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Mehrkampf in der DTM Trophy: Tregurtha (Mercedes-AMG) vor Schrey (BMW), Heinemann (Aston Martin) und Green (BMW)
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Deutschland gegen England: Prestigeduell auch in der DTM Trophy

Bei der Fußball-Europameisterschaft hat England jüngst die Deutschen im Achtelfinale nach Hause geschickt. Das Prestigeduell setzt sich auch in der DTM Trophy fort. Vor dem zweiten Rennwochenende (23. bis 25. Juli) der Nachwuchsrennserie steht es nach Siegen 1:1, als Tabellenführer geht aber ein Brite auf dem DEKRA Lausitzring an den Start: William Tregurtha. Der 21-Jährige aus Bedford ist überzeugt: „Es wird schnell, sehr schnell“. Schließlich fährt die DTM Trophy, genau wie die DTM selbst und alle Rahmenserien auch, die geänderte Streckenführung inklusive Turn 1 – der 300 Meter langen, überhöhten ersten Kurve. Tregurtha freut sich noch aus einem weiteren Grund auf das Wochenende in der Lausitz, denn endlich sind wieder Zuschauer auf den Tribünen zugelassen.

William Tregurtha war erst unmittelbar vor dem Auftakt in Monza von der CV Performance Group aus Niederzissen als Fahrer bestätigt worden. Zur Überraschung vieler eroberte er mit dem Mercedes-AMG einen Sieg, einen zweiten Platz und eine Pole-Position. „Für mich war das eigentlich keine so große Überraschung, denn wir waren extrem gut vorbereitet“, so der junge Engländer, der bereits bei den Testfahrten in der Lausitz gut abschnitt. „Das Team kommt zwar aus dem Kartsport und ist neu im Autorennsport, doch mein Renningenieur und mein Chefmechaniker verfügen über sehr große Erfahrung mit diesen GT-Sportwagen.“ Eine gute Vorbereitung ist für William Tregurtha das A und O. „Ich lege großen Wert auf eine optimale Vorbereitung, vor allem mit Sim-Racing und Onboard-Videos. Ich bin schon auf dem Lausitzring gefahren und mag diese Strecke, stand dort auch schon auf dem Podium“, so Tregurtha, der bezüglich Turn 1 ergänzt: „Ich liebe Ovals, schaue mir auch viele NASCAR-Rennen an. Man muss schon vorsichtig sein, denn wenn man in der Mauer landet, kann das Wochenende sehr schnell vorbei sein.“ Der Brite ist ein Rookie in der DTM Trophy, aber bereits vollauf begeistert: „Es ist seit sechs Jahren das erste Mal, dass ich ein Auto ganz für mich alleine habe. Das ist einfach nur schön. Zudem lerne ich neue Rennstrecken kennen und kann mir hautnah die DTM anschauen – das ist klasse.“

Spitzenreiter William Tregurtha über Turn 1: „Es wird schnell, sehr schnell“
Spitzenreiter William Tregurtha über Turn 1: „Es wird schnell, sehr schnell“
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Heimspiel für Sophie Hofmann: Die Audi-Pilotin fiebert den ersten Runden durch Turn 1 entgegen

Während William Tregurtha wieder auf Sieg fahren will und zumindest Podiumsplätze im Visier hat, waren es in Monza Michael Schrey (GER, Hofor Racing by Bonk Motorsport) und sein BMW-Markenkollege Ben Green (GBR, FK Performance Motorsport), die sich die Siege teilten. Tregurtha oder Green, der beste Junior der Saison 2020, oder Schrey oder Aston-Martin-Fahrer Tim Heinemann (GER, PROsport Racing) – ein Vierkampf auf Augenhöhe. Titelverteidiger Heinemann hatte im Sonntagsrennen zwar als Erster die Ziellinie gekreuzt, wurde nach einer Zeitstrafe jedoch nur als Dritter gewertet.
 
Auf dem Lausitzring hatte Moritz Löhner (GER) bereits bei den Testfahrten seine Visitenkarte abgegeben, in Monza überzeugte der Sim-Racer und Gewinner der DTM Esports Championship powered by MediaMarkt sogar im BMW von FK Performance Motorsport mit Platz drei im ersten Rennen. In der Meisterschaft ist er Vierter (19 Zähler) hinter Tregurtha (40), Schrey (37) und Green (25).
 
Neuauflage auf dem DEKRA Lausitzring: Unentschieden nach Siegen beim Auftakt
Neuauflage auf dem DEKRA Lausitzring: Unentschieden nach Siegen beim Auftakt
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Der Lausitzring, der in der Variante mit der überhöhten ersten Kurve eine Rundenlänge von 4,562 Kilometer misst, bedeutet für Sophie Hofmann ein Heimspiel. Die 23-Jährige, die einen Audi von Heide-Motorsport steuert, ist in der sächsischen Töpferstadt Waldenburg zu Hause. „Ich freue mich auf den Lausitzring. Durch die Nähe werden einige Sponsorenpartner und Freunde kommen, um mich zu unterstützen“, erzählt Sophie Hofmann, die im Sonntagsrennen in Monza ihre Fahrerkolleginnen Stéphane Kox (NED, Ring-Racing, Toyota) und Laura Kraihamer (AUT, True Racing by Reiter Engineering, KTM) hinter sich lassen konnte. „Ich bin sehr gespannt auf das erste Training am Freitagmorgen, wenn wir erstmals Turn 1 fahren. Das wird eine neue Erfahrung, denn bei den Testfahrten sind wir ja eine andere Streckenvariante gefahren.“
 
Bei den Saisonrennen drei und vier, die am Samstag und Sonntag jeweils um 15:10 Uhr starten und live in SPORT1 und über die Streaming-Plattform DTM Grid übertragen werden, werden 22 seriennahe GT-Sportwagen von sieben verschiedenen Marken an den Start gehen.

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