Doppelsieg beim Heimspiel: Stefan Mücke im Ford Sierra RS500
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DTM Classic: Stefan Mücke feiert beim Heimspiel in der Lausitz einen Doppelsieg

Stefan Mücke war in Rennen zwei der DTM Classic auf dem DEKRA Lausitzring das Maß der Dinge: Der Berliner, der bereits am Samstag das erste Rennen der Tourenwagen Legenden für sich entschieden hatte, war mit seinem Ford Sierra RS500 von BWT Mücke Motorsport auch am Sonntag nicht zu stoppen und feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Souverän verwies er die beiden BMW-Piloten Marc Hessel und Yannik Dinger auf die Plätze zwei und drei.

Mücke war an der Spitze des Felds weitestgehend konkurrenzlos. Mit dem rund 450 PS starken Ford Sierra RS500 von 1990 konnten die Mitstreiter nicht mithalten. Das erhoffte Duell mit Stefan Rupp im Audi A4 DTM von 2007, der nach einem technischen Defekt in Rennen eins die Segel streichen musste, blieb leider aus. „Schade, dass Stefan nicht starten konnte“, sagte Mücke. „Wir haben gestern Abend noch versucht, ihm bei der Lösung des Problems zu helfen. Das hat aber leider nicht geklappt.“ Auch ohne Zweikämpfe war Mücke am Ende des Wochenendes zufrieden: „Auf meiner Heimstrecke im Rahmen der DTM so ein tolles Auto zu pilotieren, das ist schon etwas ganz Besonderes. Ich hatte eine Menge Spaß und ich glaube, die Zuschauer auch.“
 
Ein packendes Duell lieferten sich hingegen erneut DTM-Zeitzeuge Marc Hessel und Yannik Dinger. Beide Fahrzeuge verfolgen vollkommen unterschiedliche Konzepte, sind von der Leistung her dennoch nicht weit voneinander entfernt. Während Hessel auf einen BMW 320is E30 Baujahr 1988 setzt, fährt Dinger einen den STW-Boliden nachempfundenen BMW 328i E36 von 1991, der mit Bioethanol betrieben wird.
 
„Heute lief es für mich besser“, sagte Hessel. „Nachdem wir gestern Probleme mit den Reifen hatten, konnte ich heute über den 30-minütigen Rennverlauf deutlich besser haushalten und war so in der Lage, Yannik hinter mir zu halten.“ Die Enttäuschung stand Dinger ins Gesicht geschrieben: „Ich hatte mir von dem Rennen etwas mehr versprochen. Aber in den ersten Runden konnte ich Marc nicht halten. Danach blieb mein Rückstand konstant, aber ich hatte keine Möglichkeit, anzugreifen.“ Am Ende überwog trotzdem die Freude über Platz drei: „Zwei Podestplätze an einem Wochenende und wichtige Punkte für die Meisterschaft – das ist schon ganz gut.“
 
Peter Nickel pilotierte, wie bereits am Vortag, das schnellste Klasse-1-Fahrzeug auf Rang vier. Mit dem Opel Calibra von 1995 verwies er Klaus Peter im Audi V8 auf Rang fünf. Dahinter lieferten sich drei Piloten mit BMW M3 E30 über den kompletten Rennverlauf einen spannenden Kampf um den Sieg in Klasse 3. Thomas Ardelt hatte am Ende die Nase vorne und wurde Sechster vor Dr. Sebastian Haas und Hans-Robert Holzer. Heinz F. Pott (BMW M3 E30) und Carsten Welschar (Opel Kadett E GSI) komplettierten die Top-10-Positionen.

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