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J. Riegel, C. Caresani, E. Cauhaupé (l-r) © DTM
© DTM Media | Zoom

Doppelter Triumph: Caresani gewinnt auch das spektakuläre Sonntagsrennen zur DTM Trophy in Imola

Nach dem ersten Streich am Samstag folgte im Sonntagsrennen gleich der zweite: Colin Caresani gelingt im legendären Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola der Doppelerfolg in der DTM Trophy. Mit seinem BMW M4 vom Team Project 1 setzte sich der Niederländer im hart umkämpften Rennen der Talentschmiede auf der professionellen DTM-Plattform durch. Jacob Riegel (GER) erreichte im Aston Martin Vantage vom Team Speed Monkeys nach 17 Runden wie schon am Vortag den zweiten Platz, gefolgt vom französischen Mercedes-AMG-Fahrer Edouard Cauhaupé (BWT Mücke Motorsport).

Schon beim Start des Sonntagsrennens ging es hoch her. Riegel, Cauhaupé und der von Platz drei gestartete Porsche-Fahrer Ricky Capo (AUS, KÜS Team Bernhard) gerieten mit ihren seriennahen GT-Sportwagen aneinander. Toyota-Pilot Tim Heinemann (Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing) nutzte die Situation perfekt aus und setzte sich an die Spitze.

Seine Führung verteidigte der Deutsche zunächst mit allen Mitteln erfolgreich. In Runde neun allerdings gab Heinemann die Führung auf Anweisung des Rennleiters ab: Wegen eines Vergehens beim Startprozedere musste er zwei Plätze abtreten. Dadurch erbte Caresani die Spitzenposition und Riegel Rang zwei. Cauhaupé nutzte schließlich einen Fehler von Heinemann aus und schnappte sich die dritte Position. Danach setzte sich das Spitzentrio Caresani, Riegel und Cauhaupé vom restlichen Feld ab, ohne Veränderungen bis zum Ziel.
 
Heinemann, der 2020er-Champion der DTM Trophy, hatte dagegen alle Hände voll zu tun, den vierten Platz zu behaupten. Hinter ihm lauerten unter anderem Capo, Riegels Teamkollege Nick Hancke (GER) und die deutschen BMW-Fahrer Theo Oeverhaus (Walkenhorst Motorsport) und Moritz Löhner (FK Performance Motorsport) auf einen Fehler des Toyota-Piloten. Beinharte Zweikämpfe und sehenswerte Rad-an-Rad-Duelle bestimmten in der zweiten Rennhälfte das Geschehen in der Verfolgergruppe. Doch Heinemann wusste sich erfolgreich zu verteidigen. Er brachte den vierten Platz nach einer cleveren Fahrt nach Hause, gefolgt von Hancke und Caresanis Stallgefährten Louis Henkefend (GER). Der US-Amerikaner JP Southern (EastSide Motorsport) erreichte mit seinem Audi Platz sieben vor Oeverhaus. Löhner drohte zwischenzeitlich schon ein Ausfall, rettete aber als Zehnter den letzten Punkt. Capo hatte weniger Glück: Ein Reifenschaden nach Feindkontakt beendete sein Rennen vorzeitig.
 
In der Gesamtwertung liegen Caresani und Heinemann nach vier von 14 Saisonrennen gemeinsam an der Spitze. Beide haben bislang 69 Punkte gesammelt. Oeverhaus nimmt mit 42 Zählern Rang drei ein, gefolgt von Riegel (40) und Cauhaupé (38). Die DTM-Trophy-Saison 2022 geht in zwei Wochen weiter. Dann steht mit den beiden Stadtrennen auf dem Norisring in Nürnberg eines der Saisonhighlights auf dem Programm.

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DTM Media