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Die DTM startet an diesem Wochenende am Lausitzring
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DTM Lausitzring: Respekt vor Turn 1

Nach  2003, wagt die DTM nun in diesem Jahr,  zum zweiten Mal die Steilkurve Turn 1 auf dem Lausitzring als erste Kurve zu nutzen. Der erste Versuch ging damals schief, als Christian Abt und Laurent Aiello nach geplatzten Vorderreifen ihre Audi TTRS im ersten Training am Freitag in der Mauer von Turn 1 versenkten. Daraufhin wechselte man noch am gleichen Tag zum Layout mit dem Geschlängel nach Start und Ziel. Deshalb ist auch in diesem Jahr der Respekt entsprechend groß. Es gibt keine Erfahrungswerte, wie sich die GT3-Renner in der Steilkurve verhalten werden. Steve Buschmann, Teammanager vom AMG-Team GetSpeed: „Das kann im Moment keiner beantworten. Es bleibt uns nichts anderes übrig als am Freitag rauszufahren und zu schauen: Geht's oder geht’s nicht.“ 

DTM Lausitzring - Traditionsrennserie jetzt mit GT-Rennwagen

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Im DTM-Trophy-Fahrerlager ist man verärgert, da die Testdaten vom Mai nun unbrauchbar sind. Um sich mit der neuen Streckenvariante vertraut zu machen, wird den DTM-Teams am Freitagmorgen ein zusätzliches 40-minütiges Training zugestanden. Turn 1 wird eine Schlüsselrolle spielen für eine Top-Rundenzeit. HRT-Mercedes Pilot Maxi Götz: „Hier kannst du extrem gewinnen und verlieren. Ich kann nur eins sagen: Hier brauchst du richtig Eier.“ Dazu kommt, das es hier zu Beginn wenig Grip haben wird, da die Kurve sonst nicht gefahren wird. Abt-Audi Pilot Kelvin van der Linde: „Es wird etwas Zeit brauchen, bis wir die wahren Rundenzeiten sehen werden. Man muss sich ans Limit herantasten und am Anfang werden die Abstände recht groß sein.“
 
Simulator-Berechnungen nach sollten Rundenzeiten unter 1:32 möglich sein. Beim Test auf der Grand-Prix-Strecke kamen die schnellsten knapp unter 1:43. Geht Turn 1 voll? „Im Simulator bin ich einige Runden gefahren-und es sieht so aus, das es geht. Aber im Rennauto ist es etwas anderes. Wir werden es versuchen“, sagt der Audi Pilot. Es werden Geschwindigkeiten von knapp 250 km/h am Scheitelpunkt von Turn 1 erwartet. Die 300 Meter lange Kurve hat einen Neigungswinkel von 5,7°. In der Linkskurve treten damit extrem hohe Belastungen an den rechten Reifen auf. Die GT3-Boliden wiegen rund 1400 Kilogramm, und durch den Neigungswinkel, können Belastungen von rund 2000 kilogramm auf die Räder wirken. „Das wird absoluter Hardcore, speziell was den Reifenabbau betrifft“, ist sich Lucas Auer sicher. Um Reifendramen zu verhindern, hat Michelin klare Vorgaben an die Teams herausgegeben. Der Luftdruck soll nicht unter 2,0 bar liegen, beim Sturz empfiehlt Michelin einen negativen Winkel von weniger als 2,5 Grad.
 
Kein dritter T3 Lambo in der LAusitz
Kein dritter T3 Lambo in der LAusitz
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Kein dritter Lambo am Lausitzring

Der geplante Start von Maximilian Paul in einem dritten Lamborghini Huracan von T3 Motorsport wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Damit werden in  der Lausitz nur die beiden Stammfahrer Esteban Muth und Esmee Hawkey in der DTM-Startaufstellung stehen. Teamchef Jens Feucht erklärt: „Wir haben tatsächlich vor einiger Zeit darüber nachgedacht, das zu tun. Gerade beim Heimrennen. Dann haben wir mit dem Management der anderen Fahrer gesprochen und daraufhin entschieden, diesen Gaststart zu verschieben und uns auf den Einsatz der zwei Autos zu konzentrieren, damit wir uns nicht verzetteln oder verhaspeln. Und an die Leistung von Monza anknüpfen können." Das Debüt von Maximilian Paul, der sich im GT-Master einen T3-Lambo mit Hugo Sasse teilt, soll nun am ersten September Wochenende auf dem Red Bull Ring erfolgen.
 

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Horst Bernhardt

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