Pole für Vietoris in der Lausitz
© Mercedes | Zoom

DTM 2013 - Lausitzring: Mercedes-Festspiele in der Lausitz - Vietoris vor Paffett auf der Pole

(Speed-Magazin / DTM 2013) Christian Vietoris sicherte sich auf dem EuroSpeedway in der Lausitz seine erste DTM-Pole seiner Karriere. Hinter dem Deutschen komplettierte Gary Paffett die erste Startreihe für Mercedes vor Jamie Green, der auf P3 bester Audi-Fahrer wurde. Bruno Spengler auf P5 bester BMW-Pilot.

Auch das Qualifying startete unter trockenen Bedingungen. Allerdings erwischte es vor dem Start der Qualifikation schon den BMW-Piloten Augusto Farfus, der im Training Reifen benutzt haben soll, die ihm nicht zugewiesen waren. Demnach wird der Brasilianer das Rennen fünf Plätze weiter hinten angehen.

Q1: Spengler mit Bestzeit - Mercedes mit allen sechs Autos im Q2

Paffett in Startreihe 1
Paffett in Startreihe 1
© Mercedes
Neben Augusto Farfus, erlebte auch Martin Tomczyk erneut einen Rückschlag. Mit einem Defekt am Auto musste der Rosenheimer das Qualifying vorzeitig beenden. „Es ist irgendwas am Auto kaputt gegangen. Wir wissen nicht was es ist. Die Saison ist auf jeden Fall bescheiden angefangen für mich. Ich habe momentan keine Ahnung wie es weitergeht“, gab sich Martin Tomczyk im ARD-Gespräch extrem verärgert.

Während der ersten fünfzehnminütigen Session war die Strecke bereits zu Beginn sehr gut gefüllt. An der Spitze lösten sich die Kontrahenten der Reihe nach ab. Erneut zeichnete sich das Bild aus dem freien Training ab. Audi und Mercedes gaben die Pace vor, während BMW nicht ganz bei der Musik war.

Allerdings schien sich BMW mit laufendem Qualifying etwas zu verbessern, denn Bruno Spengler setzte die Bestzeit im Q1. Dennoch schieden mit Martin Tomczyk, Andy Priaulx, Joey Hand und Marco Wittmann gleich vier BMW im ersten Qualifying-Segment aus. Neben dem BMW-Quartett schieden auch Timo Scheider und Mattias Ekström (beide Audi) aus. „Es war ein Fahrfehler“, gab Mattias Ekström bei seinem Ausscheiden zu. Neben den beiden Audi-Piloten konnte auch Miguel Molina nicht am zweiten Segment teilnehmen. Der Spanier zerstörte sich etwas am Auto und musste ebenfalls Aufgeben.

Q2: Mercedes gibt weiterhin die Pace vor

Während BMW etwas länger in der Box verharrte, legten Audi und Mercedes auch in der zweiten Qualifying Session vor. Mercedes zeigte an der Spitze des Klassements, dass sie an diesem Wochenende um die Vergabe der Pole-Position ein Wörtchen mitzureden haben.

Green bester Audi-Fahrer auf Startplatz 3
Green bester Audi-Fahrer auf Startplatz 3
© Audi
Der letzte Schlagabtausch des Q2 kündigte sich mit einer Bestzeit vom Mercedes-Fahrer Gary Paffett an. Robert Wickens und Roberto Merhi bestätigten die hervorragende Form der Stuttgarter auf dem EuroSpeedway. Während Adrien Tambay im Audi gerade so den Sprung ins Q3 schaffte, schieden Pascal Wehrlein (Mercedes), Dirk Werner (BMW), Filipe Albuquerque (Audi), Timo Glock (BMW) und Daniel Juncadella im Mercedes aus.

„Zu viele Bodenwellen, die unserem Auto nicht so gut tun. Ich denke Augusto und Bruno sind vorn ganz gut mit dabei“, sagte Timo Glock bei der ARD. „Aber uns sind in Turn 1 und 2 schnell die Reifen stehengeblieben. Wir müssen morgen zusehen weiter nach vorn zu kommen.“

Q3: Mercedes-Trio und Jamie Green ziehen ins Shoot-Out Qualifying ein

Das dritte Segment versprach ebenso spannend zu werden wie die beiden vorherigen Qualifyings. Jamie Green setzte die ersten Zeit im Q3, doch Gary Paffett zeigte erneut seine Klasse und untermauerte seine Pole-Ambitionen mit der Bestzeit. Ebenso Robert Wockens und Christian Vietoris die sich hinter dem Mercedes-Leitwolf einsortierten.

Gary Paffett liess nicht locker und verbesserte seinen eigen Streckenrekord in der Lausitz. Roberto Merhi wollte das Mercedes-Quartett an der Spitze perfekt machen, doch im ersten Versuch fuhr der Spanier zu weit ins Grün und vergab die Chance.

Auch Bruno Spengler (BMW), Mike Rockenfeller, Adrien Tambay, Edoardo Mortara (alle Audi) und Augusto Farfus verpassten das Einzelfahrtraining. „Es ist total schwierig gewesen. Das Auto war gut und es wäre möglich gewesen ins Q4 einzuziehen, demnach bin ich ein wenig enttäuscht. Aber alles in allem sollte ich schon zufrieden sein“, sagte Mike Rockenfeller.

Spengler auf Startplatz 5 bester BMW-Fahrer
Spengler auf Startplatz 5 bester BMW-Fahrer
© BMW
„Das Rennen ist lang. Ich denke, wir werden schneller sein als heute. Ich werde im Mittelfeld starten und möchte gut durch die ersten Kurven kommen“, sagte Augusto Farfus nach seinem Ausscheiden. In der Startaufstellung muss der Brasilianer jedoch noch fünf Plätze aus bekannten Gründen nach hinten weichen.

„Platz fünf ist ok, natürlich nicht gewünscht von mir. Leider war heute nicht mehr drin, wir hatten am Morgen einige Schwierigkeiten das Auto anzupassen“, sagte Bruno Spengler. „Spielberg war gut für uns, aber es war zu erwarten, dass die Konkurrenz zurückschlägt. Aber heute war nicht das Rennen, da haben wir noch alles Chancen“, so der Kanadier zur ARD.

Q4: Doppel-Pole für Mercedes auf dem EuroSpeedway

Im Shoot-Out Qualifying legte der Audi-Fahrer Jamie Green, der am Freitag seinen 31. Geburtstag feierte mit einer 1:18.028 Minuten vor. Im ersten Sektor war Robert Wickens bereits Dreizehntelsekunden vor Green, verlor jedoch im zweiten Sektor Zeit gegenüber dem Briten. Am Ende fehlten dem Kanadier 0.105 Sekunden auf den Audi-Fahrer.

Christian Vietoris sicherte sich im ersten Sektor ebenfalls einen Vorsprung von mehr als Dreizehntelsekunden auf Green, allerdings verlor auch der Deutsche im Mittelsektor. Doch mit einer 1:17.715 Minuten setzte sich Vietoris am Ende vor Green. Am Ende ging favorisierte Gary Paffett auf die Strecke und hatte im ersten Sektor Rückstand auf Vietoris. Auch wenn der Brite im Mittelsektor etwas an Zeit gutmachte, reichte es am Ende nicht für die Pole.

Christian Vietoris sicherte sich die Pole-Position in der Lausitz vor Gary Paffett, Jamie Green und Robert Wickens. Bruno Spengler wurde bester BMW-Pilot auf Startplatz fünf.

Stephan Carls