Crash Video DTM: Rast unverletzt, aber mit Startverbot
(Speed-Magazin.de) Jamie Green war sprachlos. Schockiert legte er die Hand auf den Mund. Auf dem Monitor in einer Box verfolgte der Audi-Pilot den fürchterlichen Unfall von René Rast am Samstag in Runde sechs des DTM-Rennens auf dem Lausitzring. Nachdem das Auto von Markenkollege Loïc Duval den roten Audi des Champions berührt hatte, rutschte der Wagen mit der Nummer 33 auf die Wiese, stellte sich quer, verkantete sich in der Wiese, wurde ausgehoben, landete auf dem Dach und überschlug sich. Die Zuschauer am Lausitzring hielten den Atem an. Doch entgegen aller Befürchtungen ging der Horror-Crash glimpflich aus. Das Auto war ein Totalschaden, aber Rast gab sofort Entwarnung und winkte. Aufatmen allerseits. Nach wenigen Momenten kletterte er aus seinem demolierten Fahrzeug. Das ganze Dach und die Frontscheibe waren zerstört. Am späten Nachmittag wurde er im Klinikum Niederlausitz geröntgt. Dabei wurden keine Frakturen festgestellt. Vorsichtshalber blieb Rast aber über Nacht in Senftenberg. Am Sonntag Rennen wird er auf Anraten der Ärzte nicht teilnehmen.Mit dreckverschmiertem Gesicht gab er wenig später das erste Interview in der Boxengasse. „Ich sehe zwar etwas mitgenommen aus. Aber es geht mir überraschend gut. Ich habe keine Schmerzen. Wie man sieht, ist das Auto sehr sicher. Ich bin happy, dass ich gesund bin“, sagte Rast. „Als ich gesehen habe, wie er aussteigt, ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen. Das ist das Wichtigste, dass dem Fahrer nichts passiert. Die Autos kann man alle reparieren. Es gibt genug Ersatzteile. Das zeigt, welch hohen Sicherheitsstandard wir in der DTM haben“, sagte Philipp Eng, der im BMW Dritter wurde.
GREEN KRACHTE MÜLLERS AUDI BEIM START INS HECK
© DTM
Müller, der nach dem Qualifying als Neunter bester Audi war, hatte einen Crash dieser Art noch nicht erlebt: „Du hoffst in dem Moment, dass genau das nicht passiert und die Karre möglichst schnell wieder anspringt und du losfahren kannst. In der Form war das neu für mich. 2011 hat mir im Formel-Auto mal jemand ein Rad abrasiert. Aber da hat es nicht so gescheppert und er ist mir auch nicht hinten drauf gefahren“, sagte der Schweizer, der wohl ebenso wie Teamkollege Green Sonntag wieder am Rennen teilnehmen kann: „Das Wichtigste ist, dass das Dach nicht verbogen ist. Das ist zum Glück der Fall. Das kriegt man repariert. Das wird leider eine lange Nacht für die Jungs, aber die sind die besten im Paddock.“
DTM / DW