren. Aber danach ging mein Auto wie eine Rakete und ich konnte mich nach vorn kämpfen. Das Rennen war sicher kurios, aber es hat ziemlich viel Spaß gemacht.“

Augusto Farfus (Startnummer 16, BMW Team RBM, Platz Ausfall): „Vor der Kollision in der ersten Kurve, bei der mein Castrol EDGE BMW M3 DTM beschädigt wurde, hat es eine Kettenreaktion gegeben. Ich wurde von einem anderen Fahrer angeschoben. Meine Räder blockierten komplett, ich konnte mein Auto nicht mehr stoppen und habe ebenfalls das vor mir fahrende Auto berührt. Es ist sehr schade, dass ich von der dritten Startposition heute nicht mehr erreichen konnte.“

BMW / SC