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Aston Martin CEO Andy Palmer "Ich hatte leichte Angst, dass wir hinten rumfahren würden"
© DTM Media | Zoom

DTM: Aston Martin Chef bekräftigt DTM Engagement

R-Motorsport, das Schweizer Rennteam, das den Vantage unter Lizenz von Aston Martin in der DTM an den Start bringt, hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Nicht nur das man den DTM-Aston Martin in nur 100 Tagen auf die Räder gestellt hat, man musste auch das Einsatzteam formieren, das sich der Konkurrenz von Audi und BMW, den festen Größen in der DTM, stellen muss. 

Aston Martin CEO Andy Palmer war am Freitag am Nürburgring vor Ort und bekannte sich ausdrücklich zum Engagement in der DTM. „Meine Ansage an das Team war: ,Blamiert uns nicht“, gab er in einem offenen Gespräch zu. „Ich weiß, wie schwierig diese Serie ist, und viele haben mich gewarnt, dass man die DTM nicht unterschätzen darf. Es ist eine gigantische Serie: Man muss sich nur ansehen, wie viele Formel-1-Fahrer schon DTM gefahren sind.“

Einer dieser Piloten ist Paul di Resta, ein Rennsieger und Champion. Seine Leitungen zeigen wie schwierig es ist, ein Auto zu bauen das gegen den Audi RS 5 und den BMW M4 bestehen kann.

„Ich hatte leichte Angst, dass wir hinten rumfahren würden“, fährt Palmer fort, „aber wir haben recht gut abgeschnitten. Wir haben Punkte eingefahren und Paul hat bereits in unserem ersten Rennen geführt. Wir wissen, dass man im ersten Jahr keine Rennen gewinnt, man braucht Geduld. Die Jungs lernen, auch von ihren Fehlern, und genau so soll es auch sein.“ Aston Martin hat sich den Ruf als sportliche Automarke im Sportwagen-Sport erarbeitet. Daher mag die Entscheidung für die DTM ungewöhnlich gewirkt haben. „Manche waren überrascht, dass wir uns zu diesem Schritt entschieden haben“, gibt Palmer zu.

„Aber die Ausstrahlung der DTM in Deutschland ist enorm. Außerdem strebt die DTM ja eine Internationalisierung an, was die Teilnahme in der Serie interessant macht.“ Während Palmer zugibt, dass Aston Martin sich selbst keine Frist gesetzt hat, bis wann es auf Augenhöhe mit der Konkurrenz sein will, macht er keinen Hehl aus seiner Erwartung, dass R-Motorsport im Laufe der nächsten Jahren die Performance steigern wird. „Wir haben weder eine Mindest- noch eine maximale Dauer für dieses Projekt definiert“, sagt er. „Wir wollen aus den Anfangsschwierigkeiten in diesem Jahr lernen, dann hoffentlich mindestens gelegentlich um Podiumsplätze mitfahren, und, bei einem Dreijahresprogramm, im dritten Jahr hoffentlich wettbewerbsfähig sein.“

Horst Bernhardt