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DTM: Aston Martin Krise
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Der von HWA entwickelte DTM Motor erfüllt nicht die Erwartungen

Seit dem Nürburgring-Rennen halten sich hartnäckig die Gerüchte, das die Zusammenarbeit zwischen dem Aston Martin DTM Team und der der HWA AG als Motorenpartner beendet wird. Sogar über ein komplettes Aus des DTM-Programms wurde spekuliert, was aber von R-Motorsport Pressesprecher Wolfgang Schattling dementiert wurde. DTM Neueinsteiger Aston Martin hatte in der abgelaufenen Saison mit zahlreichen Motorproblemen und -schäden zu kämpfen.

DTM Hockenheim Finale 2019

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HWA Vorstand Ulrich Fritz schließt die Trennung mit Aston Martin nicht aus
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Mangelnde Leistung gepaart mit Unzuverlässigkeit ließ die Teamverantwortlichen und Fahrer verzweifeln. „Ich habe aufgehört zu zählen“, sagte R-Motorsportchef Florian Kamelger auf die technischen Ausfälle durch den von HWA gebauten Turbomotor. „Wir hatten zu viele technisch bedingte Ausfälle und Probleme mit dem Triebwerk.“ Angeblich sieht sich R-Motorsport nach einem neuen Motorenpartner und Einsatzteam um und hatte vor einiger Zeit wohl bei Audi über die Lieferung von DTM Motoren angefragt. Der Deal kam jedoch nicht zustande. 
 
HWA-Vorstand Ulrich Fritz: „Es gibt diese Gerüchte und ich kann nur sagen: Wir sind in Gesprächen und haben einen Vorschlag für eine Zusammenarbeit im nächsten Jahr mit R-Motorsport für die DTM vorgelegt. Am Ende müssen wir schauen was für die kommende Saison und die weitere Zukunft machbar ist. Es muss auch aus unserer Sicht passen, damit das Ganze auch Sinn macht.“ Fritz betonte das man ein Lehrjahr mit Problemen hinter sich hat und auch Konkurrent BMW mit den neu entwickelten Turbo- Triebwerken ihre Probleme hatten. Ob und wie es mit Aston Martin, bzw, R- Motorsport weiter geht, ist noch nicht entschieden. Ulrich Fritz stellt jedoch klar das eine Entscheidung bald fallen muss. „Klar ist, dass irgendwann der Point of no Return kommt. Lange kann man nicht mehr warten was uns betrifft. Wir müssen planerisch in den kommenden Wochen eine Entscheidung haben.“ Sollte es tatsächlich zum Bruch kommen, geht für HWA die Welt nicht unter.
 
R-Motorsportchef Florian Kamelger  sucht einen neuen Technik Partner © Speedpictures


„Wir haben uns in den vergangenen Jahren dahin gehend entwickelt, das die DTM nicht vordergründig unser Betätigungsfeld sein muss. Es ist zwar eine faszinierende Plattform, aber es muss nicht auf Gedeih und Verderb sein. Mit der Formel 3 und im kommenden Jahr auch die Formel 2 haben wir interessante Alternativen. In der Formel E sind wir mit Mercedes vertreten.“

Horst Bernhardt

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