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Martin Tomczyk auf P2 und Bruno Spengler auf P3 am Norisring
© DTM | Zoom

DTM 2012: Jamie Green feiert Last-Minute-Sieg am Norisring

(Speed Magazin) Herzschlagfinale beim fünften DTM-Rennen der Saison auf dem Norisring. In einem unglaublichen Finish überholte Mercedes-Benz-Pilot Jamie Green drei Runden vor Schluss zunächst den auf Platz zwei liegenden Bruno Spengler (BMW). In der allerletzten Kurve schob er sich auch noch an dessen Markenkollegen Martin Tomczyk vorbei und feierte einen nicht für möglich gehaltenen Last-Minute-Sieg.

Wie sooft in der Vergangenheit spielte das Wetter auf dem Stadtkurs in Nürnberg eine wichtige Rolle. War das Qualifying am Samstag mit Lufttemperaturen von 35 Grad Celsius noch eine wahre Hitzeschlacht, sahen die Zuschauer am Sonntag ein turbulentes Regenrennen. Bereits in der ersten Kurve kam es zu mehreren Unfällen, so dass die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke

Jamie Green:
Jamie Green: "Mein Auto war gut, der Reifen perfekt"
© DTM
schickte. Dabei fiel der gesamtführende Gary Paffett (Mercedes-Benz), der von der Pole-Position aus gestartet war, weit zurück. Audi-Pilot Mattias Ekström, von Platz vier aus in das Rennen gegangen, konnte mit seinen beschädigten Boliden nicht mehr weiter fahren.

Kurz danach eroberten Tomczyk und Spengler die Plätze eins und zwei und lange Zeit sah es nach dem ersten Doppel-Erfolg des DTM-Neueinsteigers BMW aus. Doch der wie entfesselt fahrende Green kam Runde für Runde näher und sicherte sich mit einem grandiosen Schlussspurt den insgesamt vierten Triumpf auf dem Norisring. Sein Markenkollege Gary Paffett, der ohne eigenes Verschulden bei den Kollisionen kurz nach dem Start weit zurück gefallen war, krönte seine furiose Aufholjagd mit Rang vier. Damit führt der Brite die Gesamtwertung souverän vor Green an.

Der Ventus-Regenreifen des exklusiven DTM-Reifenpartners Hankook bestand seine Rennpremiere in dieser Saison mit Bravour. Der gegenüber dem Vorjahr breitere Pneu sorgte mit seinem neu entwickelten, strömungsoptimierten Profil für eine höhere Wasserverdrängung auf dem nassen Straßenkurs und damit auch für mehr Sicherheit der Fahrer. Auch auf der teilweise abgetrockneten Strecke lieferte der Regenreifen viel Grip und überzeugte mit seiner gewohnten hohen Konstanz und Zuverlässigkeit
Start des Rennen am Norisring
Start des Rennen am Norisring
© DTM
auf ganzer Linie.

Jamie Green (Mercedes-Benz): „Mein Auto war gut, der Reifen perfekt und für mich der Schüssel zum Erfolg. Auch auf abtrocknender Strecke war ich unglaublich schnell. In den ersten 70 Runden hatte ich keine Chance, aber vier Runden vor Schluss spürte ich, dass da noch etwas geht und die letzte Kurve war meine. Es war ein schöner Sieg für mich.“

Martin Tomczyk (BMW): „Aus BMW-Sicht sind zwei Podiumsplätze das erste Mal auf dem Norisring toll. Als Rennfahrer ist es schade, das Rennen in der letzten Runde zu verlieren, wenn man 75 Runden lang geführt hat. Die Regenreifen von Hankook waren sehr gut bei nassen Bedingungen und auch bei trockenerer Strecke hielten sie ihre Performance. Das hat sehr geholfen, unsere Strategie umzusetzen.“

Bruno Spengler (BMW): „Das waren sehr schwierige Bedingungen für einen Regenreifen, weil es relativ warm war und die Strecke teilweise abtrocknete. Deshalb stieg die Reifentemperatur stark an und damit erhöhte sich auch die Belastung für die Reifen. Trotzdem konnte ich mit den Hankook-Reifen schnelle und konstante Runden fahren. Jamie war einfach nicht zu halten.“

Hankook / J Patric