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Das Grasser Team wird nicht in der DTM 2021 starten
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DTM News: Grasser Racing nicht in der DTM 2021

Das österreichische Team Grasser hatte im vergangenen Oktober noch Interesse gehabt in der DTM Saison 2021 mit zwei Lamborghini Huracan zu starten. Doch jetzt musste Teamchef Gottfried Grasser sich doch gegen ein DTM-Engagement entscheiden: „Wir waren wirklich ernsthaft interessiert, aber eine solide Finanzierung ist unmöglich. Wir hätten zwar vom Hersteller eine kleine finanzielle Unterstützung bekommen, was aber bei weitem keine solide Basis dargestellt hätte. Du brauchst entweder einen entsprechenden Fahrer der das Budget mitbringt - oder eben einen ordentlichen Werks-Support, um das Ganze zu finanzieren. Wenn das nicht der Fall ist, funktioniert's eben nicht“.

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Grasser-Team kommt nicht in die DTM 2021

Mitentscheidend für das Aus des DTM-Projekts war aber wohl die Kalenderplanung insgesamt. Grasser setzt in der Rennsaison 2021 vier Autos im GT-Masters ein, zwei in der GT-World-Challenge und zwei in der amerikanischen IMSA-Sportwagenmeisterschaft. Mit der Bekanntgabe des DTM-Kalenders im November hatte Grasser dann aber seine DTM-Pläne komplett ad acta gelegt:

„Bei den vielen Terminkollisionen mit GT-Master und den SRO-Serien bräuchte man ein komplettes zusätzliches Team mit  Personal, Truck und allem was dazu gehört. Du kannst überhaupt keine Synergien nutzen, was es doppelt schwierig macht.“

Die SRO-Serien von Stephane Ratel (GT-World-ChallengeEurope und Intercontinental GT-Challenge) und das GT-Masters haben ihre Termine hingegen aufeinander abgestimmt, wodurch es keine einzige Überschneidung gibt.

"Und selbst bei der IMSA gibt es nur zwei - mit allen Events", ergänzt Grasser. "Und das bei 26 Wochenenden. Das ist sensationell. Und bei der DTM gibt es bei neun Events acht Überschneidungen.  Ich verstehe nicht warum so ein Kalender rausgegeben wird", sagt er. "Ich hätte mich als DTM bemüht, dass ich gerade mit dem GT-Masters und der GT-World-Challenge nicht im Clinch bin, denn das sind die eingesessenen GT3-Serien in Europa."

Hinzu kamen noch weitere Gründe, die es dem Team erschwerten ein Paket für die DTM zu schnüren. "Mir tut es ein bisschen leid, denn das Konzept an sich ist gut", sagt Grasser. "Aber die Vorbereitungsphase war zu kurz, dann gab es auch die ganzen Änderungen - zuerst Autos ohne Traktionskontrolle und ABS, dann doch mit. Und dann noch die späte Bekanntgabe des Kalenders. Man hätte früher anfangen müssen, dann wäre vielleicht etwas gegangen."
 

Horst Bernhardt

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