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Nach vielen Erfolgen auf der Langstrecke: DTM-Sprintformat als Herausforderung
© DTM Media | Zoom

DTM-Newcomer Walkenhorst-BMW mit Drei-Jahres-Plan

Das BMW-Team von Walkenhorst Motorsport zählt zu den Neueinsteigern in der DTM 2021.Doch die Mannschaft aus Melle bei Osnabrück plant kein kurzes Intermezzo, sondern verfolgt einen konkreten Plan über mindestens drei Jahre. Bereits seit 2013 ist das Team um Chef Henry Walkenhorst im GT3-Rennsport erfolgreich, gewann beispielsweise das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und zuletzt die Intercontinental GT Challenge (IGTC). So vertraut Walkenhorst vor allem auf seine große Erfahrung, „denn wir haben mit dem BMW M6 GT3 schon zwischen 300.000 und 400.000 Kilometer zurückgelegt“, wie Teammanager Niclas Königbauer im ausführlichen Interview mit dem Webportal DTM.com betont. Wer für Walkenhorst Motorsport als Fahrer an den Start geht, wird das Team zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.

Bis dahin laufen die Vorbereitungen für den DTM-Einstieg auf vollen Touren. „Die DTM ist die stärkste Plattform, aber ein anderes Format als die Langstreckenrennen, bei denen wir seit Jahren erfolgreich sind. Die DTM sind Sprintrennen, das ist eine neue spannende Aufgabe für uns“, unterstreicht Niclas Königbauer. „Unsere Ingenieure grübeln schon intensiv über mögliche Abstimmungen. Es kommen spannende Rennstrecken auf uns zu, wie der Norisring, den wir bisher noch nicht kennen.“
 
Die DNA der DTM – ein Auto, ein Fahrer – bedeutet für Walkenhorst im Vergleich zu den Langstreckenrennen eine erhebliche Umstellung, und auch vor der Konkurrenz hat Niclas Königbauer Respekt. „Wir kennen die GT3-Szene gut, doch wir gehen davon aus, dass alle Teams für die DTM noch einmal jeden Stein umdrehen werden, um das letzte Quäntchen herauszuholen. Die Konkurrenz wird definitiv sehr stark sein.“
 
Immerhin ist die DTM-Plattform für Walkenhorst Motorsport kein völlig unbeschriebenes Blatt. 2020 startete das Team mit zwei BMW M4 in der Nachwuchsserie DTM Trophy und belegte mit dem Briten Ben Tuck den dritten Gesamtrang. „Das war ein wichtiges Jahr für uns. Wir haben das DTM-Umfeld, die Abläufe und die Organisation kennen und schätzen gelernt. Wir hatten vom ersten Rennen an ein gutes Gefühl und es hat uns auch Spaß gemacht.“ Walkenhorst nutzt in dieser Saison die Synergien und startet sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy. „Wir haben längerfristige Pläne, und dazu gehört auch, eigene Nachwuchsfahrer aufzubauen.“

DTM Media / DW