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Bruno Spengler ist hundertprozentig Motiviert
© BMW | Zoom

DTM 2012: Bruno Spengler im Speed-Magazin Exklusiv-Interview

(Speed-Magazin) Der BMW-Pilot Bruno Spengler bescherte dem Münchener Automobilhersteller den ersten Sieg in der Comeback-Saison 2012 in der DTM auf dem EuroSpeedway in der Lausitz. BMW mischt mit, statt nur dabei zu sein. Bruno Spengler stand dem Speed-Magazin.de nach den ersten Rennen der Saison Rede und Antwort.

Bruno, nach zwei Podiumsplätzen in vier Rennen für ihren neuen Arbeitgeber BMW, wie fühlt man sich nach solch einem Start?
Bruno Spengler: „Man fühlt sich klasse. Natürlich wünscht man sich vor jeder Saison, dass es ein erfolgreiches Jahr wird. Aber diesmal war es sehr schwierig, Vorhersagen zu treffen. Niemand konnte sagen, wo wir wirklich stehen. Dass wir auf Anhieb vorne mitmischen können, ist natürlich toll.“

In der Lausitz siegte Spengler erstmals im BMW
In der Lausitz siegte Spengler erstmals im BMW
© BMW
Denken Sie eventuell zwischendurch über den möglichen Titel in diesem Jahr nach?
Spengler: „Nein, das wäre vermessen. Wir sind als Neuling in der DTM dabei. Die Ergebnisse in den ersten drei Rennen waren viel versprechend. Aber wir haben auch gesehen, wie eng es zwischen den drei Herstellern zugeht. Auf jeder Strecke werden die Karten neu gemischt. Deshalb ist man gut beraten, wenn man von Rennen zu Rennen denkt und auf dem Boden bleibt. Das Start war gut – aber es werden auch noch Rückschläge kommen.“

BMW scheint mit Mercedes auf Augenhöhe zu sein. Sie konnten die Pace in Brands Hatch mitgehen. Wie schwierig war es mit dem angeschlagenen Auto zum Schluss?
Spengler: „Es war sehr schwierig, wie man ja auch gesehen hat. Mike Rockenfeller kam immer näher. Gary Paffett schlug im Mercedes an der Spitze ein hohes Tempo an und fuhr konstant schnelle Zeiten. Deshalb ging es für mich darum, den zweiten Platz abzusichern. Das war dann wegen der Beschädigung an meinem Auto schwierig genug.“

Auch Martin Tomczyk konnte in Brands Hatch und Spielberg ein besseres Ergebnis einfahren, wird es am Ende zu einem Kopf an Kopf Rennen zwischen Ihnen und Tomczyk kommen?
Spengler: „Zunächst einmal ist für mich wichtig, dass so viele BMW wie möglich vor den anderen Herstellern liegen. Dieser Teamgedanke spornt mich an, und ich freue mich riesig, wenn wir gemeinsam eine gute Performance zeigen können. Das spielt eine viel größere Rolle als teaminterne Duelle oder ‚Kopf-an-Kopf‘-Rennen mit meinen BMW Fahrerkollegen. Wir wollen als Team Erfolg haben. Und bisher klappt das sehr gut.“

Der Dienstwagen des Franko-Kanadiers
Der Dienstwagen des Franko-Kanadiers
© BMW
Im letzten Jahr haben Sie das Spezial-Event im Münchener Olympiastadion gewonnen. Welches Ziel haben Sie in diesem Jahr in der Arena?

Spengler: „Man will als Rennfahrer immer gewinnen. Aber das wird natürlich auch in diesem Jahr immens schwierig. Auf dem Stadionkurs geht es sicher noch enger zu als das 2012 schon auf den normalen Strecken in der DTM der Fall ist. Ich freue mich riesig auf die einmalige Atmosphäre bei diesem Event. Und ich hoffe, dass es auch sportlich ein tolles BMW Heimspiel wird.“

Bitte vervollständigen Sie folgenden Satz: Mein Wechsel zu BMW...
Spengler: „…hat mich unheimlich motiviert. Umso schöner war es, am Lausitzring ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.“

Stephan Carls